14.02.2020 - 13:43 Uhr
WiesauOberpfalz

Den Wandel bürgernah gestalten

Beim Informationsabend der CSU Wiesau fällt ein Satz immer wieder: „Wir arbeiten für unser und euer Wiesau.“ Die Tische sind weiß-blau gedeckt. Das Interesse am Wahlprogramm der CSU-Kandidaten ist groß.

Man habe noch viel für Wiesau vor, erklärten die 16 CSU-Kandidaten mit Toni Dutz (Sechster von links) an der Spitze. Den Rücken stärkte ihnen Landratskandidat Roland Grillmeier (Achter von links), der sich ebenfalls vorstellte.
von Werner RoblProfil

Gekommen war auch der stellvertretende Landrat und Bürgermeister aus Mitterteich, Roland Grillmeier. Trotz seines derzeit übervollen Terminkalenders ließ der CSU-Landratskandidat keinen Zweifel darüber aufkommen, dass er gerne nach Wiesau gekommen sei, um seine Parteifreunde aktiv zu unterstützen und Fragen zu beantworten. Im Film, danach auch in einer Ansprache, stellte er sich und seine Ziele vor. "Ich stehe für eine Politik des Miteinanders", fasste Grillmeier zusammen. Der Mitterteicher empfahl sich als künftiger Landrat "zum Anfassen, sowohl real als auch digital".

Mit Blick auf die Wahlkampfaktivitäten einer anderen Partei appellierte Roland Grillmeier: "Bildet euch eure Meinung nicht nur bei Haustürgesprächen. Betrachtet auch die zurückliegenden Erfolge, an denen die CSU maßgeblich beteiligt war." Grillmeier erinnerte: "Euer CSU-Ortsverband beziehungsweise dessen engagierte Gemeinderäte haben in den letzten Jahren viel bewegt."

"Das Beste für Wiesau"

"Die CSU Wiesau steht zu 100 Prozent hinter Roland Grillmeier", erhob Ortsvorsitzender Michael Dutz das Wort. Mit Schwung und Elan stellten sich die 16 Kandidaten, fast einheitlich gekleidet und mit der Rückenaufschrift "Das Beste für Wiesau", der Reihe nach vor. "Wir haben viele Themen, die wir anstoßen beziehungsweise weiter vorantreiben möchten." Begriffe wie "Kommunalpolitik mit Herz" und Aussagen wie "Ich mache gerne mit" wechselten sich mit Themen ab, zu denen das geforderte Jugendzentrum, weitere Betriebsansiedlungen, der Erhalt und Ausbau der Schulen, Kindergärten und Spielplätze und vieles mehr gehörten. Die Zuhörer zeigten sich von den Streiflichtern und dem vorgestellten Ideen-Katalog begeistert.

Rita Korb und Elsa Bächer, die einzigen weiblichen Bewerber auf der CSU-Kandidatenliste, erklärten zudem: "Wir sehen die Arbeit auch aus dem Blickwinkel der Frau." Man sei stolz auf den Genussort Muckenthal beziehungsweise auf den Wiesauer Kreuzberg, wo Bächer und Korb leben.

Stichwort Wiesau: Kaum einer ließ die Gelegenheit aus, immer wieder den Heimatort in den Mittelpunkt zu rücken, für den man arbeiten und den man weiter gestalten und nach "vorne bringen möchte". Das verdeutlichte auch der druckfrische Wahlprospekt auf den Tischen.

Zielorientiert arbeiten

"Unser Heimatort ist wahrlich schön", betonte ein begeisterter Michael Dutz. Der CSU-Ortsvorsitzende, derzeitige Fraktionssprecher und Listenkandidat, erklärte danach: "Es geht um unser Wiesau, um unsere Heimat." Er unterstrich: "Wir wollen den Ort nicht nur verwalten, mehr noch wollen wir ihn gestalten." Er sprach von Beständigkeit und Wandel. Dutz nannte die Kandidatenfindung eine Königsdisziplin, die das Ziel hatte, "Herzblutkandidaten" aus allen Generationen und Ortsteilen aufzustellen, um am 15. März "voller Elan" anzutreten. "Wir werden danach zielorientiert weiterarbeiten."

