Bezirksliga Nord: SC Luhe-Wildenau will mit Sieg Zeltkirwa feiern

Amberg
23.09.2022 - 16:02 Uhr

In der Bezirksliga Nord steht der 11. Spieltag auf dem Programm. Der SC Luhe-Wildenau könnte mit einem Heimsieg im Derby gegen den FC Wernberg die Tabellenführung festigen. Der 1. FC Schlicht will in der Verfolgerrolle bleiben.

Nico Argauer (rechts beim Torschuss) möchte die Führung in der Bezirksliga-Torjägerliste zurück haben. Mit seinen fünf Treffern am Mittwoch beim 6:0 im Nachholspiel gegen den FC Untertraubenbach ist der Ränkamer Johannes Kordick an Argauer vorbeigezogen. Argauer war bislang zehnmal erfolgreich, Kordick steht bei 11 Toren. Vielleicht gelingt dem SC-Stürmer gegen den FC Wernberg ein Doppelpack?

SC Luhe-Wildenau – FC Wernberg Sa. 16 Uhr

Erst siegen, dann bei der Zeltkirwa feiern: So stellt sich idealerweise der SC Luhe-Wildenau den Samstag vor. Dabei wird gegen den FC Wernberg Derbystimmung herrschen. Die Ortschaften Oberwildenau und Wernberg trennen nur zehn Kilometer. Auch wenn der Sportclub unbedingt die Tabellenführung verteidigen will und die Gäste in den letzten fünf Spielen nur einmal gewannen, ist gegen den Tabellenzwölften Vorsicht angesagt. „Wir werden 90 Minuten alles geben, um danach gemeinsam das Kirwa-Wochenende zu genießen“, so die Vorgabe des Trainergespanns Urban/Moucha. Nach dem Spiel freut man sich darauf, gemeinsam mit den Wernbergern Spielern und Zuschauern auf der ersten Zeltkirwa zu feiern. Die Partyband Highline ist zu Gast und ein großes Zelt steht auch schon bereit.

Im dritten Auswärtsspiel innerhalb von elf Tagen geht es für den FC am Samstag kurioserweise zum klaren Tabellenführer (zwei Punkte Vorsprung und ein Spiel weniger als der Zweite), nachdem man acht Tage zuvor beim Tabellenletzten antrat. Das Team von Benjamin Urban hat nicht nur die beste Torausbeute, sondern musste auch die wenigsten Treffer in der Bezirksliga Nord einstecken. Für FC-Trainer Christian Zechmann eine klare Rollenverteilung, dass er mit seiner Truppe als krasser Außenseiter antritt. Von diesen Tatsachen aus hat aber Wernberg nichts zu verlieren, sollte mutig sein und viel weniger Fehler leisten, den Favoriten mit Nadelstichen verunsichern und mit ein wenige Glück trotzdem nicht punkt los nach Hause fahren. Beim Kader gibt es derzeit kaum Veränderungen, so dass die Mannschaft wie zuletzt auflaufen kann.

FC Weiden-Ost – SV Schwarzhofen Sa. 16 Uhr

Am Samstag gibt das Urgestein der Bezirksliga, der SV Schwarzhofen, seine Visitenkarte im Weidener Osten ab. Dabei darf man gespannt sein, ob die zuletzt schwächelnden Gäste nach dem Trainerwechsel Fahrt aufnehmen. Nach dem Auswärtserfolg in Grafenwöhr hat sich die Stimmung beim FC Ost zwar gebessert, angesichts der Tabellensituation war der Dreier allerdings nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Nachlegen lautet somit die Devise. Dass das erneut kein einfaches Unterfangen wird, wissen die Kicker um Spielertrainer Florian Schrepel. Abwehrchef Alexander Sax ist nach seinem Fehlen gegen Grafenwöhr wieder mit von der Partie.

SV Raigering – FC Ränkam Sa. 16 Uhr

Nach zuvor drei ansprechenden Partien mit fünf Punkten verlief das Spiel in Wernberg völlig entgegen der Erwartungen des SVR-Trainers Tom Ficarra. Anstatt sich etwas Luft zu verschaffen, findet man sich nach der Pleite noch tiefer im Tabellenkeller. Es scheint, als hätten einige Akteure den Ernst der Lage noch nicht begriffen. Manche Spieler legen ihre Priorität auf andere Termine oder lassen teilweise hundertprozentige Leidenschaft vermissen. Für die Partie gegen Ränkam stehen dem Panduren-Coach wieder nicht alle Spieler zur Verfügung, so dass er erneut zu Rotationen gezwungen wird.

