31.08.2020 - 12:11 Uhr
Wurz bei PüchersreuthOberpfalz

Magischer Kreis verzaubert Publikum

Marimba und Geige - eine ungewöhnliche Kombination. Der Titel des Orbis Duos "Zwischen Himmel und Erde" ist auch das Motto der diesjährigen Wurzer Sommerkonzerte.

Zu einer Traumreise zwischen Himmel und Erde lud das Orbis Duo ein. Matthias Krohn an der Marimba und Page Woodworth an der Violine
von Redaktion ONETZProfil

"Das sind die echten Fans der Wurzer Sommerkonzerte, die auch bei Regenwetter kommen", begrüßte Dr. Rita Kielhorn das Publikum im Marstall. Hoffnung mache hier die Sonate Op. 31 von Paul Hindemith: "Es ist so schönes Wetter draußen". Auf der Bühne stand eine riesige Marimba mit Klangplatten aus ausgewähltem Honduras-Palisander und einem Tonumfang von fünf Oktaven. Das facettenreiche Programm des Orbis Duos, Page Woodworth an der Violine und Matthias Krohn an der Marimba, gespielt mit vier Schlägeln, sowie Percussion begann temporeich und überraschend mit einer Eigenkomposition Krohns: "Querkopf". Im Kontrast dazu der "Orbis Magicus", der magische Kreis. Dabei erzeugt die Marimba einen Klangteppich, über den sich der zauberhafte Klang der Geige legt. "Wir haben nur Stücke dabei, die uns ausnahmlos gefallen, die einen Bogen spannen zwischen oben und unten". Die gefühlvollen Anmoderationen von Page Woodworth steigerten die Vorfreude auf die Musikstücke.

Bald sprang der Funke auf das Publikum über, das dem konzentriert, variantenreich und oft mit geschlossenen Augen spielenden Duo lauschte. Der "Rain Dance", komponiert von Alice Gomez und Marilyn Rife in der trockenen Gegend um Mexico, hatte etwas Magisches, als Krohn vier rasselnde Schlägel einsetzte.

Mit der zauberhaften "Méditation" aus der Oper Thaís von Jules Massenet verbindet das Orbis Duo erstmalig das Violinsolo mit dem einzigartigen Klang der Marimba, anstelle von Harfen.

Nach der Pause dann ein Musikwechsel. Traditionelle schottische, irische und englische Weisen erzeugten ein neues Stimmungsbild. "Carolan's Air" brachte den "Wind that shakes the Barley", und der König der Elfen, der "King of the Fairies", zauberte "Mary, young and fair" herbei. Überraschend temperamentvoll gab sich "Dowsy Maggie", die "schläfrige Maggie". Den Abschluss bildete "A Little Prayer" von Evelyn Glennie, einer schottischen Marimbaspielerin. "Man kann sich vorstellen, dass diese Musik irgendwann in Taverns anfängt und die ganze Nacht gespielt wird" merkte Page Woodworth an.

Das Publikum dankte mit begeistertem Applaus für diese ungewöhnliche, intensive Darbietung. Mattthias Krohn lud alle Interessierten ein, nach dem Konzert die Marimba auszuprobieren, was etliche gerne nutzten.

Einer der vielen Höhepunkte bei den Wurzer Sommerkonzerten: das Konzert von Harmonic Brass

Wurz bei Püchersreuth

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