Windischeschenbach
02.12.2021 - 09:21 Uhr

Kritische Töne von den Windischeschenbacher Freien Wählern

Die Pandemie war für die Freien Wähler der Grund, die Jahreshauptversammlung als Videokonferenz abzuhalten. Rund 40 Prozent der Mitglieder nahmen teil. Schwerpunkt im Rückblick des Vorsitzenden Markus Herrmann waren das Bürgerbegehren und der Bürgerentscheid zum Erhalt der Schulgebäude, der vor allem für die sechs aktiven Vertreter und ihre Helfer ein besonderer Kraftakt gewesen sei. "Wer hätte gedacht, dass zwei Stimmen den Ausschlag geben würden?" Der Vorsitzende resümierte: „Unzählige Stunden wurden aufgewendet und viele Gedanken und Ideen umgesetzt. Es hat sich gezeigt, dass man in Teamarbeit und mit mutigen Mitstreitern sehr vieles erreichen kann. Es war am Ende eine Erfahrung, die Spuren hinterlassen hat.“

Es folgte der erfreuliche Kassenbericht von Annette Dietl. Vorsitzende Herrmann kündigte an, dass in der nächsten Jahreshauptsammlung über eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrages gesprochen werden müsse.

Fraktionssprecherin Dietl ließ die Stadtratsarbeit Revue passieren. Sie verwies auf die mehrfache Änderung von Bebauungsplänen, die neue Klärschlammpresse und die Ausstattung mit Photovoltaik, damit die Kläranlage Eigenstrom nutzen könne. Das Gelände „Oberpfälzer Hof“ solle bebaut werden, doch offene Fragen blieben. Im Stadtgebiet seien derzeit 73 Grundstücke unbebaut, aber nach einer schriftlichen Umfrage nur vier Besitzer zu einem Verkauf bereit. Das Feuerwehrhaus in Neuhaus wachse, die Neukalkulierung der Gebühren für Feuerwehreinsätze wirke sich sehr positiv aus. Der Architektenwettbewerb „Grund- und Mittelschule“ beinhalte nur einen Neubau; gleichzeitig wurde 2021 eine Viertelmillion für die Digitalisierung und eine neue Gasheizung ausgegeben, trotz des beabsichtigen Abrisses dieser Gebäude 2025. Dass der Tätigkeitsbericht der Stadtverwaltung nun nicht öffentlich behandelt werde, sorgte in der Versammlung der FW für Unverständnis.

Nach zwei Stunden reger Diskussion beschloss Vorsitzender Herrmann die Jahreshauptversammlung mit der Bemerkung: „Wir sind angetreten, um kritisch zu hinterfragen, wobei man als Opposition aufgrund der zum Teil mangelnden Informationen immer die schlechteren Karten hat.“

 
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