11.05.2021 - 15:04 Uhr
AmbergSport

Kein Wort zum Sport: Daniel Emmanuel (Mad Bulldogs Amberg)

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In unserer wöchentlichen Rubrik verrät der Coach der Mad Bulldogs Amberg, warum ein Bett zu einem perfekten Urlaub gehört, und welche Süßigkeiten er immer in großen Mengen vorrätig hat.

Der Besuch eines Spielplatzes mit den Kindern eignet sich schon mal zur einer Kraftübung: Daniel Emmanuel wäre sicherlich auch in der Disziplin „einarmiges Tau-Stemmen“ erfolgreich, bekannt wurde der 33-jährige Amberger aber als American-Football-Spieler. Mit den Schwäbisch Hall Unicorns gewann er dreimal den German Bowl, in der neuen Saison gehört er nun zum Trainerteam der Mad Bulldogs Amberg.
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Seine Mutter Barbara kommt von der Nordseeinsel Juist, sein Vater aus St. Lucia in der Karibik. Geboren wurde Daniel Emmanuel in Berlin-Steglitz, und doch ist der 33-Jährige „echter Oberpfälzer“. Mit drei Monaten kam er nach Schmidmühlen, er wuchs in Rieden auf, und lebt, seitdem er 17 ist, in Amberg. Bis er 15 Jahre alt war, spielte Daniel Emmanuel beim 1. FC Rieden Fußball, später war „das Fitnessstudio mein Vollzeithobby, fünfmal die Woche“.

Zum American Football kam er auf Empfehlung eines Kumpels: „Er meinte, ich habe einen Sport für dich, den musst du mal ausprobieren. Dann sind wir zu einem Probetraining bei den Red Devils Kümmersbruck.“ Es war der Beginn einer erfolgreichen Karriere: Als Middle Linebacker spielte Emmanuel, der bei der Firma Siemens in Amberg als Reperaturelektroniker arbeitet, jahrelang 1. und 2. Liga für Plattling, Ingolstadt und Schwäbisch Hall. Mit den Unicorns aus Schwäbisch Hall wurde er 2012, 2017 und 2018 German-Bowl-Sieger. In der neuen Saison gehört er nun zum Trainerteam des Bayernligisten Mad Bulldogs Amberg und wird zuständig sein für die Linebacker und Special Teams.

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Daniel Emmanuel: Die meisten würden jetzt bestimmt Malediven, Karibik oder ähnliches sagen. Aber ganz ehrlich: Es gibt so schöne Orte in Bayern und in Österreich, die ich gerne besuche. Im Rosenheimer Eck gibt es sicherlich keinen Gipfel, auf dem ich nicht schon war. Ich mag einfach die Berge.

ONETZ: Über was können Sie so richtig lachen?

Daniel Emmanuel: Generell lache ich sehr oft über meine Freundin Eva und vor allem über meine drei Kinder (10 Jahre, 7 Jahre und 5 Monate), da wir oft für jeden Spaß zu haben sind.

ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?

Daniel Emmanuel: Mein Traum als Kind und Jugendlicher war es, Football-Profi in den USA in der NFL zu werden. Ein Vorbild war Ray Lewis von Baltimore Ravens. Er galt als einer der härtesten Tackler. Später hat man mich auch mal als den „härtesten Tackler der Liga“ bezeichnet.

ONETZ: Was war Ihr erstes Auto?

Daniel Emmanuel: Ein Mercedes Benz 190E, Baujahr 1989. In blau-schwarz-metallic. Er hatte mehr als 200000 Kilometer, als ich ihn gekauft habe. Ich war damals 17 Jahre alt und habe dann ein Jahr lang an dem Auto geschraubt: Rücksitzbank ausgebaut, HiFi-Anlage eingebaut, tiefer gelegt, andere Auspuffanlage. Später kam auch ein neuer Motor rein, das Auto hat statt der ursprünglich 136 jetzt so um die 220 PS und es sind zwei Bausparer reingeflossen. Ich habe den "Baby Benz" übrigens immer noch. Er steht seit vielen Jahren in einer Halle, halb zerlegt. Aber das Herrichten steht kurz bevor. Das ist eines der nächsten Projekte.

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Daniel Emmanuel: Vin Diesel und Dwayne "The Rock" Johnson wären da ganz oben auf meiner Liste. Ich kenne jeden Film der beiden.

ONETZ: Bei welcher Nachspeise können Sie einfach nicht widerstehen?

Daniel Emmanuel: Gummibärchen fallen mir oft und gerne zum Opfer. Da mag ich eigentlich alles außer Lakritz. Es gab kein Football-Spiel, bei dem ich nicht mindestens zwei Tüten Gummibärchen für mich und meine Teamkollegen dabei hatte. Zuhause haben wir im Schrank einen eigenen Extra-Schub, in den nur Gummibärchentüten kommen.

ONETZ: Hotel oder Campingplatz? Berge oder Meer? Wie sieht der perfekte Urlaub für Sie aus?

Daniel Emmanuel: Es hat alles seine Vorteile… Ich bin gerne in der Natur, nur schlafe ich auch gern bequem. Also würde ich sagen: Hotel beziehungsweise Pension, Hauptsache ein Bett. Egal ob Berge oder Meer. Und Hauptsache sportlich unterwegs mit einem kleinen Anteil Wellness.

ONETZ: Gibt es etwas in Ihrem Leben, das Sie bereuen?

Daniel Emmanuel: Nein, gibt es nicht, ich bin ganz zufrieden. Ich sage immer, "jeder ist seines Glückes Schmied“.

ONETZ: Wenn Sie sich ein Talent aussuchen könnten, welches wäre das?

Daniel Emmanuel: Gedankenlesen. So dass ich meine Freundin noch besser verstehen kann. (lacht)

ONETZ: Welche Fernsehsendung ist für Sie Pflicht?

Daniel Emmanuel: Football-Übertragungen natürlich! Zudem schauen wir viele Dokumentationen: Von Natur über Autos bis Amerika und "der blaue Planet", von "Steel Buddies" bis "Die Goldschürfer".

ONETZ: Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Daniel Emmanuel: Ich treffe mich sehr gerne mit meinen Freunden zum Feiern oder zum Grillen, was aktuell wegen der Corona-Lage allerdings leider nicht geht. Ganz oben steht auch alles rund um das Thema Fahrrad. Da ich handwerklich sehr geschickt bin, verbringe ich gerne meine Zeit im Keller beim Basteln. Immer nach dem Motto: Wenn ich etwas selbst besser bauen kann, warum dann kaufen?

Letzte Woche bei "Kein Wort zum Sport": Jens Maschke, Nachwuchsleiter des 1. EV Weiden

Weiden in der Oberpfalz

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