09.07.2020 - 11:33 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Stadthaus in Windischeschenbach: "Es war Liebe auf den ersten Blick"

Für Stephanie und Matthias Eigner ist schnell klar: "Wir ziehen nach Windischeschenbach." Sie kaufen ein Haus im Stadtkern und sanieren es. Damit sind sie die ersten, die von der Städtebauförderung profitieren.

Das Gebäude am Stadtplatz 1 wird mit Hilfe der Städtebauförderung saniert. Matthias (Dritter von links) und Stephanie Eigner (mit Töchterchen Linda) sind die ersten, die in Windischeschenbach von dem Programm profitieren.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Matthias Eigner stammt aus Erbendorf, seine Frau Stephanie aus Stadt Eschenbach. Nach dem Studium in Regensburg bleiben die beiden zwar noch ein Zeitlang in der Domstadt, doch dann zieht es sie zurück in die nördliche Oberpfalz. Die Suche nach einem geeigneten Wohnort endet schließlich in Windischeschenbach. "Wir haben ein Haus gesucht, aber zunächst keines gefunden", erzählt Matthias Eigner. "Dann haben wir ein Zeitungsinserat aufgegeben." Auf diese Annonce meldete sich die frühere Besitzerin des Gebäudes am Stadtplatz 1. "Eigentlich wollte wir kein Stadthaus kaufen, sondern uns irgendwo am Ortsrand niederlassen", gibt Stefanie Eigner zu. Doch dann sieht sich das Paar das Haus im Herzen von Windischeschenbach an. "Es war tatsächlich Liebe auf den ersten Blick", schmunzelt Stephanie Eigner.

Ende 2018 erwerben die Eigners das Gebäude am Stadtplatz 1. Stephanie Eigner, die bis zur Elternzeit als Architektin gearbeitet hat, macht sich Gedanken über den Dachausbau und die Sanierung. Nachfragen bei Bürgermeister Karlheinz Budnik ergeben, dass in Kürze ein Förderprogramm im Rahmen der Stadtbauförderung aufgelegt wird. "Wir haben dann unsere Pläne etwas überarbeitet", erzählt die junge Architektin. "Natürlich wollten wir uns an die Vorgaben der Gestaltungsfibel halten." Wertvolle Hinweise liefert das Büro Kuchenreuther Architekten.

Was wird gefördert?

Windischeschenbach

Ende 2019 stellen die Eigners dann den Förderantrag. Das Resultat: Die geplanten Maßnahmen werden mit einem Fördersatz von 30 Prozent unterstützt. Dazu zählt im Fall der Eigners die Fassadengestaltung und die Dacheindeckung. Zusammen mit dem Maler entscheidet sich das Paar für einen Kellenschlagputz, das Dach bekommt eine Biberschwanzeindeckung. Ganz fertig ist die Umgestaltung des Hauses zwar noch nicht, aber der größte Teil ist geschafft. Zum Beispiel werden noch grüne Fensterläden statt Rollos angebracht.

Lob für die Sanierung nach den Richtlinien der Gestaltungsfibel gab es auch von Sabine Pollinger von der Regierung der Oberpfalz. Bei einem Besuch in Windischeschenbach bezeichnet sie das Projekt als "sehr gelungen". Das beweise, was man aus einem alten Gebäude machen könne. Mit Hilfe des Förderprogramms ließen sich die Leute zurück in die Stadt holen, anstatt draußen auf der grünen Wiese zu bauen.

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