14.01.2022 - 13:25 Uhr
AmbergSport

Bezirksliga Nord: Das hat sich im Winter bei den Vereinen getan

Noch ist der Amateurfußball im Winterschlaf, in der Bezirksliga Nord ist der Wecker aber bereits gestellt. In rund zwei Wochen wollen die ersten Vereine in die Vorbereitung auf die Restrunde einsteigen. Mitte März ist Punktspielauftakt.

Die SpVgg Pfreimd (im gelben Trikot Max Mischinger) und die SV Grafenwöhr (Maurice Albers, rechts, und Christopher Fleischmann) gelten als die größten Favoriten im Kampf um den Meistertitel in der Bezirksliga Nord.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

1. SV Grafenwöhr (20 Spiele/45 Punkte)

Der Spitzenreiter hat's eilig: Bereits Ende Januar wird die SV Grafenwöhr das Training aufnehmen, um sich für den Endspurt im Kampf um die Meisterschaft zu wappnen. "Sollten wir zu Saisonende auf Platz eins liegen, werden wir den Landesligaaufstieg wohl wahrnehmen", sagt Spartenleiter Johann Danninger. Allerdings sollen die Spieler das letzte Wort haben: "Die müssen das wollen." Personell hat sich in der Winterpause nichts verändert. Die Mannen von Trainer Martin Kratzer bestreiten ihr erstes Testspiel am 29. Januar beim Landesligisten ASV Burglengenfeld.

2. SpVgg Pfreimd (19/42)

Sie können es auch in der Winterpause nicht lassen: Das Hallentraining der SpVgg ist freiwillig, "aber es ist gut besucht", erklärt Spielertrainer Bastian Lobinger, der nun auch B-Lizenzinhaber ist. Mit dem Training draußen geht es am 8. Februar los. Lobinger ist sich aber nicht ganz sicher: "Hoffentlich kommt Omikron nicht dazwischen." Sollte alles glattgehen, dann sind bis zum Punktspielauftakt am 20. März in SV Kulmain acht Testspiele geplant, unter anderem gegen den Landesligisten TSV Bad Abbach. Zu seinem Heimatverein kehrt in der Winterpause Elias Dobler von der A-Jugend der SpVgg SV Weiden zurück. "Wir wollen natürlich bis zum Ende um den ersten und zweiten Platz mitspielen", erläutert Lobinger das Saisonziel, er ergänzt aber auch: "Wir müssen nicht gewinnen, wir wollen gewinnen."

3. 1. FC Schlicht (20/36)

"Wir sind voll im Zielkorridor, wir wollten im vorderen Drittel sein, und das haben wir bisher erreicht", sagt Sportlicher Leiter Stephan Braun. Platz drei ist für einen Aufsteiger nicht die schlechteste Position, dennoch will der 1. FC Schlicht personell nachlegen. "Ergänzen", wie Braun erklärt. Zwei Spieler sollen kommen, einer davon aus einer höheren Liga, der zweite kehrt aus den USA zurück und hatte zuvor bei einem Kreisligisten gespielt. Um wen es sich dabei handelt, wollte Braun zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekanntgeben. Am 7. Februar ist der offizielle Auftakt im Freien, dann wird Trainer Christoph Hegenbart seine Mannschaft auf die restliche Runde einstellen.

4. SV Etzenricht (19/35)

In Etzenricht sind die Spieler bereits seit einiger Zeit kräftig am Laufen, damit "wir nicht bei Null anfangen", sagt Spielertrainer Andreas Wendl. Offiziell los geht's mit dem Training am 7. Februar. Dann wird der SVE auch einen Rückkehrer in seinen Reihen begrüßen können. Innenverteidiger Bastian Strehl bricht seine Zelte beim Landesligisten SV Mitterteich ab und wird künftig wieder das blau-schwarze Trikot tragen. Wendl will die Spannung in der Mannschaft hochhalten, denn Platz zwei hat er trotz eines Sieben-Punkte-Rückstands noch nicht ganz aus den Augen verloren. "Wir wollen versuchen, oben dranzubleiben."

5. SV Hahnbach (19/34)

Mehr Punkte als in der Vorrunde wünscht sich Trainer Thorsten Baierlein, da waren es 26. "Das ist unser Ziel", erklärt Baierlein. Er bittet seine Spieler am 1. Februar ins Freie zum ersten Training. Als einziger Abgang in der Winterpause steht Innenverteidiger Jonas Dotzler fest, der zum Kreisligisten TuS Rosenberg wechselt. Zugänge sind nicht geplant.

