28.04.2021 - 17:13 Uhr
AmbergSport

Damit die Kinder "wieder ein bisschen Lust auf Fußball bekommen"

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Seit Mittwoch ist kontaktloser Sport im Freien für Kinder unter 14 Jahren erlaubt - in Kleingruppen. Nutzen die Fußballvereine der Region das Angebot oder ist eher Abwarten angesagt?

Training im Freien in kleinen Gruppen bis zu fünf Kinder unter 14 Jahren ist erlaubt.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

In der Theorie ist kontaktloses Fußballtraining für Kinder unter 14 Jahren wieder erlaubt - seit Mittwoch, aber nur in Kleingruppen. Die Trainer müssen einen negativen Coronatest vorweisen können, der nicht älter ist 24 Stunden. Wie setzen die Vereine das um und ab wann starten sie mit dem Training im Freien?

"Die Jungs stehen in den Startlöchern. Wenn wir die anrufen, dann stehen die sofort auf der Matte. Definitiv! Wir besprechen uns am Donnerstag in einer großen Trainerkonferenz, wann wir loslegen. Ab nächster Woche vermutlich. Eventuell ein Schnellschuss am Wochenende", erklärt Dominik Reichel, U13-Trainer des FC Weiden-Ost. Der Verein will jede Möglichkeit nutzen, die geboten wird. Seit November bemühen sich die Trainer, die Nachwuchsfußballer bei Laune zu halten, mit Trainingshausaufgaben und mehreren Konferenzen pro Woche - und das klappt erstaunlich gut, sagt Reichel. F-Junioren und Bambini zu betreuen sei schwieriger als E- und D-Junioren. "Es ist zwar schön, dass man wieder rausgehen darf, aber in manchen Altersklassen ist das mit den Kleingruppen nicht umzusetzen. Alleine als Trainer ist es schwierig, die Fünfer-Gruppen zu betreuen. Da sollte man mindestens zu zweit sein."

Beim FC Wernberg ist Zurückhaltung angesagt. Vorsitzender Gerhard Ibler sagt klipp und klar: "Das ist mir alles zu brenzlig. In den nächsten zwei Wochen werden wir sicher nicht trainieren. Bei uns in Wernberg ist es etwas problematisch mit dem Test. Es scheitert ein bisschen an der Umsetzung." Ibler möchte lieber auf ein weiteres Abrutschen der Inzidenzzahlen warten. "Im Landkreis Schwandorf sind wir jetzt bei 94, wenn es noch weiter fällt, dann werden wir loslegen. Die Tendenz ist ja weiter fallend, dann könnten wir in zwei Wochen anfangen", erklärt der FC-Vorsitzende. Momentan sei nur kontaktloser Sport erlaubt. Aber: "Die Kinder ohne Zweikampf spielen zu lassen, ist schwierig."

Die Nachwuchskicker der JFG Oberen Vils mit den Stammvereinen 1. FC Schlicht, SV Sorghof, FV Vilseck und DJK Seugast stehen ebenfalls parat, müssen sich aber noch bis Montag gedulden. "Dann starten wir mit dem Training. Mit unserer D1- und der D2-Jugend", erklärt Wolfgang Ringer, einer der Sportlichen Leiter der Jugendfördergemeinschaft. Dreimal in der Woche ist dann Training angesetzt, damit die Kinder "wieder ein bisschen Lust auf Fußball bekommen". Es sei erstmal wieder ein Kennenlernen auf dem Platz, die "Basics" wie Passspiel sollen eingeübt werden.

Der Nachweis der negativen Tests sei für die Trainer der JFG Obere Vils kein Problem: "Das machen wir für die Kinder, die Eltern drehen ja auch schon am Rad. Dann fahren wir halt nach Amberg und lassen uns testen."

"Dann fahren wir halt nach Amberg und lassen uns testen."

Wolfgang Ringer, einer der Sportlichen Leiter der JFG Obere Vils

Wolfgang Ringer, einer der Sportlichen Leiter der JFG Obere Vils

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