Amberg
08.09.2022 - 12:39 Uhr
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Kein Wort zum Sport: Christof Heiduk (Handball)

In unserer Rubrik verrät der neue Trainer des Handball-Bezirksoberligisten HG Amberg, warum er sich gerne mal mit Stefan Kretzschmar unterhalten würde und wie er in der Schule mit grünem Schaum vor dem Mund um eine Deutsch-Ex herumkam.

Christof Heiduk (Zweiter von links) kehrte zu seinem Heimatverein HG Amberg zurück und trainiert in der neuen Saison die Herren in der Bezirksoberliga. Archivbild: mhs
Christof Heiduk (Zweiter von links) kehrte zu seinem Heimatverein HG Amberg zurück und trainiert in der neuen Saison die Herren in der Bezirksoberliga.

Als die Anfrage der HG Amberg kam, war die Antwort schnell klar: „Ich musste da nicht groß überlegen. Es ist eine reizvolle Aufgabe, auf die ich mich sehr freue“, sagt Christof Heiduk über seine Rückkehr zu seinem Heimatverein. Dort trainiert er in der Ende September beginnenden neuen Saison die Bezirksoberliga-Herren.

Den Spaß am Handball entdeckte der heute 32-Jährige mit neun Jahren: Von der D-Jugend an spielte er bei der HG Amberg und schaffte es in der C-Jugend auch in die Oberpfalzauswahl. Mit 18 Jahren kam dann in einem A-Jugendspiel die erste große „Karriere-Delle“, als er sich in einem Spiel das Kreuzband riss. Zwei Jahre später folgte der zweite, wieder zwei Jahre später der dritte Kreuzbandriss. Damit war die aktive Laufbahn beendet, wenngleich Heiduk immer wieder mal ein Spielchen bei den Herren II oder einer Hobbytruppe machte.

Schon früh war Heiduk als Betreuer und Co-Trainer in Jugendmannschaften tätig. Eine Aufgabe, der er sich jetzt stärker widmete. Als Coach der JSG Amberg-Sulzbach wurde er mit der A-Jugend Meister, später war er Co-Trainer der HG-Damen, ehe er zwei Jahre lang die Herren des TV Wackersdorf und eineinhalb Jahre die Herren der HSG Nabburg/Schwarzenfeld trainierte. Jetzt ist Christof Heiduk, der als Werkzeugmechaniker arbeitet, wieder zurück bei seiner HG Amberg.

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Christof Heiduk: In der Dominikanischen Republik. Dort habe ich 2019 zusammen mit zwei Freunden fünf Wochen Urlaub gemacht. Nicht im All-Inklusive-Bunker, sondern auf der Straße. Das war ein Abenteuer. Das Lebensgefühl, die Gelassenheit dort entsprechen schon auch meiner Mentalität.

ONETZ: Über was können Sie so richtig lachen?

Christof Heiduk: Ich bin extrem schadenfroh. (lacht) Am lustigsten finde ich Videos, in denen kleine Kinder etwas essen, was ihnen gar nicht schmeckt. Zum Beispiel Zitrone oder Brokkoli. Den verabscheue ich auch. Von mir gibt's zwar kein Video, aber ich würde bei Brokkoli das Gesicht wohl genauso verziehen.

ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?

Christof Heiduk: Stefan Kretzschmar! Ich habe ihn zu seiner Magdeburger Zeit im Fernsehen gesehen und habe versucht ihm nachzueifern. Auch was die Frisur betrifft. (lacht)

ONETZ: Welches war Ihr erstes Auto?

Christof Heiduk: Das war ein 17 Jahre alter, grüner Ford Fiesta. Ohne Servolenkung, mit 60 PS. Den habe ich mir mit meiner Mama geteilt. Auffällig war, dass die Fahrertür anders grün lackiert war als der Rest. (lacht) Das Auto hat dann irgendwann den Geist aufgegeben, ich glaube, es war die Kupplung. Was wohl auch an meinen Anfänger-Fahrkünsten lag.

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Christof Heiduk: Das ist wieder der Stefan Kretzschmar. Ich würde gerne mit ihm über seine Profilaufbahn reden und über seinen Umstieg auf Sportdirektor und Trainer. Ich finde, er ist ein interessanter Mensch, und ich denke nicht, dass uns da der Gesprächsstoff ausgehen würde. Und ich glaube aber auch, dass da Kaffee das falsche Getränk wäre. (lacht)

ONETZ: Welchen Traum würden Sie sich gerne erfüllen?

Christof Heiduk: Ich bin ja Sänger in der Band "Voice mas ...?" Und es wäre schon ein Traum, als kleine Stadtband in Anführungszeichen auf einer großen Bühne vor mehreren tausend Zuschauern zu stehen. Auch wenn uns da wahrscheinlich das Herz in die Hose rutschen würde.

ONETZ: Wenn Sie sich ein Talent aussuchen könnten, welches wäre das?

Christof Heiduk: Ich wäre sehr gerne sprachbegabt. Es gibt nichts Schlimmeres als Sprachbarrieren. Wie zum Beispiel im Urlaub in der Dom Rep, oder beim Handball bei Spielern und Trainern aus anderen Ländern. Ich würde schon gerne mehr können als die Standardfloskeln in Englisch und Französisch. Ganz oben auf der Liste steht definitiv Spanisch.

ONETZ: Was war Ihr schlimmster/bester Schulstreich?

Christof Heiduk: Zu den Lieblingsschülern einiger Lehrer gehörte ich sicherlich nicht. (lacht) Was mir in Erinnerung geblieben ist: Ich habe mir in der 7. Klasse mal ein Päckchen Ahoj-Brause in den Mund geschüttet und habe es nicht geschluckt. Mit grünem Schaum vorm Mund habe ich dann eine Übelkeit vorgetäuscht, um eine Deutsch-Ex nicht mitschreiben zu müssen.

ONETZ: Welchen Satz hassen Sie am meisten?

Christof Heiduk: Den verwenden mein Bruder und meine Freundin recht häufig: "Mir egal, entscheide doch du." Ich entscheide ungern für andere, noch dazu wenn ich zuvor darum bitte, eine Entscheidung zu treffen. Der Satz bringt mich richtig auf die Palme.

ONETZ: Was haben Sie sich von Ihrem ersten Gehalt/Ihrer ersten Siegprämie gekauft?

Christof Heiduk: Geld beim Handball gab es nicht. Das erste Gehalt wurde in ein etwas hochwertigeres Mikrofon investiert.

ONETZ: Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Christof Heiduk: Da zählt definitiv das Singen dazu. Und wegen meiner Schadenfreude nerve und ärgere ich auch gerne Freunde und Arbeitskollegen. (lacht) Das ist jetzt schwer zu erklären, aber ich äffe zum Beispiel gerne andere Leute nach und versuche, ihren Tonfall beim Reden zu übernehmen.

ONETZ: Würden Sie mit einer Zeitmaschine lieber in die Vergangenheit oder in die Zukunft reisen?

Christof Heiduk: Das, was kommt, kann ich vielleicht noch etwas selber beeinflussen. Deshalb würde ich in die Vergangenheit reisen. Ich bin super glücklich und super zufrieden. Trotzdem würde ich versuchen, in ein, zwei Situationen anders zu reagieren. Zum Beispiel in der Situation, als ich mir mit 18 Jahren bei einem Handballspiel meinen ersten Kreuzbandriss zuzog. Da hadere ich heute noch damit, dass mir bei einem Kontakt in der Luft der anschließende Wurf wichtiger war, als mich auf die Landung zu konzentrieren.

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Sulzbach-Rosenberg18.08.2022

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