09.04.2021 - 11:50 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Wunsch der Rektorin: Neubau plus X

Sanieren, Neubau oder abreißen? In der nächsten Sitzung des Stadtrats Windischeschenbach sollen die Weichen für die Grund- und Mittelschule gestellt werden. Auch Rektorin Annette Spreitzer hat für die Zukunft bestimmte Vorstellungen.

Luftaufnahme von der Grund- und Mittelschule Windischeschenbach.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Die Entscheidung, in welchem Gebäude es künftig für die Grund- und Mittelschule Windischeschenbach weitergeht, wird der Stadtrat in der nächsten Sitzung fällen. Um sich ein genaues Bild von der Situation zu machen, befassten sich die Fraktionen nicht nur mit der Machbarkeitsstudie des Architekturbüros Juretzka, sondern haben sich bei einem Besuch vor Ort nach den Bedürfnissen und Wünschen der Schule erkundigt.

Rektorin Annette Spreitzer hat sich Zeit genommen und das Gremium in zwei Gruppen durch das Gebäude geführt. Während CSU und SPD gemeinsam vor Ort waren, sahen sich die Freien Wähler zusammen mit den Grünen im Schulhaus um.

Für die Schulleiterin steht ganz klar das pädagogische Konzept im Fokus. Als das Architekturbüro Juretzka mit der Machbarkeitsstudie beauftragt wurde, war noch Gabriele Wachter-Kauschinger Rektorin in Windischeschenbach.

Sie hat sich damals für das "Münchner Lernhauskonzept" entschieden, das die Planer in ihren Entwurf mit einarbeiteten. Diese pädagogische Richtung entspricht auch den Vorstellungen der jetzigen Schulleiterin. "Ich würde mir einen Neubau wünschen, den man genau auf unsere Bedürfnisse auslegen könnte", sagt Spreitzer. Allerdings hofft sie auf ein bisschen mehr Platz, als in der Variante des Architekturbüros ursprünglich vorgesehen ist.

Das Juretzka-Büro hatte in seiner Machbarkeitsstudie drei Varianten vorgestellt. Möglichkeit A sieht eine Generalsanierung (Kosten 20 Millionen Euro) des kompletten bisherigen Gebäudes vor, B eine Teilsanierung (50er-Jahre-Bau sanieren, Flachbau abreißen, Kosten 21 Millionen Euro) und Varianten C (Kosten 18 Millionen Euro) einen Neubau und gleichzeitig den Abriss des alten Schulhaues.

Architekturbüro stellt Machbarkeitsstudie vor

Windischeschenbach

Der Abriss der bisherigen Schule stößt jedoch nicht überall auf Gegenliebe. Vor allem der 50er-Jahre-Bau, der das Stadtbild prägt, liegt einigen sehr am Herzen. "Ich kann gut verstehen, dass manche Windischeschenbacher noch an dem alten Gebäude hängen", sagt sie. Doch ihr gehe es vor allem um den pädagogischen Ansatz und das Wohl der Schüler.

Einer Sanierung im laufenden Betrieb steht sie skeptisch entgegen. Der Unterricht würde über Jahre hinweg durch parallel laufende Bauarbeiten immens gestört. Annette Spreitzer vermutet, dass auf diese Weise sogar der Alltag von zwei Schülergenerationen beeinträchtigt werden würde.

Eine Lehrkraft des Gymnasiums Neustadt hatte sich dem Besuchstermin von CSU und SPD angeschlossen und davon berichtet, dass die Generalsanierung des Gymnasiums Neustadts für Lehrer und Schüler eine große Geduldsprobe war. Das Ergebnis könne sich zwar mehr als sehen lassen, aber der Weg dorthin sei nicht einfach gewesen.

Zukunft der Schule im Stadtrat

  • Der Stadtrat trifft sich am Mittwoch, 14. April, um 17 Uhr zur Sitzung in der Aula der Grund- und Mittelschule.
  • Das Hauptthema betrifft die Zukunft der Grund- und Mittelschule. Das Gremium soll einen Grundsatzbeschluss treffen, auf welche Weise das Schulgebäude erneuert wird.
  • Weitere Punkte auf der Tagesordnung sind die Inbetriebnahme des Ratsinformationssystems und eine Änderung der Geschäftsordnung, um künftig mit diesem laden zu können.

 

 

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