Wiesau
21.12.2021 - 11:21 Uhr

Vier Wiesauer Vereine erhalten Zuschuss für die Nachwuchsarbeit

Pünktlich zum nahenden Weihnachtsfest belohnt der Markt Wiesau die Nachwuchsarbeit in den Vereinen. Den Löwenanteil sicherten sich die Ministranten von Sankt Michael. Ganz ausgeschöpft wurde der Etat aber nicht.

70 Prozent vom 1800 Euro umfassenden Förderetat sicherten sich die Ministranten von Sankt Michael, die für das Zeltlager und den Ministrantentag in Fuchsmühl (Bild) Kosten in Höhe von 846,29 Euro geltend machten.
70 Prozent vom 1800 Euro umfassenden Förderetat sicherten sich die Ministranten von Sankt Michael, die für das Zeltlager und den Ministrantentag in Fuchsmühl (Bild) Kosten in Höhe von 846,29 Euro geltend machten.

Für die Jugendarbeit der Wiesauer Vereine und Gruppierungen hält die Marktgemeinde jährlich eine Summe von 1800 Euro bereit. Grundlagen dafür sind der Haushaltsansatz und die seit 2004 geltenden Richtlinien. Aus denen geht hervor, dass nicht die laufenden Gesamtkosten der Jugendarbeit, sondern nur "besondere Maßnahmen" (zum Beispiel Zeltlager, Ausflüge) bezuschusst werden. Ferner besagt die Regelung, dass die entsprechenden Anträge bis spätestens 15. November des laufenden Jahres beim Markt Wiesau einzureichen sind. In die Verteilung eingebunden war der Jugendbeauftragte der Marktgemeinde Wiesau, Florian Distner. Der CSU-Marktrat nannte die Jugendförderung „eine schöne Unterstützung".

„Ein wichtiges Thema“, kommentierte Bürgermeister Toni Dutz den Tagesordnungspunkt "Jugendpflege/Gewährung von Zuschüssen zur Jugendarbeit im Markt Wiesau 2021". Dutz bedauerte aber, dass bis zum Stichtag vier Anträge weniger eingegangen waren als noch vor einem Jahr. Den Grund dafür vermutete Toni Dutz in der anhaltenden Corona-Pandemie. "Daher konnten wir die beantragten Kosten in Höhe von 1207,89 Euro diesmal ohne Abzüge erstatten", unterstrich der Bürgermeister. Damit war aber der Haushaltansatz - "mangels beantragter Aufwendungen" - nicht voll ausgeschöpft.

Den nicht beanspruchten Betrag (592,11 Euro) wollte FW-Gemeinderat Markus Schäffler aber nicht so einfach wegfallen lassen. Schäffler meinte, dass es sinnvoll wäre, diese Summe in das kommende Jahr zu übernehmen. Statt 1800 Euro stünden 2022 folglich 2392,11 Euro zur Verfügung. Anlass für Schäfflers Vorschlag war die Hoffnung auf eine baldige Entspannung bei der Corona-Lage. Zudem hoffte der FW-Gemeinderat auf ein Wiederaufleben der Aktivitäten. Schäffler schob nach: „Auch im Nachwuchsbereich der Vereine gibt es einen Nachholbedarf.“

Bürgermeister Toni Dutz zeigte sich dafür offen. Das Gemeindeoberhaupt empfahl jedoch abzuwarten, um „zu gegebener Zeit" darüber zu beraten. Zweiter Bürgermeister Michael Dutz warf ein, dass der Gesamtbetrag in den zurückliegenden Jahren immer ausreichend war. Das Anliegen von Marktrat Schäffler war damit aber nicht abgelehnt. Der Vorschlag wurde auf Eis gelegt.

Zusammenfassend betonte Bürgermeister Toni Dutz: "Bislang sind wir immer gut damit gefahren, dass die Bearbeitung der Förderanträge in den Händen des Jugendbeauftragten lag.“ Dutz lehnte eine „Überbürokratisierung“ und eine vorherige Einbindung des Gemeinderats ab. Ein Beschluss war nicht erforderlich. Der Tagesordnungspunkt diente lediglich der Kenntnisnahme, in welcher Höhe die Fördergelder (aktuell 1207, 89 Euro) gewährt wurden:

  • Stiftländer Heimatverein Wiesau (Gau-Zeltlager und Ausflug nach St. Engelmar): 211,60 Euro
  • Jugendrotkreuz Wiesau (JRK-Abschlussfest): 100 Euro
  • Ministranten der Pfarrei Wiesau (Zeltlager und Ministrantentag in Fuchsmühl): 846,29 Euro
  • MSC Wiesau (Kosten für den Kartschnupperkurs): 50 Euro
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Wiesau25.11.2021
 
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