11.08.2021 - 09:55 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Architektenwettbewerb für Schulhausneubau: CSU und SPD sind sich einig

Die Windischeschenbacher SPD will für den Schulhausneubau einen Architektenwettbewerb. Wie steht die CSU zu diesem Ansinnen? Im Ferienausschuss gibt es eine Aussprache und eine Debatte über Schwarzbauten.

Die Rückseite der Grund- und Mittelschule, die neu gebaut wird. Denn das amtliche Ergebnis des Bürgerentscheids steht. Zwei Stimmen für den Erhalt des Gebäudes machten den Unterschied.
von Ernst FrischholzProfil

Es war die Ferienausschusssitzung des Stadtrates, die sich jedoch gar nicht nach Ferien anfühlte. Eingangs teilte Geschäftsleiter Markus Kindgrab dem Gremium das amtliche Ergebnis des Bürgerentscheides „Grund- und Mittelschule“ mit. Es bleibt bei 906 Stimmen für den Neubau und bei 904 Stimmen für die Sanierung. Es hätten sich im Nachgang keine Unregelmäßigkeiten ergeben, erklärte er.

Thomas Wilhelm (CSU) stellte fest, dass die Verwaltung das gesamte Prozedere hervorragend abgewickelt habe. Er bat, die Entscheidung anzuerkennen und sich bei der Diskussionskultur wieder auf ein normales Niveau zu begeben. Dem schloss sich auch Karl Gach (FW) mit der Forderung nach vernünftigen Gesprächen an.

Gemeinsamer Antrag von SPD und CSU

Wilhelm ging weiter auf den Antrag der SPD für einen Architektenwettbewerb ein. "Wir als CSU sind offen dafür, unterstützen diesen und sehen ihn als gemeinsamen Antrag", sagte Wilhelm. Darüber freute sich Werner Sauer (SPD), weil „wir uns viel davon versprechen“, so Sauer. Bürgermeister Karlheinz Budnik schloss die Diskussion mit dem Wunsch, „wieder von Auge zu Auge sprechen und nicht über soziale Medien“. "Was dabei herauskommt, saht man ja, und die Stadt hat keine rechtliche Grundlage zum Einschreiten."

Das gemeindliche Einvernehmen gab es einstimmig für den Neubau eines Einfamilienhauses in den „Lindenwiesen“. Diese Einstimmigkeit war jedoch bei einem weiteren Bauantrag auf Sanierung eines Einfamilienhauses mit Anbau im „Hanslsteig“ nicht gegeben. Wilhelm sprach von einem typischen Schwarzbau. Man baue und reiche erst danach den Bauantrag ein. Laut Bürgermeister Budnik handelt es sich beim Bauherren nicht um einen Einheimischen. Gach bezeichnete den Zustand des Gebäudes zwar als abenteuerlich, aber wenn die Bevölkerung sehe, dass jeder tun könne, was er wolle, dann könne das auch nicht sein.

Patenschaftsappell im September

"Wir sind nicht die Genehmigungsbehörde", stellte Bürgermeister Budnik fest. "Wir entscheiden nur darüber, ob die Erschließung mit Wasser, Kanal und Straße gegeben ist. Wir von der Verwaltung gehen auch nicht durch die Straßen, um Schwarzbauten ausfindig zu machen. Wenn dem künftig so sein soll, dann müsste hierfür der Stadtrat den Auftrag erteilen", sagte der Bürgermeister. Dann aber werde in alle Bereiche geschaut und da könnte auch dieser oder jener aus dem Stadtrat unangenehm auffallen, schloss der Stadtchef die Diskussion.

Als Mitteilung aus der letzten nichtöffentlichen Sitzung gab Budnik bekannt, dass für die Heizkesselsanierung in der Grund- und Mittelschule die Firma Sperber aus Windischeschenbach als wirtschaftlichster Bieter den Auftrag erhalten hat. Weiter ging Budnik auf die seit 2020 bestehende Patenschaft mit der Bundeswehreinheit, dem 4. Artilleriebataillon 131, ein. Diese wird am 11. September mit einem großen Patenschaftsappell von 14 bis 19 Uhr auf dem Stadtplatz besiegelt.

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