6. SC Luhe-Wildenau (20/33)

Nach ganz vorne ist der Zug für den Sportclub abgefahren – was gibt man da als Trainer für Ziele aus? "Wir wollen bis Saisonende kein Spiel mehr verlieren. Das ist mein Auftrag an die Jungs", sagt Roland Rittner. Bereits vor Weihnachten haben Rittner und Co-Trainer Benjamin Urban Trainingspläne an die Spieler ausgegeben, um sich bis zum Vorbereitungsstart am 12. Februar körperlich in Form zu bringen. "Intervalltraining, Schwerkraft, darauf liegen die Schwerpunkte", meint Rittner. "Und was ich so mitbekomme, wird das auch fleißig umgesetzt."

7. FC Wernberg (19/32)

Prächtig in Form und besonders in Torlaune präsentierte sich der FC Wernberg kurz vor der Winterpause: 19:4 Tore und zwölf Punkte lautete die beeindruckende Ausbeute aus den letzten vier Partien vor der Unterbrechung. Daher sahen die Verantwortlichen auch keinen Grund, im Winter an irgendwelchen Stellschrauben zu drehen. "Bei uns bleibt bis zum Saisonende alles beim Alten", verkündete Spielleiter Markus Weber. Das heißt: Interimstrainer Christian Spindler arbeitet mit demselben Personal weiter, ehe dann im Sommer Christian Zechmann das Ruder übernehmen wird. "Wenn wir zwischen Platz fünf und Platz acht landen, haben wir eine zufriedenstellende Saison absolviert." Am 12. Februar startet das Training wieder, Höhepunkt der Vorbereitung ist ein Testspiel gegen den Landesligisten Wacker Neutraubling.

8. SpVgg SV Weiden II (20/32)

Die Jungspunde vom Wasserwerk haben nach Startschwierigkeiten eine prima Vorrunde gespielt. Unter normalen Umständen sollte der Klassenerhalt problemlos in trockene Tücher gebracht werden können. "Wir haben uns eine super Position geschaffen", freut sich Spielertrainer Michael Riester. Was die Stimmung etwas eintrübt, ist der Verlust von zwei Stammkräften. Sowohl Tim Roith als auch Daniel Saber haben sich für ein Jahr ins Ausland verabschiedet, die sowieso dünne Spielerdecke wird damit noch einmal kleiner. Trainingsauftakt ist am 7. Februar.

9. SV Raigering (20/28)

Trainer Sebastian Binner startet mit seiner Truppe am Samstag, 15. Januar, ins neue Jahr. Auf dem Kunstrasen im Pandurenpark findet das erste Training 2022 statt – wohl dem, der einen hat. Binner möchte mit seiner jungen Mannschaft so schnell wie möglich die Klasse erhalten. 40 Punkte sind das Ziel, das sollte laut Binner reichen. Verstärkung gibt's beim SV Raigering keine, die Mannschaft hat auch keine Abgänge zu verzeichnen.

10. TSV Detag Wernberg (20/25)

In den Spielen vor der Winterpause stimmte die Leistung beim TSV Detag Wernberg, dennoch warnt Abteilungsleiter Christian Luff vor der Rest-Rückrunde: "Wir sind noch nicht auf der sicheren Seite. Wir wollen den Klassenerhalt so früh wie möglich perfekt machen." Am 1. Februar legen die Unterköblitzer mit dem Training los, dann mit dem neuen Trainer Sepp Holler, der auf den nach Gebenbach abgewanderten Markus Kipry folgt. Ob Holler selbst, früher ein gefürchteter Stürmer, selbst noch einmal eingreift, steht noch nicht fest. Nicht mehr auflaufen für den TSV Detag wird dagegen Abwehrspieler Michael Weig, der zu seinem Stammverein FSV Waldthurn zurückkehrt.

11. SpVgg Schirmitz (20/25)

Mit der Vertragsverlängerung von Trainer Josef Dütsch verkündete die SpVgg Schirmitz bereits eine Woche vor Weihnachten eine frohe Botschaft. Spätestens Ende Mai soll die nächste erfreuliche Nachricht in Form des Ligaverbleibs folgen. "Wir wissen, dass der Klassenerhalt kein Selbstläufer ist", sagt Dütsch. "Aber für uns in Schirmitz ist das nichts Neues. Wir leben ständig mit dem Gedanken, dass ein Abstieg möglich ist." Mit dem in Irchenrieth wohnenden Florian Bertelshofer ist ein junger Torwart vom SV Raigering zur SpVgg gestoßen, dagegen wechselte Mittelfeldakteur Marcel Kargus zur SpVgg Pirk. Trainingsauftakt ist Anfang Februar, das erste Testspiel steigt am 6. Februar gegen den FC Dießfurt.

