09.01.2020 - 13:32 Uhr
WiesauOberpfalz

Markus Schäffler tritt gegen Toni Dutz an

Neben der CSU stellen auch die Freien Wähler in Wiesau einen Bürgermeisterkandidaten. Markus Schäffler wurde am Mittwochabend einstimmig nominiert.

FW-Bürgermeisterkandidat Markus Schäffler stellte sich und seine Ziele in der Nominierungsversammlung in Muckenthal vor. Im Bild (von rechts) FW-Vorsitzender Thomas Streber, FW-Landratskandidat Ely Eibisch, Markus Schäffler sowie seine Ehefrau Christine und Sohn Philip.
von Werner RoblProfil

"Ich musste nicht lange überlegen", gestand Rettungshubschrauber-Pilot Markus Schäffler bei der gut besuchten Nominierungsversammlung im Gasthaus Gleißner in Muckenthal. Unter den Gästen war auch eine Delegation aus den Reihen von CSU und JU, die mit großem Interesse zuhörte. Der 56-jährige Schäffler stellte sich und seine Ziele in einem längeren Referat vor.

Mit dabei war auch der Landratskandidat der Freien Wähler, Ely Eibisch. Erneut rückte er die Besonderheiten des Landkreises, vor allem aber die der Gemeinde Wiesau ins Blickfeld. "Das was im Ort begonnen wurde, muss auch fortgesetzt werden." Eibisch verwies auf die Sanierung des Bahnhofs. Zudem äußerte er sich auch zum interkommunalen Gewerbegebiet und zu den Sanierungsplänen fürs Schulsportzentrum. Ely Eibisch wörtlich: "Großes Lob an das aufstrebende Wiesau. Großes Lob aber auch an Markus Schäffler, der sich intensiv auf seine Bewerbung vorbereitet hat."

Bodenständiger Wiesauer

Laut Eibisch stellen die Freien Wähler elf Bürgermeisterkandidaten im Landkreis. "Dazu einen Landratskandidaten, das macht uns stolz", sagte Eibisch in seiner Grußrede. "Schäffler", so Eibisch an anderer Stelle, "ist Hubschrauberpilot. Er ist aber ein bodenständiger Wiesauer geblieben und ist nicht abgehoben." Der erfreulich gute Besuch am Nominierungsabend - auch aus den Reihen anderer Fraktionen - sei ein deutlicher Beweis für das gesunde Miteinander im Ort. Eibisch, der zusammen mit Peter Schraml und Christine Härtl die Wahl leitete, gab danach das Ergebnis bekannt: Auf allen der 17 abgegebenen Stimmzettel stand der Name des Bürgermeisterkandidaten Markus Schäffler. "Die Dominanz einer einzigen Partei begrenzt neue und kreative Ideen", erklärte Markus Schäffler. Zudem habe er ein schwindendes Wählerinteresse feststellen müssen. "Das zu beenden beziehungsweise die Wähler zu motivieren, war mit einer der Gründe, im März anzutreten." Ein Anliegen sei es, Bürgernähe zu schaffen. "Es gibt keinen Ausbildungsberuf Bürgermeister, man wächst nach und nach hinein." Zudem sei er bereit, Führungspersönlichkeiten zu einem schlagkräftigen Team zusammenzuführen. "Ich glaube, ich wäre der geeignete Motivator unseres Ortes", so der FW-Kandidat.

Kaufmännische Ausbildung

"Ich sehe das große Ganze und behalte die Details im Auge", meinte Schäffler an anderer Stelle. Er sei auch "kritikfähiger" Wiesauer. "Aufgrund meiner kaufmännischen Ausbildung weiß ich, wie Zahlen zu lesen und Bilanzen zu analysieren sind. Ich beherrsche die kaufmännischen Grundsätze." Begonnenes möchte Schäffler fortsetzen. "Ein wichtiger Punkt, der mir am Herzen liegt, ist die Versorgung unserer Bürger, die wir in jeder Form auch morgen noch gewährleisten müssen." Thema waren außerdem die Leerstände im Gemeindegebiet, um die er sich kümmern möchte. Schäffler versprach: "Mein Ziel ist es, Transparenz zu schaffen. Die Bürger, die Jugend (Stichworte: Jugend-Bürgermeister oder ein entsprechendes Gremium) sollen gut informiert und in Entscheidungsprozesse mit einbezogen werden, so der FW-Bürgermeisterkandidat.

Zum Thema Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlichen Flächen sagte Schäffler: "Ich lehne die Technik nicht ab. Aber warum auf landwirtschaftlichen Grundstücken?" Geeigneter wären doch die Dachflächen im Gemeindegebiet, empfahl Schäffler nach Alternativen zu suchen.

Er sei gerne bereit, seine Ziele den Bürgern näher vorzustellen, betonte Markus Schäffler in seiner rund 45 Minuten dauernden Vorstellungsansprache. Als nächsten Kennenlern-Termin nannte er die Wahlveranstaltung am 24. Januar ab 20 Uhr im Bayer-Saal an der Bahnhofstraße.

Hintergrund:

Daheim in Wiesau und in der Luft

Er sei gebürtiger Waldershofer, stellte sich Markus Schäffler vor. Der 56-jährige Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler lebt seit rund 30 Jahren in Wiesau. Verheiratet ist er mit Ehefrau Christine. Schäffler ist Vater von zwei Söhnen, Philip und Marius. Nach der Mittleren Reife erlernte er den Beruf des Bankkaufmanns. "Danach ging ich zur Bundeswehr und schaffte das Casting für die Ausbildung zum Transporthubschrauber-Piloten." Später arbeitete er einige Jahre als Großkundenbetreuer und Firmenpilot bei einem Oberpfälzer Bleikristallunternehmen. 2003 gründete Schäffler ein eigenes, bis heute bestehendes Hubschrauber-Unternehmen („Helicopter Service Thüringen“). "Hauptberuflich aber fliege ich seit 2003 einen Rettungshubschrauber", informierte Markus Schäffler, der seit rund sechs Jahren den Freien Wählern angehört. Als Mitglied und lizenzierter Trainer des TB Jahn Wiesau betreut Schäffler die Tischtennis-Jugend. Zudem sei er im Turnverein auch als Sportabzeichenprüfer und Kampfrichter im Bereich Leichtathletik tätig. Außerdem unterstützt Markus Schäffler als Mitglied unter anderem den Kultur- und Tourismusverein, die Spielvereinigung und die Feuerwehr im Ort. Zu den Freizeitbeschäftigungen zählen Ausdauersportarten wie Radfahren oder Schwimmen. (wro)

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.