15.05.2018 - 13:46 Uhr
OberviechtachOberpfalz

FC OVI-Teunz freut sich schon auf den FC Amberg Aufstiegsjubel nach dem Telefonat

Die Meister-Entscheidung in der Kreisliga West schien vertagt: 4:3 führte der TSV Stulln am Sonntagnachmittag Sekunden vor Schluss beim TSV Tännesberg. Die Zechmann-Elf schien weiterhin "nur" zwei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter FC OVI-Teunz zu haben.

"Da legst di nieda!" Manuel Löffelmann (links) und der FC OVI-Teunz sind vorzeitig Meister in der Kreisliga West. Bild: ham
von Josef Maier Kontakt Profil

Gerade Nabburg abgefertigt

Der hatte am Sonntagnachmittag am Oberviechtacher Sandradl gerade den TV Nabburg mit 5:0 abgefertigt, die Spieler waren auf dem Weg in die Kabine, als Vorsitzender Stephan Gäbl mit Tännesberg telefonierte: "4:3 für die anderen", hieß es aus Tännesberg. "Moment, wir haben noch einen Angriff." Foul, Elfmeter für den Gastgeber, 4:4-Ausgleich - in Oberviechtach brach der Jubel los, der Fusionsclub ist vorzeitig Meister und steigt in die Bezirksliga auf. "Letztes Jahr wären wir noch fast abgestiegen, jetzt spielen wir kommende Saison gegen den FC Amberg", freute sich Gäbl.

2014 beschlossen die zwei großen Vereine, der TSV Oberviechtach und der FC Teunz, ihre Fußball-Fusion. Eine Entscheidung, die vier Jahre später richtig belohnt wird. "Wir wollten unsere Kräfte bündeln. Dass wir aber so schnell aufsteigen, hatten wir nicht geglaubt", sagt Gäbl. Seine Saison-Analyse hört sich zwar platt an, stimmt aber wohl vollends: "Unsere mannschaftliche Geschlossenheit hat uns zum Meister gemacht." Da sind sprichwörtlich zwei Teams zusammengewachsen. Beispielsweise aus der Oberviechtacher Ecke Torwart Christian Böl oder Arthur Kerbel, von den Teunzern Manuel Löffelmann, der damals die Fusion mit forcierte, oder die Tröger-Brüder Sigi und Daniel.

Aus dem Bayerwald

Der Erfolg habe aber schon in der Rückrunde der vergangenen Saison seinen Anfang genommen, sagt Gäbl. Als Schlusslicht startete der FC in die Rück-Serie und rettete sich doch noch. Thomas Böl und Peter Hanauer als Trainer hätten da gute Arbeit geleistet, lobt der Vorsitzende. Vor der Saison kam dann Claus Frank und brachte das Team endgültig in die Erfolgsspur. Er führte die Vereinsphilosophie, viele junge Spieler aus den eigenen Reihen spielen zu lassen, fort. Hinzu kam Manfred Widegger von einem Klub aus dem Bayerischen Wald. Er war ein wichtiger Baustein. Sechs Mal traf er, noch treffsicherer waren Manuel Löffelmann (14), Christian Uschold (9), Gerhard Herzog und Arthur Kerbel (je 7). Allein diese Breite an Torschützen zeigt schon die Ausgeglichenheit des Teams. "Claus hat das ganze Gebilde zusammengefügt", sagt Gäbl, der sich vor allem darauf freut, dass in der kommenden Saison neun A-Jugendliche aus den eigenen Reihen in den Seniorenbereich wechseln. "Da sind einige dabei, die den Sprung schaffen können."

Attraktive Bezirksliga

Die Jungs würden dann in einer Liga spielen, "die sehr attraktiv ist", sagt Gäbl. Da sind die beiden Wernberger Vereine FC und TSV Detag, der 1. FC Schwarzenfeld, dann vielleicht auch Pfreimd und Schwarzhofen (je nachdem, wer aufsteigt). Vielleicht hält auch Vohenstrauß die Klasse, viele Vereine aus dem Amberger Umland sind auch nicht weit entfernt.

Durchmachen im Sportheim

Das letzte Kreisliga-Spiel kommenden Montag beim Tabellenzweiten ist nur noch Kür. Die Spieler werden dann aber wieder einigermaßen fit sein. Einige hatten für Montag schon Urlaub genommen. Anscheinend ahnten sie schon, dass sich was tun könnte. Im Sportheim machten dann ein paar Kicker durch. "Da sitzen immer noch einige", sagte Gäbl - am Montagabend.

Wir wollten unsere Kräfte bündeln. Dass wir aber so schnell aufsteigen, hatten wir nicht geglaubt.FC-Vorsitzender Stephan Gäbl

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