19.09.2021 - 20:28 Uhr
AmbergSport

DJK Ensdorf sorgt für faustdicke Überraschung

Das Top-Trio der Fußball-Bezirksliga Nord gibt sich keine Blöße, wobei der 1. FC Schlicht mit zwei Mann weniger drei Punkte holt. Und das Schlusslicht DJK Ensdorf kann wieder jubeln.

Moritz Polster (Mitte) vom TSV Detag Wernberg prüft Torwart Christian Böl vom FC OVI-Teunz.
von Sebastian SchellProfil

TSV Detag Wernberg – FC Ovi-Teunz 0:0

Der TSV Detag Wernberg verpasste auch gegen Kellerkind FC OVI-Teunz den Befreiungsschlag und musste sich mit einem enttäuschenden 0:0-Unentschieden begnügen. Damit bleibt die Mannschaft von Trainer Markus Kipry selbst im Tabellenkeller stecken. Bis Mitte der ersten Hälfte war es ein hektisches und zerfahrenes Match, in dem sich keines der beiden Teams Möglichkeiten erspielen konnte. Danach übernahm Detag immer mehr das Kommando, offenbarte aber dann erneut die vielzitierte Abschlussschwäche. In den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit ließen die Köblitzer fahrlässig mehrere erstklassige Einschussmöglichkeiten liegen. Auch im zweiten Abschnitt hatte man den Eindruck, dass die "Lila-weißen" in der finalen Aktion im Spielaufbau oder vor dem gegnerischen Tor stets die falsche Entscheidung trafen. So schafften sie es nicht, gegen den defensiven Gast, der in der gesamten Partie nur einen Torschuss zu verzeichnen hatte, den siegbringenden Treffer zu erzielen.

SR: Matthias Wolf (SV Immenreuth) - Gelb-Rot: (87.) Dominik Häffner; (89.) Thimo Luff, beide Detag - Zuschauer: 150

SV Etzenricht – SpVgg SV Weiden II 3:3 (2:3)

Auf und ab ging es im Derby zwischen dem SV Etzenricht und der zweiten Mannschaft der SpVgg SV Weiden. Die Zuschauer sahen ein kurzweiliges und schnelles Spiel. Landesligaakteur Benjamin Werner war es, der nach acht Minuten den Torreigen eröffnete und zur Führung einschob. Die Spielanteile waren gleich verteilt und anstatt dem Ausgleich, den Stephan Herrmann mit einem Lattentreffer erzielten hätte können, stand es kurz danach 0:2, weil Deniz Bock am schnellsten schaltete. Die muntere Partie nahm jetzt allerdings erst richtig Fahrt auf. Stephan Herrmann verkürzte und nur wenig später sorgte Tobias Bernkopf wieder für den alten Abstand. Nach einem Foul an Christian Ermer, brachte Noah Scheler seinen SVE per Elfmeter noch vor der Pause auf 2:3 heran. Knapp 10 Minuten nach dem Seitenwechsel erzielte Johannes Pötzl den Ausgleich und sorgte dafür, dass sich die Begegnung etwas beruhigte. Beide Kontrahenten waren jetzt darauf aus, erstmal das eigene Gehäuse zu sichern. Vor allem Etzenricht war jetzt näher am Führungstreffer. Dennoch verdiente sich die SpVgg SV mit aufopferungsvollem Kampf den Punkt.

Tore: 0:1 (8.) Benjamin Werner, 0:2 (28.) Deniz Bock, 1:2 (37.) Stephan Herrmann, 1:3 (41.) Tobias Bernkopf, 2:3 (44., Foulelfmeter) Noah Scheler, 3:3 (54.) Johannes Pötzl – SR: Sebastian Mauer – Zuschauer: 230

SV Raigering - FC Wernberg 3:2 (1:1)

