21.02.2020 - 10:40 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

"Vor Ort"-Reihe mit Seitenhieb

Die Veranstaltungsreihe „CSU vor Ort“ kommt in Dietersdorf gut an. Im Gasthaus Rettinger drängen sich die Interessenten. Neben Informationen gibt es auch die eine oder andere Watschn an die politischen Mitbewerber.

Die Wirtsstube im Gasthaus Rettinger ist voll, als Bürgermeister Karlheinz Budnik über die Ziele der CSU spricht.
von Externer BeitragProfil

Die Wirtsstube im Gasthaus Rettinger war voll, als sich am Montag die CSU-Kandidaten für die Stadtratswahl vorstellten. Die Veranstaltungsreihe "CSU vor Ort" soll außerdem über verschiedene Themen informieren, die den Bürgern auf den Nägeln brennen.

Bürgermeister Karlheinz Budnik war es ein Anliegen, noch einmal den Sachstand bekanntzugeben, der die Zukunft der Schule betrifft. Um den Schulstandort Windischeschenbach zu erhalten und zu stärken, sei es notwendig, die Schule zu modernisieren. "Auf welchem Weg das erfolgen wird, ist noch gar nicht entschieden, es gibt noch nicht einmal eine Meinungsbildung", machte der Bürgermeister deutlich.

Das Architekturbüro Juretzka habe 2019 lediglich eine Machbarkeitsstudie erstellt und darin drei mögliche Varianten (Abriss und Neubau, Teilsanierung und Komplettsanierung) erarbeitet. Anhand dieser durch die Regierung der Oberpfalz geforderten Studie werde man entscheiden müssen, welche Variante die wirtschaftlichste ist. Gefördert wird nur der Raum, den die tatsächliche Anzahl an Schülern auch erfordert und das sind inzwischen zwei Drittel weniger als beim Bau der Schule vorhanden waren.

Natürlich könne man eine Schulsanierung auch im Alleingang anstreben, doch dann müsse die Stadt auf die Zuschüsse verzichten, die es nur gibt, wenn die Kommune das Konzept mit der Regierung abstimmt. Doch um selbst rumzubasteln, sei dieses Thema viel zu komplex. Man müsse auch an die energetische Sanierung denken und die Digitalisierung im Blick haben, "Stellen wir uns auch die Frage, was uns unsere Schulkinder wert sind", gab der Rathauschef zu bedenken.

Auch auf die Dorferneuerung in Neuhaus werde er immer wieder angesprochen. "Diese haben wir durch Beschluss der Trägergruppe im Juni 2014 auf den Weg gebracht", blickt Budnik zurück. Mit der Fertigstellung des Marktpodests sei der erste Abschnitt abgeschlossen worden. "Wir machen nicht Schluss, wir machen weiter und kümmern uns um die Finanzierung und die Zuschusslage", sagte er.

Parkplatzlösung in Arbeit

Lob von allen Seiten habe es für den Entwurf des Wiederaufbaus des Oberpfälzer Hofs gegeben. "Die Pläne sind städtebaulich geprüft und mit dem Denkmalschutz abgesprochen", erklärte Budnik. Mittelfristig wird es für Hotelgäste zwar einen Parkplatz in der Gleißenthaler Straße geben, aber "eine andere Lösung ist in Arbeit". Angedacht sind verschiedene Möglichkeiten. "Der Architekt ist kein Anfänger und der Bauherr weiß was er tut und wichtig ist, dass er es in Windischeschenbach tut", bekräftigte der Redner.

Froh über den Investor

Einen Seitenhieb an die politischen Mitbewerber konnte sich Budnik nicht verkneifen: "Es ist schon sehr vermessen, an den Plänen eines Investors herumzukritisieren, der mit dem Hotelneubau viel Geld in und für unsere Stadt in die Hand nimmt. Andere Städte wäre froh über eine solche Entwicklung."

Auch zum Thema Photovoltaik gab es Diskussionsbedarf. Die Eigentümer von Grundstücken an der A 93 seien von potenziellen Investoren "förmlich mit Anfragen zugeschüttet worden". Die Stadt würde zwar gerne Bürgergenossenschaften als Betreiber von Photovoltaikanlagen zulassen, doch laut Alfred Scheidler, Rechtsaufsicht des Landratsamts, sei eine Vorauswahl auf dieser Grundlage nicht möglich. Dies war ausschlaggebend warum beschlossen wurde, momentan keine weiteren PV-Anlagen zuzulassen.

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