21.07.2021 - 11:15 Uhr
WunsiedelOberpfalz

Rainer Schreier führt jetzt den Fichtelgebirgsverein

Der Bischofsgrüner FGV-Vorsitzende Rainer Schreier tritt die Nachfolge von Monika Saalfrank an. Sie war vor kurzem überraschend gestorben. Thema der Versammlung war auch das Miteinander von Mountainbikern und Wanderern im Fichtelgebirge.

Der Fichtelgebirgsverein hat mit Rainer Schreier (rechts) einen neuen Hauptvorsitzenden und mit Alexander Popp (links) und Rüdiger Taubald (Dritter von links) zwei neue zusätzliche stellvertretende Vorsitzende neben den wiedergewählten Jörg Nürnberger (Mitte) und Adrian Roßner (rechts neben ihm).
von Autor FPHProfil

Der Fichtelgebirgsverein war nicht nur mit seiner Hauptversammlung im Bischofsgrüner Kurhaus zu Gast. Der Bischofsgrüner Ortsvorsitzender Rainer Schreier wurde auch einstimmig zum neuen Hauptvorsitzenden des Fichtelgebirgsvereins gekürt. Bei den Neuwahlen wurde zudem ein erweiterter Vorstand gewählt. Denn künftig gibt es mit Jörg Nürnberger, Adrian Roßner, Rüdiger Taubald (neu) und Alexander Popp (neu) nun vier stellvertretende Hauptvorsitzende. Schreier ist 65 Jahre alt und war vor seinem Ruhestand bei der Deutschen Rentenversicherung beschäftigt. Seit vielen Jahren steht er schon an der Spitze der Ortsgruppe Bischofsgrün, was auch so bleiben soll. Er ist unter anderem auch Gebietssprecher.

Stärker vernetzen

"Es geht nicht alleine: Ich brauche euch dazu - vor allem euch in den Ortsgruppen", warb er für eine Stärkung des Wir-Gefühls im Verein. Es gelte, die Mitgliederzahlen nach oben zu bringen. "Immer wieder zusammensetzen und austauschen", so stellt er sich die Arbeit vor. Sein Ziel formulierte er so: "Unser Verein muss der Regionalverein sein - wir müssen das Sprachrohr des Fichtelgebirges sein."

Rainer Schreier regte eine engere Vernetzung über Landkreisgrenzen an. Er gab bekannt, dass es im Jahr 2022 nach einigen Jahren Pause, da Bischofsgrün dann 125-jähriges Bestehen feiert, wieder einen Fichtelgebirgstag geben wird. Sein wichtiges Ziel sei, das Fichtelgebirge zur Qualitätsregion zu führen, so Rainer Schreier.

Der Referent für Wanderwege, Christian Kreipe, sprach von "4000 offiziellen Stunden und sicher vielen unregistrierten Zeiten" rund um die Markierung und Pflege der Wege in der Region. Wichtig sei das Thema Qualitätsregion, dass die Arbeiten laufen und 31 Touren beurteilt sind, ergänzte Ferdinand Reb, Geschäftsführer der Tourismuszentrale in einem Gastreferat.

Schutz der Natur

Zum Thema Kornberg-Mountainbikepark betonte stellvertretender Hauptvorsitzender Jörg Nürnberger, dass man im Grundsatz den geplanten Anlagen zustimme. Doch gehe es auch um den Schutz der Natur und die Besucherlenkung. Nach wie vor sei ein zertifizierter Qualitätsweg für den Radverkehr zugelassen. In einem gemeinsamen Arbeitskreis werde weiter nach Lösungen gesucht. Es erging auch an die Touristiker die Bitte, nicht nur für die Region als Mountainbike-Paradies zu werben, sondern parallel auch an Vernunft und Verstand zu appellieren.

Wegekonzept

Wanderwegereferent Christian Kreipe ergänzte, dass ein Konzept für Mountainbike- und Wanderstrecken bewilligt und damit ein wesentlicher Meilenstein erreicht sei. Man müsse festlegen, wo sich Mountainbiker und Wanderer gut vertragen können. Das Wegekonzept gebe Linien vor, wo beide Sparten ihren Sport ausüben könnten. Die Steuerung liege aber in der Hand der Unteren Naturschutzbehörden.

Das Thema Namensänderung des Landkreises Wunsiedel in Landkreis Fichtelgebirge stieß auf heftigen Widerstand im Fichtelgebirgsverein. Auch eine Klage gegen die HGÜ-Stromtrasse unterstütze man. "Wir werden weiter vertrauensvoll mit den Klägern zusammenarbeiten." Neu eingerichtet wurde ein Naturschutzreferat im Verein. An der Spitze steht Franz Hörmann, der in Gefrees lebt.

Die Ortsgruppe Nagel forderte, Naturschutz nicht nur am Kornberg, sondern auch auf der Kösseine mehr in den Fokus zu rücken.

Verabschiedet wurde Häuserreferent Albert Jobst nach 50 Jahren in dieser Funktion. Herausragende Bauvorhaben waren unter anderem die Asenturm-Erweiterung 1979, der Umbau des Waldsteinhauses, die Generalsanierung des Kösseinehauses und das Umweltprojekt Seehaus. Einen Nachfolger für Jobst gebe es allerdings noch keinen.

Bei einem Gedenkgottesdienst würdigte der FGV das Wirken von Monika Saalfrank

Wunsiedel

"Unser Verein muss der Regionalverein sein - wir müssen das Sprachrohr des Fichtelgebirges sein."

FGV-Hauptvorsitzender Rainer Schreier

 

 

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