Mit Fußball war schnell Schluss. Nach einer 0:8-Niederlage bei strömendem Regen hatte der achtjährige Andreas Pielmeier endgültig keine Lust mehr und wechselte von den Fußballern in Hainsacker zum Eishockey nach Regensburg, wo er bis 2008 spielte. Mit 16 Jahren ging es dann nach Garmisch, wo er eine Saison beim SC Riessersee spielte, danach nach Deggendorf und wieder zurück nach Regensburg, wo er fünf Jahre spielte. Nach weiteren fünf Jahren beim EC Pfaffenhofen kam der gebürtige Regensburger dann zum ERSC Amberg. Insgesamt hat Pielmeier rund 575 Spiele bestritten, davon 9 in der zweiten Liga und 331 in der Oberliga, und wurde auch für ein Turnier in die U18-Nationalmannschaft ("Das waren aber nur zwei Spiele") berufen. Der 31-Jährige ist Niederlassungsleiter bei einem Großhändler für Bedachungsartikel und wohnt mit Frau und Tochter in Oppersdorf, einem Ortsteil von Lappersdorf.
ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?
Andreas Pielmeier: In Bayern natürlich, dem schönsten Bundesland. Hier gibt es alles, was man braucht. Wir haben Berge und Seen, es gibt so viele wunderschöne Flecken. Und das Bier schmeckt hier einfach gut. (lacht) Wo es mir auch sehr gut gefällt, ist Südtirol. Ich könnte mir gut vorstellen, als Rentner dorthin auszuwandern.
ONETZ: Über was können Sie so richtig lachen?
Andreas Pielmeier: Am meisten über trockenen Humor und Sarkasmus. Das ist genau meins.
ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?
Andreas Pielmeier: Das war Oliver Kahn. Mich haben schon als Kind seine Führungsqualitäten fasziniert. Ich habe früher auch Fußball gespielt bei meinem Heimatverein in Hainsacker, allerdings wenig erfolgreich. Mit acht Jahren habe ich mal 0:8 verloren, es regnete ohne Ende und ein Mädel hat sieben Tore gegen uns geschossen. Da habe ich zu meinem Papa gesagt, hier kann ich nicht weiterspielen. Es war mein letztes Fußballspiel, ich bin dann zum Eishockey gewechselt.
ONETZ: Welches war Ihr erstes Auto?
Andreas Pielmeier: Das war ein gebrauchter Ford Fiesta. Mit vielen Kilometern und wenigen PS. Der gehörte zuvor meiner Tante. Als erstes Auto war der schon super, aber mit 60 PS ist man einfach nicht vorwärts gekommen. Irgendwann sind dann ein paar Reparaturen angestanden, da war das nicht mehr wirtschaftlich, ihn weiterzufahren.
ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?
Andreas Pielmeier: Mit Franck Ribery oder Thomas Müller. Ich glaube, mit Müller würde ich mich gut verstehen, wir haben einen ähnlichen Humor. Ich würde mich gerne mit ihnen über ihre Karriere, aber auch über Privates unterhalten. Mich würde auch interessieren, was Profi-Sportler so den ganzen Tag machen außer Trainieren.
ONETZ: Bei welcher Nachspeise können Sie einfach nicht widerstehen?
Andreas Pielmeier: Bei ganz vielen. (lacht) Ganz gerne mag ich aber Bayrisch Creme und Mousse au Chocolat. Wenn das auf der Karte steht, gehört es auf alle Fälle mir.
ONETZ: Hotel oder Campingplatz? Berge oder Meer? Wie sieht der perfekte Urlaub für Sie aus?
Andreas Pielmeier: Ganz klar Berge, vorzugsweise natürlich Südtirol. Der perfekte Urlaub ist in einem Wellnesshotel, tagsüber Bergwandern und abends dann Wellnessen.
ONETZ: Welchen Traum würden Sie sich gerne erfüllen?
Andreas Pielmeier: Da gibt's einige, die meisten sind aber aufgrund der Finanzen nicht realisierbar. Ein großer Traum ist für mich ein Audi R8. Das ist etwas, was ich mir nie leisten werden kann. Aber wenn ich im Lotto gewinnen würde, wäre der Besuch im Autohaus meine erste Handlung.
ONETZ: Wenn Sie sich ein Talent aussuchen könnten, welches wäre das?
Andreas Pielmeier: Das wäre mehr eine Eigenschaft als ein Talent: Ich wäre gerne geduldiger. Ich bin ein sehr ungeduldiger Mensch. Wenn ich etwas haben möchte, möchte ich es gleich haben und nicht erst später. Im Supermarkt erwische immer die Kasse, an der es am längsten dauert.
ONETZ: Was war Ihr schlimmster Schulstreich?
Andreas Pielmeier: In der 6. Klasse haben wir Sekundenkleber auf den Lehrerstuhl gemacht. Die Lehrerin merkte das beim Hinsetzen nicht – und ist beim Aufstehen dann klebengeblieben und samt des Stuhles nach hinten umgekippt. Ich wurde dann verpetzt und bekam einen verschärften Verweis.
ONETZ: Welchen Satz hassen Sie am meisten?
Andreas Pielmeier: "Da geht's ums Prinzip!" Den Satz mag ich überhaupt nicht, weil er ja eigentlich keine Aussage hat. Leider höre ich ihn öfter Mal von meiner Frau. (lacht)
ONETZ: Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung?
Andreas Pielmeier: Ich bin begeisterter Schafkopf-Spieler. Wir haben eine feste Runde, einmal die Woche. Im Sommer im Biergarten, im Winter dann privat im Keller. Ich habe erst vor vier Jahren damit angefangen und zu Beginn auch viel Lehrgeld zahlen müssen. Mittlerweile habe ich das Lehrgeld aber einigermaßen wieder zurückgewonnen.
ONETZ: Würden Sie mit einer Zeitmaschine lieber in die Vergangenheit oder in die Zukunft reisen?
Andreas Pielmeier: Eher in die Vergangenheit. Zurück in Schulzeiten, so 6. oder 7. Klasse. Da hat man weniger Pflichten, geht in die Schule von 8 Uhr in der Früh bis Mittags und kann sich danach mit den Freuden treffen, dazu die vielen Ferien. Das war schon eine schöne Zeit.
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