04.02.2020 - 14:18 Uhr
WiesauOberpfalz

In Wiesau einige Flecken ohne schnelles Internet

Als "weiße Flecken" kann man diejenigen Orte bezeichnen, wo trotz fortschreitender Technik das schnelle Internet bis heute auf sich warten lässt. Über den Zustand in der Gemeinde informierte die Neumarkter Breitbandberatung im Marktrat.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung informiert Eduard Maier von der Neumarkter Breitbandberatung Bayern über den Ausbaustand beim Internet in der Marktgemeinde. Rechts im Bild: Bürgermeister Toni Dutz.
von Werner RoblProfil
Der Bereich um die Kläranlage wird auch weiterhin zu den „weißen Flecken“ zählen.
Schnelles Internet ist für die Kläranlage zwischen Falkenberg und Schönhaid derzeit nicht in Sicht.

Wiesau und die umliegenden Ortsteile sind demnach aktuell flächendeckend gut mit den schnellen Datenleitungen ausgestattet. Grund dafür war der massive Ausbau mit Fördermaßnahmen des Freistaates, um den Markt auf den technisch neuesten Stand zu bringen. Die Ergebnisse einer umfassenden, von den Netzbetreibern unabhängigen Bitraten-Analyse zeigen aber, dass einige Adressen übrig geblieben sind. Nach wie vor müssen etliche Anwohner auf die schnellen Datenleitungen verzichten. Dazu zählen die nord-östlichen Bereiche in der Alfons-Goppel-Straße, für die laut Eduard Maier "Handlungsbedarf besteht". Wie der Fachmann von der Breitbandberatung Bayern bedauerte, gebe es aktuell jedoch keine Möglichkeit, die unterversorgten Häuser mit schnellerem Internet auszustatten.

Keine Lösungen bahnen sich auch für den westlichen Außenbereich in Kornthan, Teile der Egerstraße, das Gebiet um die Waldseen sowie die Kläranlage zwischen Falkenberg und Schönhaid an der A 93 an. "Eine Änderung ist leider nicht in Sicht", räumte der Referent ein. Eine technische Alternative - Super-Vectoring - sei derzeit für den Dorfkern von Kornthan in Planung. "Dennoch ist die Marktgemeinde sehr gut aufgestellt", kommentierte Maier die vorgelegten Zahlen. Seinen Angaben zufolge verfügen lediglich 8 von 100 Haushalten über weniger als 90 MBits/s. "Das findet man selten", fasste der Referent zusammen. "Wiesau ist für die Zukunft gut gerüstet. Sie liegen deutlich vor Südkorea", spaßte Maier und bat: "Nehmen Sie die Informationen mit nach Hause. Argumentieren Sie damit auch an den Stammtischen, wo gerne darüber gefachsimpelt wird, ohne die Fakten zu kennen." Mit den noch vorhandenen "weißen Flecken" müsse man leben. Maier empfahl, abzuwarten. Das werde man wohl auch tun, entgegnete Bürgermeister Toni Dutz: "Abwarten und Tee trinken." Den positiven Stand von 92 Prozent schnelles Internet habe man ja bereits erreicht. "Die restlichen 8 Prozent werden wir doch wohl auch noch schaffen."

"Der beste Ausbau nützt aber wenig, wenn die Voraussetzungen dafür nicht erfüllt werden", machte der Breitbandberater auf den richtigen Tarif und die richtige Hardware aufmerksam. "Wenn jemand mehr möchte als das Vorhandene, muss man sich informieren und entsprechend handeln." Toni Dutz ergänzte: "Ansprechpartner sind nicht wir, sondern die jeweiligen Anbieter."

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