20.02.2020 - 11:32 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Windischeschenbacher Schule: Freie Wähler wollen Sanierung statt Neubau

„Mehr Transparenz für unsere Stadt“, haben die Freien Wähler aufs Plakat geschrieben, das die alte Schwimmhalle an der Schule ziert. Im Inneren warten viele Zuhörern, die sich für die Ideen und Ziele der FW interessieren.

Bürgermeisterkandidat Hans Franz (stehend) erörtert zwei Stunden lang die Ziele der Freien Wähler für die Stadt.
von Ernst FrischholzProfil

Vorsitzender Markus Herrmann war von der Besucherzahl beeindruckt. Bürgermeisterkandidat Hans Franz und die FW-Stadtratskandidaten zeigten ihre Ziele auf. Franz erklärte, dass er als ehemaliger Stadtrat noch immer die Problemzonen von Windischeschenbach kenne. Das zentrale Thema sei der Erhalt der Schule: "Sprich Generalsanierung statt Abriss." Franz legt dar, dass das Ingenieurbüro den Komplettneubau mit 20,2 Millionen Euro und die Generalsanierung mit 21,6 Millionen Euro Kosten beziffert habe. Franz meinte, dass man nicht alles kernsanieren müsse. Die Aula, Teile des Kellers oder auch Lagerräume wie etwa im Dachgeschoss könnten außen vor bleiben, schlug er vor. Dadurch würde sich die Nettofläche um 2000 auf 7159 Quadratmeter verringern. Dafür rechnete Franz Kosten von 16,9 Millionen Euro vor. Der von der Stadt und der Mehrheitsfraktion favorisierte Neubau enthalte in der Schätzung weder die Abbruchkosten für die alte Schule, noch die Kosten für die Außenanlagen des dann neuen Gebäudes. Franz beziffert diese auf weitere 1,7 Millionen Euro, damit liege die von den Freien Wählern favorisierte Sanierung um fünf Millionen Euro unter den Kosten für einen Neubau. "Sollen es nur vier Millionen sein, dann ist das trotzdem Geld, mit dem man viel in Windischeschenbach machen kann", sagte Franz.

Weiterer Punkt auf der Liste der FW war das Hotel. "Umfangreiche Information, keine Verhandlungen im stillen Kämmerlein und Einbinden der Bürger in die Planungen", formulierte Franz die Forderungen der Freien Wähler. Parkplätze in der Gleißenthaler Straße für ein Hotel, das am Stadtplatz steht, sind für Franz keine Lösung. Insgesamt merkt er aber an, dass man prinzipiell hinter dem Projekt stehe.

Als weiteren Punkt sprach der Kandidat den Energiesektor an. Photovoltaikanlagen entlang der Autobahn will Franz. Kein neues Thema. Vor zwei Jahren sei die CSU schon mal dagegen gewesen. Zum vierten Punkt „Freie Entscheidungen“ sprach sich Franz dafür aus, die Ideenvielfalt im Stadtrat als Kapital zu nutzen. Es könne nicht immer sein, dass 12 oder 13 Stadträte die gleiche Meinung haben. Franz sprach noch weitere Punkte an. Wie etwa die angebliche Aussage des Bürgermeisters, dass man mit dem Verkauf des Schulhauses und alten Feuerwehrhauses in Bernstein einen guten Schnitt gemacht habe. Verschenkt an einen fremden Investor, den Ortsverschönerungsverein vertrieben und die Entsorgung des alten Öltanks koste mehr als auf der Einnahmeseite stehe, äußerte sich Franz dazu und griff auch die Dorfsanierung Neuhaus als Thema auf. Diese sei unter dem amtierenden Bürgermeister eingeschlafen. " Das darf nicht sein."

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