06.09.2019 - 11:43 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

"Schiederin" gibt beim Dialekt den Ton an

Die "Schiederin", wie Marion Schieder gerne genannt wird, hat zwar selbst noch keinen Dialektpreis erhalten, obwohl sie durchaus Mundart pflegt. Doch bei der Preisverleihung ist sie von Anfang an dabei.

Ihren Oberpfälzer Dialekt hat Marion Schieder beibehalten, "trotz 25 Jahren München". Das bewies die Moderatorin auch bei der Dialektpreis-Verleihung 2019.
von Jutta Porsche Kontakt Profil

Als Moderatorin. Diesen Part übernahm die 42-Jährige - aufgewachsen in Pleisdorf bei Windischeschenbach - auch am Dienstag. Preisträger aus der Oberpfalz waren diesmal Schüler des Stiftland-Gymnasiums Tirschenreuth (wir berichteten). Was der "Schiederin" an dieser Veranstaltung besonders gut gefällt, ist nicht nur das "bunte Gemisch an netten, erdigen Leuten, die sehr herzig und humorvoll sind." Sie schwärmt auch. "Do kannst redn wie dir der Schnobl gwachsn is." Nur bei den Vertretern aus Schwaben räumt sie leichte Verständnisprobleme ein. Trotzdem betont sie: "Jeder Dialekt is schöi."

Was den Nachwuchs anbelangt - die kleine Josefa ist mittlerweile 3 Jahre - setzt Mama Schieder ebenfalls auf Dialekt. Ihr Mann Thomas Kerschbaum sei zwar Franke, aber: "Im privaten Haushalt ist die Oberpfalz eher dominant", erzählt die 42-Jährige lachend. "Da setzen sich die ,ou' eher durch als die fränkischen weichen ,d' und auch von der Menge der Kommunikation kommt des Moidl eher in meine Richtung."

Dem Nachwuchs zuliebe hat die "Schiederin" - sie startete ihre Rundfunklaufbahn bei Radio Ramasuri und gestaltet inzwischen auf Antenne Bayern die "Stefan Meixner Show mit der Schiederin" mit - nun auch der Großstadt den Rücken gekehrt. "Ich will, dass meine Tochter ein Landkind wird", sagt sie. Deshalb wählte die Familie nun einen Wohnsitz in einem kleinen Ort in der Nähe von Freising. "Felder, Wiesen, Od'ln, Dreschen - alles da", freut sich die Mama. "Und im Kindergarten sprechen s' Dialekt."

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