Der FC ist für die Hausherren ein eher unbeschriebenes Blatt, zuletzt kreuzten sich die Wege in einem Pflichtspiel vor über zwölf Jahren. Den neuen Top-Torjäger der Liga, Johannes Kordick, beim 6:0-Sieg gegen Untertraubenbach unter der Woche fünf Mal erfolgreich, gilt es in den Griff zu bekommen. Gelingt dies nicht, wird es im Fanlager der Panduren vermutlich wieder keinen Grund zur Freude geben.

SpVgg SV Weiden II – FC Untertraubenbach So. 15 Uhr

Die SpVgg SV Weiden U23 geht als klarer Favorit in das Heimspiel gegen den FC Untertraubenbach. Bei den Gästen aus dem zur Stadt Cham gehörenden Ortsteil ist der Aufstiegseuphorie mittlerweile Ernüchterung gefolgt, denn der Bezirksliganeuling hat seit dem Auftaktsieg im Heimspiel über den FC Weiden-Ost nur noch drei Heimunentschieden geholt, auswärts ist der Bezirksliganeuling noch ohne Punktgewinn und das bei 1:16 Toren. Beim gastgebenden Tabellendritten aus Weiden ist man mit dem bisherigen Abschneiden mehr als zufrieden. Dass man zuletzt beim SV Hahnbach unglücklich 1:2 verloren hat, soll jetzt im Heimspiel gegen Untertraubenbach wieder korrigiert werden. Nachdem sich bei den Weidenern aktuell kaum nennenswerte Personalprobleme auftun, ist der dritte Heimsieg keineswegs unrealistisch.

SV Auerbach – SG Chambtal So. 15 Uhr

Wie viele andere Mannschaften in der Liga ist auch die SG Chambtal ein absolut unbekannter Gegner für die Auerbacher. Die Verantwortlichen der Gäste konnten die Mannschaft der Vorsaison größtenteils halten, haben aber auf der Trainerposition mit Fritz Wittmann eine neuen Mann installiert. Die Chambtaler mussten in den letzten beiden Partien jeweils knappe Niederlagen einstecken und sind somit in der Tabelle abgerutscht.

Besser lief es da bei den 08ern. Sie gewannen ihre beiden letzten Spiele und liegen auf Tabellenplatz vier. Die aktuell gute Platzierung sollte auch der Mannschaft die nötige Ruhe geben, um auch im anstehenden Heimspiel wieder an die guten Leistungen anknüpfen zu können. Die Hausherren müssen diesmal auf Tobias Erl und Paul Zura verzichten, zusätzlich ist der Einsatz weitere Akteure noch fraglich.

SV Hahnbach – SV Etzenricht So. 15 Uhr

Wieder ein Heimspiel, wieder gegen eine Spitzenmannschaft. Am Sonntag kommt es zum Aufeinandertreffen der punktgleichen Teams SV Hahnbach und SV Etzenricht. Die Gäste verfügen über einen sehr erfahrenen und ausgeglichenen Kader. Spielertrainer Andy Wendl organisiert die Abwehr, im Mittelfeld hält Stephan Herrmann die Zügel in der Hand und vorne sorgt das torgefährliche Trio Martin Pasieka, Fabian Kunz und Johannes Pötzl für die Treffer. Der SV Hahnbach kann in dieser Saison aber durchaus mit solchen Spitzenteams mithalten. Das hat die Mannschaft von Trainer Thorsten Baierlein am letzten Spieltag bewiesen, als man gegen die SpVgg SV Weiden II gewann. Genau so eine Leistung wird aber gegen den SV Etzenricht wieder vonnöten sein, um auch hier bestehen zu können. Verzichten muss der SVH auf Ludwig Semmler.

Hahnbach ist nicht nur im Umkreis nahe gelegen, sondern aktuell auch in der Tabelle. Der Verein ist dort mit einer identischen Zwischenbilanz wie der SV Etzenricht notiert. Beide Teams haben je fünf Siege, ein Remis und drei Niederlagen gebucht, sind auf Position 4 (SVE) und 5 (SVH) platziert. „Mit Hahnbach bekommen wir es mit einem spielstarken Gegner zu tun, der Jahr für Jahr zu Recht weit oben in der Tabelle auftaucht“, sagt SVE-Trainer Andreas Wendl. Angenehm im Gedächtnis abgespeichert ist bei den Hahnbachern das letzte Duell. Ende April gewann die Elf von Trainer Thorsten Baierlein das Gastspiel auf dem Siegfried-Merkel-Platz. Das 1:0 von Torjäger Tobias Hüttner bedeutete gleichzeitig den ersten vollen Hahnbacher Erfolg im direkten Vergleich.Eigentlich war das Spiel in Etzenricht vorgesehen, man hat auf Wunsch des Gegners einer Verlegung zugestimmt. Bei Etzenricht stehen hinter den Einsätzen von Fabian Kunz und Sebastian Ermer Fragezeichen, Christian Ermer ist nach seinem Urlaub womöglich wieder dabei.

