25.06.2019 - 13:43 Uhr
Winbuch bei SchmidmühlenOberpfalz

Blühwiese in Winbuch: Naturschutz-Idee trägt erste Blüten

Jetzt blüht sie tatsächlich, die von rund 80 Paten gesponserte Blühwiese in Winbuch. Das kann man inzwischen nicht nur sehen, sondern sogar hören.

Genau hinschauen lohnt sich: Die Blühwiese in Winbuch ist jetzt schon Anziehungspunkt für viele Insekten.
von Heike Unger Kontakt Profil

Beim Patentreffen Ende Mai brauchte es noch etwas Fantasie, um sich vorzustellen, was aus den ersten zarten Pflänzchen werden würde. Inzwischen ist der Erfolg sichtbar. Jung-Landwirt Markus Fleischmann, der das Projekt gemeinsam mit seinem Vater Herbert initiiert hat, freut sich: "Die Blühfläche entwickelt sich prächtig", informierte er seine Wiesen-Paten am Montag per Kurznachricht. Auch ein paar Bilder schickte er mit - die Fleischmanns wollen ihre rund 80 Mitstreiter an der ersten Erfolgsnachricht teilhaben lassen.

Ganz schön lebhaft

Am Montagabend war Markus Fleischmann mit seinem Vater Herbert auf dem Feld, um nach dem Rchten zu sehen. Schließlich ist dieses Projekt auch für die beiden Landwirte Neuland. Entsprechend gespannt sind Vater und Sohn, wie sich die Idee, ein bislang konventionell bewirtschaftetes Stück Acker in eine naturnahe Blühwiese zu verwandeln, entwickelt.

Die Vorgeschichte

Winbuch bei Schmidmühlen

Bislang läuft es gut, wie Fleischmann junior mitteilt: "Nicht nur die Pflanzen fangen an zu blühen, auch die Tierwelt findet einen neuen Lebens- und Versorgungsraum." Eine spezielle Samenmischung soll dafür sorgen, dass ab jetzt den ganzen Sommer über bis in den Herbst hinein immer etwas blüht auf der Wiese. Es sei "sehr beeindruckend, wie lebhaft es dort zugeht", erzählt Markus Fleischmann nach dem abendlichen Rundgang. Und freut sich, dass nicht nur Pflanzen die Fläche zum Leben erwecken: "Das Summen der Hummeln und Bienen hört man schon von Weitem. Noch dazu sind viele Marienkäfer und Schmetterlinge zu sehen."

Insekten lieben die Winde

Auch das Sorgenkind der Landwirte, die Ackerwinde, sei hier gefragt. Sie "dient als Nahrungsquelle, wie man sehr gut an den angefressenen Blättern sehen kann". Möglich gemacht haben das rund 80 Paten, die das Projekt mit jeweils 50 Euro jährlich fünf Jahre lang unterstützen. Die Amberger Zeitung gehört auch dazu.

Mit dem bisherigen Ergebnis ihres Projekts sind Markus und Herbert Fleischmann "sehr zufrieden". Sie laden nicht nur ihre Paten, sondern alle Naturfreunde ein, sich selbst ein Bild zu machen. Die Blühwiese liegt direkt an der Straße von Schmidmühlen nach Winbuch, leicht zu erkennen am blauen Zeitungskasten der AZ. "Ein Besuch der Fläche lohnt sich in jedem Fall", ermuntert Markus Fleischmann Interessierte: "Beim Anblick der blühenden und belebten Landschaft hat man noch dazu das gute Gefühl, etwas Sinnvolles für die Natur und die Lebewesen zu tun.

Die ersten Blüten sind aufgegangen. Die Samenmischung ist so gewählt, dass es hier bis zum Herbst ständig blüht.

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