Die Partie hielt, was sie versprach. Fünf Treffer bekamen die Zuschauer im Pandurenpark zu sehen und die Raigeringer Anhänger durften sich am Ende über drei Punkte freuen. Durch diesen Sieg etabliert sich die Binner-Elf derzeit als drittstärkstes Heim-Team der Liga. Held des Spiels war Youngster Timo Rubenbauer, der in der 72. Minute einen Pass in die Gasse von Buegger gut verarbeitete, Tempo aufnahm und das Leder überlegt zum 3:2 ins Eck einschob. Wieder einmal musste der SVR nach frühem Gegentor von Wesnitzer einem Rückstand hinterherlaufen, den Buegger aber bereits nach kurzer Zeit mit einem sehenswerten Treffer egalisieren konnte. Nach dem Pausentee hatte die Heimelf mehr Spielanteile, woraus sich die 2:1 - Führung durch Seidel ergab. Die Panduren ließen in der Folgezeit weitere Chancen durch Ottmann und Seidel liegen, was die Wernberger mit dem Ausgleich durch Schwirtlich bestraften. Doch die Binner-Elf blieb weiter siegeshungrig und konnte durch Rubenbauer den entscheidenden Treffer erzielen.

Tore: 0:1 (13.) Johannes Wesnitzer, 1:1 (20.) Benedikt Buegger, 2:1 (52.) Nikolai Seidel, 2:2 (66.) Johannes Schwirtlich, 3:2 (73.) Timo Rubenbauer – SR: Sebastian Seidl – Zuschauer: 200 – Rot: (83.) Maximilian Kurzwart (Wernberg), Notbremse

DJK Ensdorf - SV Schwarzhofen 3:2 (0:2)

Riesenüberraschung in Ensdorf, denn die einheimische DJK holte mit einem nicht unverdienten 3:2-Sieg die ersten drei Punkte der Saison. Dabei sah es zunächst danach aus, als ob die Platzherren wie bisher als Verlierer den Platz verlassen müssten, denn Schwarzhofen führte durch Treffer von Andreas Schächerer (13.) und Christoph Gietl (38.) zur Halbzeit mit 2:0. Noch vor der Pause verzeichneten Julian Trager und Christian Kleber per Flugkopfball bereits Riesenmöglichkeiten für die Heimelf. Durchgang zwei plätscherte bis zum Anschlusstreffer von Willi Bär (64.) so dahin. Danach witterte die Truppe von DJK-Trainer Gebhard Hauer ihre Chance und kam durch Tore von Bastian Windisch nach Freistoß von Julian Trager (71.) und Stefan Trager nach schönem Kopfball von Christian Kleber (84.) zum umjubelten Sieg.

Tore: 0:1 (13.) Andreas Schächerer, 0:2 (38.) Christoph Gietl, 1:2 (64.) Willi Bär, 2:2 (71.) Bastian Windisch, 3:2 (84.) Stefan Trager - SR: Ulrich Bayerlein - Zuschauer: 130

SpVgg Vohenstrauß - 1. FC Schlicht 0:2 (0:2)

Die abgezockten Gäste aus Schlicht entführten letztlich ungefährdet die drei Punkte. Durch eine verschlafene Anfangsphase geriet die SpVgg schnell auf die Verliererstraße. Dabei hatte das Team von Coach Michael Rösch bereits nach fünf Minuten die Top-Chance zur Führung. Bergmann lief allein auf Gäste-TW Appel zu, seinen ungenauen Querpass setzte Neidhardt neben das Tor. Quasi im Gegenzug folgte die kalte Dusche: Schlicht setzte sich über die rechte Angriffsseite durch und Weinfurtner hatte keine Mühe zu vollenden. Nur zwei Minuten später erhöhten die Gäste sehenswert durch einen Schlenzer in den Torwinkel auf 2:0. Die Gäste standen sicher und tauchten immer wieder gefährlich vor TW Kummer auf. Erst kurz vor dem Pausenpfiff ergaben sich wieder Chancen für die Heimelf. Direkt nach dem Seitenwechsel war SpVgg-Akteur Ertl plötzlich frei durchgebrochen. Sebralla wusste sich nur mit einem Foul zu helfen und wurde mit der roten Karte vom Platz geschickt. Vohenstrauß konnte sich in Überzahl zwar ein optisches Übergewicht erspielen. Klare Torchancen waren aber Mangelware.

