Bevor es am Samstagabend hinauf zur Kriegergedächtniskapelle ging, zelebrierte Pfarrer Hubert Bartel den Trauergottesdienst in St. Emmeram. Am Kriegerdenkmal stellten die Reservisten die Ehrenwache und musikalisch umrahmte der Stadtkapelle die Feier. Erstmals wirkten Schülerinnen der Klasse M9 mit, begleitet von Rektorin Annette Spreizter und Klassenlehrerin Tanja Kippes.
Am Sonntagvormittagtrafen sich die Neuhauser zur Gedenkfeier vor dem Kriegerdenkmal in Neuhaus. Zuvor hatte Pfarrer Edwin Ozioko der Kirche Heilig-Geist den Gottesdienst gefeiert. Die Neuhauser Boum und dem Männergesangverein Harmonie gestalteten die Feier. Ehrenwache standen die Reservisten.
Am Sonntagabend war Bernstein Schauplatz der Gedenkfeier, die von der Feuerwehr organisiert und der Stadtkapelle musikalisch gestaltet wurde. Nach dem Gottesdienst durch Pfarrer Bartel folgte das Gedenken am Kriegerdenkmal. Den Ehrensalut in Windischeschenbach und Neuhaus gab Böllerschütze Reinhard Fröhlich ab und in Bernstein war es die Böllergruppe der Feuerschützen.
Bei allen drei Feiern stellte Bürgermeister Karlheinz Budnik in seiner Ansprache die Frage, ob die Antworten auf das schreckliche Geschehen im vergangenen Jahrhundert noch stimmen, ob sie altmodisch und verstaubt sind und diese heute keinen Platz mehr in unserer Erinnerung haben. Selbst wann man dies nicht bedenkenlos unterschreibt, selbst dann ist der Volkstrauertag notwendig, um sich der Folgen von Krieg und Gewalt, die heute in fast allen Teilen der Welt sichtbar sind, bewusst zu sein. Der Gedenktag sei kein Heldengedenktag, denn nicht Kriegshelden stehen im Mittelpunkt, sondern die Kriegsopfer und die Opfer von Gewalt, Terror, Zwangsarbeit. Der Volkstrauertag sei ein zeitloses Erbe auch für zukünftige Generationen, so der Bürgermeister. Der Stadtchef dankte den Vereinen und allen anderen für die Teilnahme an den Trauerfeiern.














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