24.08.2020 - 13:43 Uhr
WinklarnOberpfalz

Kläranlage Muschenried: Angebot nur auf den ersten Blick günstiger

Das Thema Kläranlage Muschenried bekommt der Marktrat erneut auf den Tisch. Es geht um ein vermeintlich günstigeres Angebot.

Dieser Nachklärteich wird durch ein Nachklärbecken mit festem Boden ersetzt
von Annemarie MösbauerProfil

Ingenieur Günter Schwab skizzierte in der Marktratssitzung die neue Entwicklung in Sachen "Ertüchtigung der Kläranlage Muschenried". Die Firma PMT hatte sich an Bürgermeisterin Sonja Meier mit einem günstigeren Angebot gewandt, wieder mit einer Scheibentauchkörperanlage.

Schwab: Nicht zukunftsweisend

Daraufhin hatte Günter Schwab Kontakt zu dieser Firma aufgenommen. Über das Resultat berichtete er in der Marktratssitzung. Das alte Bauwerk kann nicht mehr verwendet werden. Der Grund: Es werden drei Kaskaden gebraucht. Also müsste eine Wand herausgerissen und zwei neue eingebaut werden. Außerdem ist die Wasseroberfläche zu klein, um die Bemessungsregeln einzuhalten. Obwohl die Lebensdauer der Scheiben angeblich 50 Jahre beträgt, haben die Wellen und Lager nur eine Lebensdauer von rund 20 Jahren. Diese Version ist für Günter Schwab nicht zukunftsweisend. Wenn die tragenden Teile nach 20 Jahren wegbrechen, helfe es wenig, wenn die Scheiben 50 Jahre halten. Bei richtiger Bemessung kämen auch noch weitere Kosten dazu.

Die Pläne zur Kläranlagen-Sanierung

Winklarn

Im Nachgang zur Bürgerinformation stellte Günter Schwab eine zusätzliche Variante im Bereich der Nachklärung vor. Der Lamellenabscheider soll stillgelegt und dafür der Nachklärteich in ein Nachklärbecken umgebaut werden. Die Mehrkosten dafür wären zukunftsorientiert investiert. Es entfallen die vierstündigen Wartungsarbeiten alle zwei Wochen durch den Klärwärter. Auch die in Zukunft immer problematischer werdende Klärschlammentsorgung wird durch den festen Beckenboden erleichtert.

Diesen Vorschlag nahm der Marktrat einstimmig an und genehmigte den Bauentwurf des Planungsbüros Zwick zur Ertüchtigung der Kläranlage Muschenried. Die Bürgermeisterin wurde beauftragt den entsprechenden Zuwendungsantrag beim Wasserwirtschaftsamt Weiden einzureichen und die bauliche Freigabe zu beantragen.

Voraussetzung für Förderung

Einstimmig beschlossen die Räte, am Benchmarking-Projekt teilzunehmen. Dies ist eine Voraussetzung für den Erhalt von Fördergeldern. Auf anonymer Basis werden hier Leistungsvergleiche mit anderen Unternehmen gemacht und eingeordnet. Die Verwaltung wird mit der Umsetzung beauftragt.

Grünes Licht erteilte der Marktrat einem Antrag auf Neubau eines Wohnhauses. Zustimmung gab es auch für eine Voranfrage auf Bau eines Einfamilienhauses, jedoch mit einigen Einschränkungen (Weg, Mülltonne, Winterdienst und Straßenbeleuchtung).

Dem Antrag des Tierschutzvereins Stadt und Landkreis Schwandorf, im Jahr 2020 einen Zusatzbeitrag von 50 Cent pro Einwohner zu bezahlen, stimmten die Ratsmitglieder zu. Die Möglichkeit, fremde Tiere kostenlos abzugeben, wurde von der Marktgemeinde Winklarn schon öfter angenommen, so Sonja Meier.

Einsicht verlangt

Sonja Meier gab noch folgenden nichtöffentlichen Beschluss bekannt: Der Auftrag zur Schachtsanierung/-abdichtung an drei Schächten im Gemeindeteil Muschenried wurde der Firma Schnurrer Weiden erteilt. Unter Anfragen bat Marktrat Robert Eibl in den nächsten 14 Tagen um eine Einsicht in die Brandversicherungspolice des Thammerhauses mit der Brandsumme bei einem eventuellen Schadensfall zum Anwesen Schön hin.

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