Tore: 0:1 (6.) Michael Weinfurtner, 0:2 (8.) Michael Muck – Zuschauer: 150 – SR: Joshua Koriath – Rot: (47.) Lukas Sebralla (Schlicht), Notbremse – Gelb-Rot: (82.) Stefan Meisel (Schlicht), wiederholtes Foulspiel

SV Hahnbach - SC Luhe-Wildenau 0:0

Luhe hatte die erste Chance, insgesamt gehörte aber dem Gastgeber die erste Halbzeit. Hahnbach bekam kurz nach Beginn das Spiel immer mehr in den Griff und hatte zahlreiche Möglichkeiten. Zweimal hatte Manuel Plach gute Einschussmöglichkeiten und nach sehr schöner Vorarbeit von Fabian Schötz traf Fabian Brewitzer in aussichtsreicher Position den Ball nicht richtig. Nach dem Seitenwechsel aber kam der Gast immer besser ins Spiel und hatte selbst einige gute Gelegenheiten. Hier hätte der SV Hahnbach durchaus auch in Rückstand geraten können, aber Glück und Torwart Jakob Wismeth verhinderten einen Treffer für den SC Luhe-Wildenau. Den Schlusspunkt setzte wiederum Manuel Plach mit einem präzisen Freistoß, der aber an die Latte krachte.

SR: Robert Kleffmann – Zuschauer: 280

SpVgg Pfreimd - SpVgg Schirmitz 2:0 (2:0)

Einen knappen, aber verdienten Heimsieg feierte die SpVgg Pfreimd gegen die SpVgg Schirmitz. Dabei begegneten sich die beiden Namensvettern zumeist auf Augenhöhe mit spielerischen Vorteilen für den Spitzenreiter der Bezirksliga Nord. Die entscheidende Phase war kurz vor der Halbzeit, wo Bastian Lobinger (38.) und Maximilian Herzog (40.) binnen 120 Sekunden das Endergebnis fixierten. Zu beiden Toren lieferte Felix Brendel die Vorarbeit. Schirmitz wehrte sich nach Kräften und hätte durchaus einen Treffer verdient gehabt, agierte aber in der Endzone der Pfreimder Hälfte zu umständlich. Nach der gelb-roten Karte für Bastian Dütsch (69.) war die Partie entschieden und Pfreimd verwaltete mit einem Mann mehr clever das Ergebnis und die Tabellenführung.

Tore: 1:0 (38.) Bastian Lobinger, 2:0 (40.) Maximilian Herzog - SR: Markus Holtmann - Zuschauer: 100 - Gelb-Rot: (69.) Bastian Dütsch (Schirmitz)

SV Grafenwöhr - SV Kulmain 2:1 (1:1)

Das Spiel startete ausgeglichen mit leichten Vorteilen für Grafenwöhr, das für den ersten Aufreger sorgte. Nach einem Einwurf kam das Spielgerät zu Patryk Bytomski der in blitzsauberer Stürmermanier zum 1:0 aus 16 Metern einschob. Im weiteren Verlauf setzte auch Kulmain vereinzelte Akzente und wurde in der 39. Minute mit dem Ausgleich belohnt. Stefan Serfling nutzte einen weiten Ball mit Hilfe des Pfostens zum 1:1. Nach der Halbzeit ging die Partie ähnlich weiter. Grafenwöhr drückte, aber Kulmain verteidigte erfolgreich. Möglichkeiten waren da, aber der entscheidende Treffer viel erst in der 82. Minute. Nach einer Flanke von Daniel Tarchilla stieg der Held des Spieltags Maurice Albers am höchsten und nickte zum verdienten 2:1 ein. In der Schlussphase warf der SVK nochmal alles nach vorne, ein weiterer Treffer blieb ihnen aber verwehrt. Grafenwöhrs Trainer Martin Kratzer war nach dem Spiel sichtlich erleichtert: "Ich gratuliere meiner Mannschaft zum Derbysieg. Es war die erwartet schwere Partie, welche aber letztendlich zu unseren Gunsten ausgegangen ist. Wir haben es heute wieder mehr als einmal spannend gemacht.“

Tore: 1:0 (23.) Patryk Bytomski, 1:1 (39.) Stefan Serfling, 2:1 (82.) Maurice Albers - SR: Moritz Fischer - Zuschauer: 150

Bezirkliga Nord: SpVgg Pfreimd verteidigt Spitze in letzter Minute

Weiden in der Oberpfalz

 

 

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