20.12.2019 - 17:12 Uhr
AmbergSport

Elf Fragen an Melissa Lindner (DJK Gebenbach)

Die Mittelfeldspielerin verrät, nach welchem besonderen Spiel ihr dreijähriges Vegetarier-Dasein geendet hat, und welcher dumme Kommentar auf dem Fußballplatz sie besonders geärgert hat.

Melissa Lindner.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Melissa Lindner (26) ist diplomierte Bankbetriebswirtin und leitet in Amberg eine Zweigstelle der Sparkasse. Seit neun Jahren spielt sie Fußball bei der DJK Gebenbach - eigentlich auf der rechten Seite, war aber schon überall auf dem Platz.

ONETZ: 1. Warum sind Sie bei der Sportart Fußball gelandet und nicht bei Pilates?

Melissa Lindner: Das Beste kommt immer zum Schluss. Ich habe davor bereits Leichtathletik, Volleyball, Tennis und Schwimmen ausprobiert. Auf Frauenfußball bin ich dann erst mit 17 durch Zufall gestoßen, aber man sollte am besten schon in Jugendjahren mit fünf anfangen, wie meine Nichte Ronja.

ONETZ: 2. Welches Ritual pflegen Sie kurz vor einem Spiel?

Melissa Lindner: Ich klatsche mit jeder Spielerin ab und nehme zur Vorbeugung von Krämpfen Magnesium. Man wird ja immer älter.

ONETZ: 3. Ihre Rückennummer ist die 11. Warum?

Melissa Lindner: Für mich ist die 11 die Doppel-1. Das wissen alle meine Mädels. Als ich 2010 das Fußballspielen angefangen habe, hatte Nationalstürmer Miroslav Klose die 11 - und ich fand ihn ganz toll. Somit habe ich mir die Nummer geangelt.

ONETZ: 4. Was ist das Gesprächsthema im Auto bei einem Auswärtsspiel?

Melissa Lindner: Wir reden über die beste taktische Aufstellung und natürlich reden wir den Gegner klein. Was natürlich nicht fehlen darf, wir sind ja Mädels: Der neueste Gossip. Also Klatsch und Tratsch.

ONETZ: 5. An welches Spiel erinnern Sie sich heute noch gerne?

Melissa Lindner: An unser Aufstiegsrelegationsspiel in die Bezirksliga in Kemnath am Buchberg. An diesem Tag herrschte absoluter Ausnahmezustand. Es war so heiß und wir waren alle so aufgeregt. Es waren 150 Zuschauer dabei, wir gewannen 5:1. An diesem Tag endete mein dreijähriges Vegetarier-Dasein aufgrund der leckeren Bratwürste.

ONETZ: 6. Mit welchem Vergehen haben Sie die Mannschaftskasse bereichert?

Melissa Lindner: Mit meiner Schwäche: Dem Zuspätkommen. Diese Schwäche wird auch leider in Zukunft die Mannschaftskasse bereichern, denn pro Minute kostest das einen Euro. Und eine Minute ist kurz.

ONETZ: 7. Was war der dümmste Kommentar, den Sie je auf oder abseits des Spielfeldes zum Thema Frauenfußball gehört haben?

Melissa Lindner: Ich bin ja auch als Schiedsrichterassistentin tätig und da kam auch mal der Spruch: "Was will das Blondchen, das Püppchen da, die hat ja gar keine Ahnung."

ONETZ: 8. Was macht für Sie eine gute Fußballerin aus (sportlich und menschlich)?

Melissa Lindner: Sportlich: Eine gute Technik, einen harten Schuss und voller Einsatz mit Kampf. Menschlich: Fehler verzeihen, 90 Minuten sind oft ein Ausnahmezustand, da meint man Sachen nicht so persönlich. Zusammen feiern und das Wichtigste: Sie sollte ein Teamplayer sein.

ONETZ: 9. Sara Däbritz oder Alexandra Popp? Wer ist Ihr Vorbild?

Melissa Lindner: Also eigentlich Daniela Katzenberger. Aber in diesem Fall Sara, weil sie es als Frau in einem so Männer-dominierten Sport geschafft hat sich so erfolgreich zu positionieren als eine der besten deutschen Spielerinnen. Und natürlich beneide ich sie dafür, zuerst in München und jetzt in Paris zu wohnen.

ONETZ: 10. Was darf in der Fußballtasche nicht fehlen, was ist immer dabei?

Melissa Lindner: Der Fön natürlich und Schminksachen. Wir sind Mädels. Ohne gehen wir nicht aus dem Haus.

ONETZ: 11. Was trinkt Ihr nach einer Niederlage, was nach einem Sieg?

Melissa Lindner: Bei einem Sieg wird der legendäre Asti rausgeholt, und wir trinken auf die "Power-Asti-Girls". Den Namen haben wir uns vor Jahren mal gegeben. Bei einer Niederlage nehmen wir nur das "Frust-Radler" mit unter die Dusche.

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