Wiesau
14.11.2019 - 10:58 Uhr

Suche nach einem Investor

Erneut sprach sich Toni Dutz für eine betreute Wohn- und Pflegeeinrichtung im Schmuckergarten aus. Sein Wunschgedanke muss in der Schublade aber weiterschlummern. Der Bürgermeister klagte in der Novembersitzung: „Wir suchen einen Investor.“

Der gemeindeeigene Schmuckergarten liegt derzeit noch brach. Die Gemeinde möchte das Gelände für eine Senioren- und Pflegeeinrichtung zur Verfügung stellen und sucht derzeit nach einem Investor. Bild: wro
Der gemeindeeigene Schmuckergarten liegt derzeit noch brach. Die Gemeinde möchte das Gelände für eine Senioren- und Pflegeeinrichtung zur Verfügung stellen und sucht derzeit nach einem Investor.

Dem Wiesauer Bürgermeister liegen die Anliegen seiner Gemeindebewohner sehr am Herzen. "Dazu gehören selbstverständlich auch unsere älteren Mitbürger", erklärte er den Markträten, die sich am Montagabend mit einem Senioren-Thema befassten. Auf dem Tisch lag ein Folgeantrag für eine Förderung in der "aktiven, generationenfreundlichen Gemeinde".

Bereits im Mai wurde das seniorenpolitische Gesamtkonzept vorgestellt und im Juli einstimmig auf den Weg gebracht. In der Novembersitzung erklärte Dutz, dass man erneut einen 90-prozentigen Förderantrag in Höhe von 10 000 Euro stellen könne.

Summe bereitstellen

"Somit wären wir im Stande, Kosten in Höhe von 11 111 Euro zu generieren", rechnete Geschäftsleiter Thomas Weiß vor, um in den Genuss der vollen Summe zu kommen. "Die priorisierten Ziele gilt es im Rahmen der möglichen Förderung abzuarbeiten", fügte Dutz dem einstimmigen Beschluss hinzu und versprach, die Summe im Haushalt bereitzustellen. Das Thema "Senioren", speziell aber die "Pflege" veranlasste SPD-Marktrat Georg Wurzer danach zu einer Wortmeldung: "Die Intensivpflege sollte vor Ort dringend in Angriff genommen werden", mahnte der Fraktionssprecher und forderte, den Gedanken intensiv weiter zu verfolgen.

Dutz wollte dem zwar nicht widersprechen, ließ dennoch ein "aber" folgen: Er könne einen baldigen Baubeginn im bereits vorgeschlagenen und den möglichen Investoren angebotenen Schmuckergarten (nahe der Kirche) leider nicht versprechen, stellte Dutz erneut klar. Das Gelände war früher in Privatbesitz und liegt derzeit brach. Der nördliche Teil wird als Parkfläche genutzt. Bis vor einigen Jahrzehnten diente das Areal auch als Festplatz. Vor ein paar Jahren hat die Marktgemeinde das Grünland erworben und wartet seitdem auf eine sinnvolle Nutzung.

Immer wieder ließ der Bürgermeister verlauten, dass er sich durchaus vorstellen könne, dort eine Wohn- und Pflegeanlage zu errichten. Als Investor komme das Rote Kreuz aber nicht infrage, der Verband könne sich aber durchaus vorstellen die Einrichtung zu betreuen. Man brauche aber einen Investor, machte der Gemeindechef daher mit aller Form deutlich. "Bringen Sie mir einen, dann können wir sofort starten."

Die Gemeinde - so ergänzte Dutz - würde sich einbringen und dem möglichen Bauherren ein lukratives Angebot unterbreiten. "Er muss nur noch anbeißen." Momentan aber - so ließ Dutz verlauten - lägen aber noch keine konkreten Zusagen vor.

"Bedarf vorhanden"

Das Wort erhob auch FW-Marktrat Thomas Streber, der als zusätzliches und in seinen Augen wichtiges Angebot die gewinnbringenden Pflegestationen ins Spiel brachte, um lohnend arbeiten zu können.

Auch er schloss sich der Meinung an, dass die Einrichtung von vielen gefordert und dringend benötigt werde. "Das Thema ist nicht einfach und derzeit auch nur schwer lösbar", fasste Dutz zusammen und bat, die Debatte erst einmal ruhen zu lassen.

"Der Bedarf ist vorhanden", mahnte auch die zufällig anwesende Seniorenbeauftragte Irmgard Hegen, der Dutz das Wort erteilte, um Argumente aus der Sicht der älteren Mitbürger anzuhören.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.