08.03.2021 - 13:35 Uhr
Wilchenreuth bei TheisseilOberpfalz

Wilchenreuth: Außenrenovierung von St. Ulrich beginnt

In dieser Woche wird um das Gotteshaus und den Turm ein Gerüst aufgebaut. Die Maßnahmen sind mit rund 390.000 Euro veranschlagt.

Zur baulichen Abstimmung trafen sich die Planer vom Architekturbüro 2G Architekten, Sebastian Grundler, Mathias Plödt (von rechts) und Markus Braun (links), mit Michael Wenning vom Ingenieur-Büro König (IBK), das für die Vorplatzplanung im Rahmen der Dorferneuerung zuständig ist, vor der katholischen Expositurkirche St. Ulrich.
von Hans PremProfil

Im Rahmen der Dorferneuerung des Amts für Ländliche Entwicklung (ALE) in Wilchenreuth ist auch eine Neugestaltung der Zuwegung und des Vorplatzes der katholischen Expositurkirche St. Ulrich geplant. So hat sich die Kirchenverwaltung dazu entschlossen, vorher noch die anstehenden Außenarbeiten um die Kirche in Angriff zu nehmen.

Viele Schäden

Bereits in dieser Woche wird rund um das Gotteshaus und den Turm ein Gerüst aufgebaut. „Dies ist die Vorbereitung für den ersten Teil der in diesem Jahr anstehenden Arbeiten“, informierte Kirchenpfleger Josef Greiner. Schadhafte Putzstellen am Mauerwerk sind auszubessern, defekte Kirchenfenster, insbesondere die angerosteten Rahmen, bedürfen einer Erneuerung. Blitzableiter-Mängel auf dem Dach der Kirche sind zu beheben und auch die Turmuhr braucht dringend einer Restaurierung. Auch bei der Friedhofmauer sind Verbesserungen am Putz und der Biberschwanzabdeckung vorzunehmen.

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Letzau bei Theisseil

Für die nun anlaufenden Maßnahmen konnte der in Sachen Kirchenrenovierung erfahrene Architekt Sebastian Grundler vom Architekturbüro 2G Architekten & Stadtplaner aus Weiden verpflichtet werden. Vom Bischöflichen Baureferat ist Marc Hiller zuständig. Anregungen, die bei der Ausführung zu beachten sind, bekam die Kirchenverwaltung zusätzlich von Raimund Karl vom Landesamt für Denkmalpflege. Sobald das Gerüst abgebaut werden kann, etwa Ende Mai, sind die Erdarbeiten geplant.

Feuchtigkeit in Griff bekommen

„Rund um die Kirche müssen die Pflastersteine entfernt und neue Abwasser-Leitungen sowie Drainagen verlegt werden, da sich die bisherigen als zu klein erwiesen haben“, klärte Greiner auf. Die Kirchenverwaltung verspricht sich dadurch eine deutliche Verbesserung, die aufsteigende Feuchtigkeit in der Kirche, vor allem auf der Turmseite, besser in den Griff zu bekommen. Eine Sanierung des Granit-Sockels ist ebenfalls vorgesehen. Ein neu zu verlegendes Betonstein-Pflaster soll dem künftigen Pflaster vor der Kirche ähnlich sein. Schließlich sollen auch die Kirchen- Nebeneingangstüren überarbeitet und bei Bedarf erneuert werden. Dabei wird auch ein neuer „Informationskasten“ frei vor dem Sakralbau errichtet werden.

Rund 390.000 Euro werden diese Maßnahmen kosten. Hierfür wird ein Zuschuss von 50 Prozent vom Bistum sowie ein Betrag von 20.000 Euro von der Gemeinde in Bezug auf die Renovierung der Friedhofmauer, erwartet. Den Restbetrag wird die Kirchengemeinde allein schultern müssen. „Derzeit ist leider noch ungewiss, wann die ALE-Maßnahme mit der Neugestaltung des Kirchenvorplatzes begonnen wird. Die Kirchenverwaltung bittet alle Kirchen- und Friedhofbesucher um Verständnis und Rücksicht, wenn in den Tagen der Bauzeit der Zugang zur Kirche und dem Friedhof nur beschränkt möglich sein wird.

Hintergrund:

Geschichte der Ulrichskirche

  • Erbaut 1910 und 1911.
  • Letzte Komplett-Renovierung 1982 bis 1990; dank Geistlichem Rat Johann Weis wurde nur wenige Jahre danach auch eine neue Orgel angeschafft.
  • Seit Seelsorgereform 2001 zur Pfarrei St. Georg in Neustadt/WN gehörig, vorher Püchersreuth.

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