SpVgg Vohenstrauß – SV Grafenwöhr So. 15.30

Der Spitzenreiter SC Luhe-Wildenau war zuletzt einfach eine Nummer zu groß. Trotz des deutlichen 2:5 bewertete Trainer Martin Schuster das Spiel nicht nur negativ: „Die Leistung war nicht so schlecht wie das Ergebnis vielleicht aussagt. Wir haben einfache Fehler gemacht, die vom Gegner konsequent ausgenutzt wurden.“ Am Sonntag steht erneut ein Heimspiel auf dem Plan, wenn der letztjährige Vizemeister aus Grafenwöhr im Sportzentrum gastiert. Auch wenn bei den Gästen noch Sand im Getriebe ist und die beiden Mannschaften fast gleichauf im Tabellenmittelfeld stehen, schätzt Schuster Grafenwöhr als spielstarken und stark besetzten Gegner ein. Dementsprechend wird auch diesmal wieder eine Spitzenleitung notwendig sein, um die Punkte zu Hause behalten zu können. Im Kader sollte es keinen größeren Veränderungen geben.

Die SV Grafenwöhr verlor zuletzt etwas an Boden, sammelte man doch in den vergangenen fünf Begegnungen nur vier Punkte. Trotzdem steht die Truppe von Chefanweiser Martin Kratzer derzeit im Tabellenmittelfeld und belegt mit 14 Punkten den siebten Tabellenplatz. Der Gastgeber aus Vohenstrauß könnte mit einem Sieg an Grafenwöhr vorbeiziehen. Da hat aber die SVG um Schwemmer, Dubois und Co. definitiv ein Wörtchen mitzureden, wird man doch mit der nötigen Portion Selbstvertrauen bei der SpVgg antreten. „Vohenstrauß ist zu Hause eine kämpferisch starke Mannschaft, die aggressiv gegen den Ball arbeitet“, warnt Kratzer jedoch seine Mannen.

1. FC Schlicht– TSV Detag Wernberg So. 15.30 Uhr

Am Sonntag empfängt der FCS mit Detag Wernberg eine alteingesessene und erfahrene Bezirksligamannschaft. Noch in unguter Erinnerung ist der Bezirksligaauftakt im Vorjahr, als man im Heimspiel gleich die ersten Punkte bei der 0:1-Niederlage Detag überlassen musste. Die Gäste um Timo Luff haben zwar die wenigstens Tore in der Liga erzielt, verfügen aber über eine sehr stabile Abwehr und sind so etwas wie Remis-Spezialist. Allerdings lassen die Siege über FC Wernberg und zuletzt das klare 3:0 über den SV Raigering aufhorchen. Schlicht sollte also gewarnt sein und trotz der zuletzt doch sehr erfolgreichen Spiele den Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen. Dass das ins Auge gehen kann, musste man im Heimspiel gegen Weiden-Ost ja bereits erfahren.

Der 3:0-Sieg gegen den direkten Konkurrenten SV Raigering war für den TSV Detag enorm wichtig, von einem Befreiungsschlag kann allerdings nicht die Rede sein. Noch immer ist das Punktekonto der „Lila-weißen“ mit zehn Zählern sehr mager, so dass da noch viel Luft nach oben ist. um aus der Gefahrenzone zu kommen. Schlicht kam in den letzten Wochen immer besser ins Rollen und steht nicht von ungefähr auf einer Spitzenposition. Die Parade-Abteilung der mit vielen ehemaligen höherklassig spielenden Routiniers und einigen sehr jungen Talenten bestückten Mannschaft ist zweifellos die Offensive, die es mit konzentrierter und konsequenter Defensivarbeit in Schach zu halten gilt. Deshalb hofft Detag-Coach Sepp Holler, der diesmal nicht aus dem Vollen schöpfen kann, dass seine Mannschaft als Einheit funktioniert und als Außenseiter etwas Zählbares mitnehmen kann.

 
 

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