27.10.2019 - 09:06 Uhr
Wutschdorf bei FreudenbergOberpfalz

Pilger-Treffen in Wutschdorf: Fit für die nächste Fußwallfahrt

Sie gilt als eine der größten Pilgerbewegungen Europas: die Regensburger Fußwallfahrt nach Altötting mit bis zu 8000 Teilnehmern. In Wutschdorf haben sich jetzt die Organisatoren getroffen.

Die Regensburger Fußwallfahrt nach Altötting gilt als eine der größten Pilgermärsche Europas.
von Autor (gri)Profil

Bernhard Meiler aus Oberwildenau (Kreis Neustadt/WN) ist Cheforganisator des drei Tage dauernden Fußmarsches, der sich immer am Donnerstag vor Pfingsten in Regensburg Richtung Altötting in Bewegung setzt. 111 Kilometer haben die Teilnehmer dann vor sich. Rund 4000 sind es beim Abmarsch, die Teilnehmerzahl wächst dann auf dem Weg durch Nieder- und Oberbayern immer auf rund das doppelte an.

Ein kleines Teilstück des Weges, die Strecke zwischen Mangolding und Sünching, legen die Pilger mit Bussen zurück - eine logistische Meisterleistung. Früher hatten die Organisatoren hierfür einen Sonderzug der Bahn bestellt, seit drei Jahren pendeln Omnibusse zwischen den Orten. "Die Busse haben sich bewährt", bilanzierte Meiler. "Das klappt mittlerweile besser, als mit dem Zug." Meiler selbst fährt mit dem letzten Bus, damit er sicher weiß, dass alle Pilger untergekommen sind.

Noch eine Erfahrung hat der Pilger-Leiter gemacht: "Wer das erste Mal mitgeht, ist mit allem zufrieden." Kritik komme meist von Leuten, die schon öfter teilgenommen haben, wahrscheinlich, weil sie ihre Erfahrungen über die Jahre hinweg vergleichen. Jeder Pilger braucht während der Wallfahrt zwei Nachtquartiere. In den allermeisten Fällen öffnen in den Etappenorten Familien ihre Häuser, um die Wallfahrer bei sich übernachten zu lassen. "Leider werden die Quartier-Gastgeber weniger", stellte Meiler fest.

Die Planung der Übernachtungen ist eine der größten Herausforderungen bei der Wallfahrt. Seit nunmehr 38 Jahren werden die Organisatoren dabei von den CB-Funkern in Niederbayern unterstützt. Das Engagement kommt noch aus der Zeit, als es keine Handys gab - schnelle Funksprüche zwischen den Übernachtungsorten waren am Abend unabdingbar, um alle Pilger unterzubringen. "Die CB-Funker sind uns treu geblieben und helfen uns bis heute, damit jeder ein Nachtquartier bekommt."

Im nächsten Jahr findet die 191. Fußwallfahrt nach Altötting vom 28. bis 30 Mai statt. Bei der Versammlung in Wutschdorf berichtete Toni Hermann, wie er die 40 Funklautsprecher für das gemeinsame Beten und Singen betreut. Er ist während der drei Tage quasi rund um die Uhr im Einsatz, um Akkus zu laden und auszutauschen, die Lautsprecher an Träger auszuteilen und wieder einzusammeln. "Die Anspannung fällt erst ab, wenn wir am Samstagabend wieder unfallfrei in Regensburg ankommen", erzählte er.

2020 wird es wieder eine zusätzliche Dankwallfahrt der Pilger geben. Sie führt von 9. bis 15. August zum Marienwallfahrtsort Fatima in Portugal. Organisiert wird diese Reise vom Nabburger Pfarrer und Pilger-Seelsorger Hannes Lorenz. Weitere Infos dazu unter im Internet (www.pilgerpfarrer.de).

Hauptversammlung der Regensburger Diözesan-Fußwallfahrer mit Pilgerführer Bernhard Meiler (rechts), seinen treuen Helfern und dem Wutschdorfer Pfarrer Moses Gudapati (Dritter von links).
4000 Pilger starten in Regensburg, 8000 sind es dann in Altötting.
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