12. SV Schwarzhofen (19/23)

Hin- und hergerissen ist SV-Trainer Mike Hartlich: "Auf der einen Seite sollen wir in der aktuellen Phase Kontakte reduzieren oder ganz vermeiden, andererseits sollten wir Anfang Februar wieder mit dem Training beginnen." Es sei "zwar schön, weiter Fußball spielen zu dürfen", doch ob das angesichts der gesamten Debatten "rund um Corona und Impfen" richtig ist, sei dahingestellt. Hartlich vermisst hier eine klare Haltung seitens des Bayerischen Fußball-Verbandes: "Die verstecken sich immer nur hinter der Politik, anstatt selbst einmal Rückgrat zu beweisen." Für das vorrangige Ziel "schnellstmöglicher Klassenerhalt" freut sich Hartlich über einen neuen Spieler: Moritz Popelka stieß vom Kreisklassisten TSV Dieterskirchen zur Elf vom Kaplanacker.

13. SV Kulmain (20/20)

Bevor Trainer Elvir Zekic zum ersten offiziellen Training am 7. Februar bittet, sind die SV-Spieler bereits gefordert. "Wir haben Laufgruppen gebildet. Und Krafttraining steht auch auf dem Programm", erklärt Florian Greger, der designierte Nachfolger des langjährigen Spartenleiters Thomas Schmidt. Bitter ist, dass Stefan Serfling nach einem Kreuzbandriss für den Rest der Saison ausfällt. Mit Christoph Dumler dürfte zumindest aber ein Leistungsträger nach längerer Verletzungspause wieder zu Verfügung stehen. Der SVK stellt sich auf eine "enge Kiste" im Kampf um den Ligaverbleib ein. "Es hat in den vergangenen Jahren mit dem Klassenerhalt geklappt. Wir schauen, dass es auch diesmal funktioniert", ist Greger optimistisch.

14. SpVgg Vohenstrauß (19/19)

Nachdem Michael Rösch Anfang Dezember das Traineramt niedergelegt hat, kommt nun seinem Nachfolger die Aufgabe zu, den Aufsteiger zum Klassenerhalt zu führen. "Es wird nicht leicht. Aber ich bin fest überzeugt, dass wir das schaffen", sagt Martin Schuster. Der Ex-Bayernligaspieler, der zuletzt den Landesligisten SV Mitterteich coachte, will sein neues Team so schnell wie möglich kennenlernen. "Trainingsauftakt ist offiziell am 7. Februar. Aber wir trainieren bereits im Januar zweimal die Woche, um das beste rauszuholen", sagt Schuster. Mit Daniel Bäumler ist ein Stürmer zum TSV Eslarn zurückgekehrt. In der Abwehr meldet Vohenstrauß dagegen einen Neuzugang. Mit Michael Hlavsa schloss sich ein tschechischer Defensivspieler der SpVgg an. Hlavsa spielte zuletzt bei Viktoria Hof in der Kreisliga.

15. FC OVI-Teunz (20/11)

Bei neun Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz macht sich Trainer Mathias Biebl keine großen Hoffnungen mehr auf den Klassenerhalt: "Das wird natürlich sehr, sehr, sehr schwierig, aber wir wollen das Beste aus der Situation machen." Sein Team wolle aber weiter dranbleiben "und attraktiven Fußball spielen". In der Vorrunde habe manchmal auch das Quäntchen Glück gefehlt, sagt der junge Coach. Das wolle man jetzt auch ein bisschen erzwingen. Am 2. Februar geht es beim Aufsteiger mit dem Training wieder los. Dann ist auch Lukas Baumer wieder regelmäßig dabei. Der etatmäßige Innenverteidiger fehlte in der Vorrunde meist wegen Prüfungen. Jetzt soll er die Defensive mitstabilisieren.

16. DJK Ensdorf (20/3)

Das Schlusslicht hat die Hoffnung auf den Klassenerhalt noch nicht ganz aufgegeben, Trainer Gebhard Hauer will sich in jedem noch anstehenden Spiel "so gut wie möglich" verkaufen. Spaß am Fußball haben, das sei das Ziel. Er hatte die Hoffnung, dass "unser größtes Talent, das wir bisher hatten, wieder zu uns zurückkehrt". Doch Sebastian Hummel, bisher in Diensten des Landesligisten SC Ettmannsdorf, hat sich für den SV Freudenberg entschieden. Damit bleibt es beim bisherigen Kader, denn die DJK Ensdorf verzeichnet weder Zu- noch Abgänge. Hauer will am 4. Februar mit der Mannschaft wieder mit dem Training im Freien beginnen.

Deshalb dürfen ins Weidener und Amberger Eisstadion weiterhin Zuschauer

Weiden in der Oberpfalz
Die Aufsteiger vom 1. FC Schlicht (links Johannes Op De Laak) liegen als Tabellendritter bislang sehr gut im Rennen. Die viertplatzierten Hahnbacher um Kapitän Michael Rösch schielen mit einem Auge noch auf die vorderen Ränge.

 

 

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