05.05.2021 - 20:13 Uhr
AmbergSport

BFV-Entscheidung naht: Kommen die Play-off-Ligen?

Am Donnerstag tagt der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes außerordentlich. Dabei geht es um die zwei Varianten, wie die abgebrochene Corona-Saison letztlich gewertet werden soll. Quotientenregel oder aufgeblähte Ligen?

Dürfen am Ende dieser vermaledeiten XXL-Corona-Spielzeit vielleicht doch noch weitaus mehr Mannschaften über einen Aufstieg jubeln als aktuell angedacht? Die Entscheidung des Bayerischen Fußball-Verbandes steht unmittelbar bevor.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Die Entscheidung steht kurz bevor: Der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) kommt am Donnerstag zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen, in der die verschiedenen Wertungsmöglichkeiten beim Abbruch der XXL-Corona-Spielzeit besprochen werden sollen. Dies bestätigte BFV-Sprecher Fabian Frühwirth gegenüber Oberpfalz-Medien. Dass die Saison abgebrochen werden wird, daran besteht mittlerweile kein Zweifel mehr. Die vom BFV selbst gesetzte Deadline mit uneingeschränktem Trainingsbetrieb bis spätestens 3. Mai ist verstrichen.

Offen bleiben nun zwei Fragen: Kommt der pandemiebedingt eingeführte Paragraf 93 zum Tragen, wonach die Saison nach der Quotientenregel (Punkte durch Anzahl der absolvierten Spiele) gewertet wird? Mit einem Aufsteiger und der vor Saisonbeginn festgelegten Anzahl an Absteigern sowie ohne Relegation. Oder setzt sich doch Variante zwei durch? Nach Informationen von Oberpfalz-Medien plädieren nämlich immer mehr Vereine dafür, auch die Tabellenzweiten aufsteigen zu lassen und den Abstieg komplett auszusetzen. Da trifft es sich gut, dass der BFV beabsichtigt, vor der endgültigen Entscheidung noch ein Meinungsbild der Vereine einzuholen.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge gibt es beim BFV bereits Gedankenspiele, wie mit den dann aufgeblähten Ligen umgegangen werden soll – sofern die Vereine tatsächlich gegen die Wertung nach der Quotientenregelung votieren sollten. Die Frankenpost spekulierte über kleinere, geteilte, sogenannte Play-off-Ligen mit maximal zehn Mannschaften und verschärftem Abstieg. Sollte etwa die Bezirksliga Nord aus 20 Mannschaften bestehen, splittet der BFV diese in zwei regional aufgeteilte Zehner-Ligen. Vor dem Winter wird mit Hin- und Rückspielen geplant, im Frühjahr folgt eine Einfachrunde. In der spielen die jeweils ersten fünf Teams beider Herbst-Ligen (bis dahin erzielte Punkte werden vermutlich mitgenommen) den Meister und die Aufsteiger aus. Analog verhält es sich mit den letzten fünf Teams jeder Liga in einer Abstiegsrunde.

Peter Kemnitzer, Spielleiter des Fußballkreises Hof/Wunsiedel/Tirschenreuth, bestätigte gegenüber der Frankenpost derartige Überlegungen geteilter Ligen in der kommenden "Übergangssaison". Allerdings warnte er die Vereine, "genau zu überlegen, wie sie abstimmen". Nur Aufsteiger und keine Absteiger hätten "aufgeblähte Ligen und Wochenspieltage" zur Folge. Noch völlig offen ist bislang, wann und ob die neue Spielzeit überhaupt starten kann. Nur eines ist gewiss: Mit kleineren Ligen und weniger Spielen wäre die Planung flexibler. Nicht das schlechteste Argument in Pandemie-Zeiten.

So kommentierte Alfred Schwarzmeier das Szenario eines möglichen Saisonabbruchs

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