Eines aber möchte man nicht aus den Augen verlieren, betonte Bürgermeister Toni Dutz: "Das ist die Gestaltungsmehrheit, die man einfach braucht, um die geplanten und noch nicht geplanten Vorhaben voranzutreiben." Nicht die CSU stehe im Vordergrund, sondern die Bürgernähe beziehungsweise das Wohl aller Wiesauer und das der Marktgemeinde. Der Bürgermeister verwies vielsagend auf neue "interessante Informationen" und lud deshalb zur Bürgerversammlung am 2. März ins Rathaus ein. "Dort werden Sie Näheres erfahren."

Toni Dutz: Langer Atem und Erfahrung:

"Es macht mich stolz", erklärte CSU-Bürgermeisterkandidat Toni Dutz mit Blick in die Runde der "unbeirrbar hoch motivierten Mannschaft" und der zahlreichen Gäste. "Ich wohne am Mühlhofweg, wo meine Großeltern und Eltern Porzellan gemacht haben." Er nannte einige Eckdaten seiner Vita. Weiter vorstellen brauche er sich aber nicht, betonte Toni Dutz. "Es würde mir auch die Zeit fehlen, mich an den Haustüren vorzustellen", wagte er einen Seitenhieb auf den Kandidaten der Freien Wähler. "Um seine Ziele durchzusetzen, braucht man einen langen Atem. Um ein guter Bürgermeister zu sein, aber auch Erfahrung."

Toni Dutz sagte weiter: "Sechs Wochen Wahlkampf reichen halt bei weitem nicht aus, um Bürgermeister zu sein. Die Familien kennen mich, ich kenne die Familien im Ort. Man kennt meine Arbeit." Dutz erklärte an anderer Stelle, dass er, seit er Bürgermeister sei, niemals die Partei in den Vordergrund gestellt habe. "Darum habe ich auch das Amt des CSU-Ortsverbands-Vorsitzenden schon vor Jahren niedergelegt."

Man habe viel erreicht. "Das aber kostete auch Geld." Erneut widersprach er "Märchenstunden", die laut Dutz "immer länger werden". Man mache sich nicht abhängig, "schon gar nicht von Firmen, die Grundstücke kaufen, um sich hier anzusiedeln". Es sei auch ein Märchen, dass die Mehrheit im Marktrat gebrochen werden müsse. "Zu deutlich mehr als 90 Prozent ergehen die Beschlüsse einstimmig."

CSU-Bürgermeisterkandidat Toni Dutz ("im Mittelpunkt steht Wiesau") fasste zusammen: "Ich werde auch die Märchenstunden überstehen." Es würden Optionen suggeriert, die gar nicht vorhanden seien. Dutz: "Ich fordere dazu auf, vieles kritisch zu sehen."

Den Informationsabend leitete CSU-Ortsvorsitzender Michael Dutz (Zweiter von rechts). Ihm zur Seite standen Bürgermeister Toni Dutz (rechts), Zweiter Bürgermeister Fritz Holm und Roland Grillmeier aus Mitterteich, der sich für das Amt des Landrats bewirbt.
Der Bayer-Saal war komplett gefüllt.
Bilder von den Kandidaten, der Imagefilm über Wiesau und vieles mehr: Beim Wahlabend der CSU waren auch Medien eingebunden, die Christoph Korb (vorne rechts) auf die Leinwand projizierte.
Gelegenheit, sich und seine Ziele vorzustellen, bekam auch Roland Grillmeier, auf den bereits ein weiterer Termin wartete. "Ich bin gerne vor Ort", erklärte der Mitterteicher, um sich den Fragen zu stellen.

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