29.10.2020 - 15:58 Uhr
AmbergSport

Eishockey: Nach der Zwangspause für ERSC Amberg und Co. Spielbetrieb mit anderem Modus

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Eishockey ruht: Die bayerischen Ligen unterbrechen den Spielbetrieb für vier Wochen, es soll ab dem 5. Dezember weitergehen. Aber, so sagt Obmann Frank Butz im Interview, ganz sicher nicht im bisherigen Modus.

Eishockeyobmann Frank Butz hätte gerne gehabt, dass vor allem die Kinder weiter trainieren dürfen. "Aber das ist leider nicht zur Kenntnis genommen worden", sagt er.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Die Eishockeykommission des Bayerischen Eissport-Verband hat am Mittwochabend die Beschlüsse der Länderkonferenz analysiert und besprochen. Das Ergebnis: Die Saison 2020/21 wird ab Montag, 2. November, bis Ende November 2020 unterbrochen. Dies gilt für alle Altersklassen und Ligen. Ab dem Wochenende 5./6. Dezember soll der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden. "Die getroffenen Beschlüsse sind ein harter Schlag für unseren Sport", erklärt Eishockeyobmann Frank Butz.

ONETZ: Ab Montag ist Schluss, am Sonntag wird noch gespielt?

Frank Butz: Die Vereine dürfen bis einschließlich Sonntag spielen, aber wir haben ihnen frei gestellt, ob sie das tun. Wer - aus den unterschiedlichsten Gründen - nicht mehr spielen will, hat keine Konsequenzen zu befürchten. Das betrifft alle unsere Ligen, egal ob Herrenmannschaften oder Nachwuchsspiele.

ONETZ: Wie sehen Sie den Lockdown vor dem Hintergrund, dass der Eishockeyverband und die Vereine Hygienekonzepte erarbeitet haben?

Frank Butz: Da bin ich zwiegespalten. Die Vereine haben einen Super-Job gemacht mit ihren Hygienekonzepten. Ich habe viele Vereine besucht in dieser Zeit und gesehen, wie alles abläuft, wie die Gastmannschaften kommen. Auch die Regularien, die die Zuschauer betreffen. Ich habe den Vereinen schon vor drei Wochen mitgeteilt, dass das Infektionsrisiko beim Eishockey niedriger zu bewerten ist als beim täglichen Einkauf im Supermarkt.

ONETZ: Das hilft leider nichts, der Lockdown kommt ...

Frank Butz: Wir müssen uns dem fügen. Aber ich bin ein Stück weit traurig. Die Unterbrechung ist in Ordnung, wenn wir der Aufforderung unserer Politiker folgen und sagen, wir verzichten auf unnötige Reisen. Was ich mir aber gewünscht hätte, ist, dass der Trainingsbetrieb aufrecht erhalten bleibt.

ONETZ: Die Sportstätten werden ja alle geschlossen ...

Frank Butz: Ja, es ist alles Amateursport, der Nachwuchs und auch die Bayernliga. Auch wenn es die wenigsten glauben wollen. Rein formal ist sie eine Amateurliga. Ich hätte gesagt: Lasst die Mannschaften trainieren, lasst vor allem die Kinder trainieren. Sie brauchen ein Stück weit Normalität in ihrem Alltag. Aber das ist leider nicht zur Kenntnis genommen worden.

ONETZ: Ab dem Wochenende 5./6. Dezember soll der Spielbetrieb weiter gehen. Wie ist Ihre Einschätzung dazu?

Frank Butz: Ich kann nicht in die Glaskugel schauen.

ONETZ: Es sind vier Wochen Pause, und damit acht Spiele, die ausfallen. Bringt man die noch im regulären Spielplan unter?

Frank Butz: Nein. Wir müssen uns vom Spielmodus - so wie wir ihn kennen - verabschieden. Wir werden ab nächster Woche mit Hochdruck an Lösungsvorschlägen arbeiten und diese zusammen mit den Vereinen besprechen. Ich zwinge auch keinen Verein, weiter zu spielen.

ONETZ: Das heißt, es könnte ein Verein abmelden, ohne dass er Konsequenzen befürchten muss?

Frank Butz: Stand heute muss er keine befürchten. Ich weiß aber nicht, was morgen oder übermorgen ist.

ONETZ: Wie sieht der Spielbetrieb aus, wenn es weiter gehen sollte?

Frank Butz: Der Spielbetrieb wird in einer abgeänderten Form stattfinden. Wie, das kann ich jetzt noch nicht sagen. Wir wollen auf alle Fälle den Druck von den Vereinen nehmen. Eines ist schon spruchreif: Die Verzahnungsrunde mit der Oberliga können wir in die Tonne treten, die wird es nicht mehr geben. Weil wir ja selbst nicht wissen, ob die Oberliga startet. Ob sie eine Profiliga ist oder eine Amateurliga. Das ist gerade in der Klärung. Wenn es eine Amateurliga ist, dürfen die Oberligisten nicht am 6. November an den Start gehen. Dann müssen die auch warten.

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