25.02.2019 - 18:14 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Frühstück mit Dame in Blau

Durchhaltevermögen beweist die Altneihauser Feierwehrkapell'n nach dem Auftritt beim Frankenfasching. Auch wenn er es nicht zugeben will, Norbert Neugirg ist beim Frühstück der letzte.

Im blauen Kleid mit Federboa ehren die Künstler, darunter Peter Fuhrmann und Lucky Schieder (von rechts) von der Altneihauser Feierwehrkapell'n, beim Finale in Veitshöchheim die "Mutter des Frankenfaschings" Barbara Stamm. Anschließend feiern sie mit ihr bis zum Frühstück weiter.
von Uwe Ibl Kontakt Profil

Am Ende des 14. Aufmarschs in Veitshöchheim steht Neugirgs Resümee: "Die Kasperlplattform endet nicht am Bühnenrand. Sie setzt sich im Publikum fort." Ob sich das Theater bis zum frühen Morgen hinzog, ließ der Kommandant am nächsten Tag offen. Traditionell endet der Auftrittstag nämlich nicht nur für die meisten Altneihauser erst am frühen Morgen.

Nach der Rückkehr aus Franken drehten sich die Gespräche mehr um die Krankheit von Rupert Beer und den Ersatzmann Gerald „Simmi“ Bühring. Hätte dessen Feuerwehreinsatz nicht geklappt, wäre Peter Fuhrmann eingesprungen und dessen Tenorhorn ungespielt in der Garderobe geblieben, lautete Plan C nach dem Ausfall von Beer. Der lag am Montag weiterhin in Würzburg im Krankenhaus.

Zum emotionalen Abschied von Stamm hatten sich Künstler beim Finale in blauen Kleidern und Federboa auf der Bühne versammelt. Mittendrin die Oberpfälzer von Lucky Schieder bis Reinhard Stummreiter. Klar, dass Stamm, das "Maskottchen des Frankenfaschings", nach dieser Hommage auch bei der After-Show-Party, im Gasthaus "Lamm", der Pilsbar "Treff" und zum Ausklang gegenüber auf der anderen Straßenseite in der Bäckerei wieder bis zum Schluss mit dabei war.

Wer das Programm nach der Livesendung aus Veitshöchheim durchstehen will, der muss seit Jahren geprobt haben. Schließlich zieht sich die Nachfeier traditionsgemäß bis zum Morgengrauen. Das Licht macht eigentlich die langjährige Landtagspräsidentin Barbara Stamm aus - nach Kaffee und Semmeln in der Bäckerei. Kommandant Neugirg bestritt, ihr am Samstagfrüh den Vortritt beim Heimweg zugestanden zu haben, und nach ihr gegen 6.30 Uhr schlafen gegangen zu sein. "Er ist diesmal nach Stamm raus", waren sich dagegen seine Musiker einig.

Uneins waren sich die Altneihauser, ob Ministerpräsident Markus Söder bei der After-Show-Party in der Stadthalle noch vorbeigeschaut hatte, oder doch gleich nach dem Abschalten der Kamera ins Auto gestiegen war. "Dabei zu sein ist fast schon Pflicht, doch gefallen tut es einem nicht", hatte Neugirg mit Blick auf das Publikum während der Sendung gereimt.

Nach dem Feierabend auf der Bühne schien das anders, die Politgrößen waren bei Fingerfood und Getränken entspannt, redeten locker mit den Künstlern. "Hannes Ringlstetter war die Partysau hoch drei", lachte Stummreiter. Selbst beim abschließenden Frühstückskaffee war der Niederbayer noch mit dabei. Ob es tatsächlich zu einem Auftritt von Lucky Schieder in Ringlstetters Show kommt? Wer weiß ...

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