16.09.2020 - 17:29 Uhr
AmbergSport

Elf Fragen an Norbert Braun (1. FC Schlicht)

Diesen Artikel lesen Sie mit
Was ist OnetzPlus?

Der Stürmer des Kreisliga-Spitzenreiters verrät in unserer Rubrik, warum er intensiv Tischtennisspielen trainiert und warum ihn eine Niederlage gegen Bayern München so richtig wurmt.

Voller Einsatz für den Jubiläumsaufstieg: Norbert Braun (vorne) ist mit dem 1. FC Schlicht auf dem Weg zur Kreisliga-Meisterschaft.
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Elf Punkte Vorsprung bei noch zehn Spielen – der Aufstieg des 1. FC Schlicht in die Bezirksliga scheint nur noch Formsache zu sein. Für Norbert Braun wäre es der zehnte in seiner langen Karriere. Der aus Wolfsbach (Kreis Amberg-Sulzbach) stammende Vollblutstürmer spielte in der Jugend bei der DJK Ensdorf, dem 1. FC Amberg und dem 1. FC Nürnberg, bei den Herren wieder in Ensdorf, beim TV Wackersdorf, FC Amberg und SSV Paulsdorf, war anschließend Spielertrainer beim SV Schmidmühlen und SV Raigering II, danach wieder Spieler beim TSV Theuern. Seit drei Jahren trägt er nun das Trikot des 1. FC Schlicht. In den 23 Jahren im Herrenbereich absolvierte "Nobsi" Braun rund 600 Pflichtspiele von der Kreisklasse bis zur Landesliga und erzielte dabei knapp 200 Tore. Einige werden sicherlich noch dazukommen, denn ans Aufhören denkt der 41-Jährige noch nicht: "Ich fühle mich noch gut und möchte mit dem FC Schlicht auch in der Bezirksliga spielen".

ONETZ: 1. Wegen der Coronakrise ruhte monatelang der Spiel- und Trainingsbetrieb. Haben Sie in der Zeit ohne Fußball neue Hobbys entdeckt.

Norbert Braun: Ich habe Tischtennis wiederentdeckt und trainierte in Corona-Zeiten intensiv. Mit dem einzigen Ziel, meinen Mannschaftskollegen Michael Muck zu besiegen, der angeblich früher sogar Bezirksmeister war. Das erste Duell hat er mit 8:4 Sätzen gewonnen, aber es gibt auf alle Fälle noch eine Revanche.

ONETZ: 2. Nach einem halben Jahr Corona-Pause sollen die Punktspiele jetzt am 19. September beginnen. Wie sehr juckt es Ihnen schon in den Füßen?

Norbert Braun: Da wir uns schon seit einigen Wochen auf einen Punktspielstart vorbereiten, kann ich es kaum mehr abwarten, bis es endlich losgeht. Und ich glaube, dass nicht nur wir Amateurfußballer selber, sondern vor allem auch die Fans unglaublich heiß auf den Re-Start sind. Im Moment würde einfach alles, von den Plätzen angefangen, bis hin zum perfekten Fußballwetter, wunderbar passen.

ONETZ: 3. Welches Ritual pflegen Sie kurz vor einem Spiel?

Norbert Braun: Auch wenn es nicht ganz vorbildlich ist: Bevor wir zum Umziehen in die Kabine gehen, gönne ich mir eine Entspannungs-Zigarette.

ONETZ: 4. Haben Sie einen Spitznamen? Warum gerade diesen?

Norbert Braun: Ich habe viele Spitznamen, Nobsi, Brauni und zig weitere Abwandlungen meines Namens.

ONETZ: 5. An welches Spiel erinnern Sie sich heute noch gerne?

Norbert Braun: Ich war bei einigen Aufstiegsrelegationsspielen dabei. Und die waren überwiegend erfolgreich. Es gibt nichts Besseres, als die Feiern mit der Mannschaft danach. Besonders gerne erinnere ich mich an den Aufstieg mit dem FC Amberg von der Bezirksliga in die Bezirksoberliga 2002. Das Relegationsspiel war in Hirschau gegen Pirk. Wir haben 2:1 gewonnen und sind nach durchgefeierter Nacht am nächsten Tag mit der kompletten Mannschaft gleich weiter auf Abschlussfahrt an den Plattensee nach Ungarn. Das war ein echtes Highlight.

ONETZ: 6. Welchen Zuruf von Zuschauern können Sie überhaupt nicht leiden?

Norbert Braun: Beleidigungen. Vor allem gegenüber Mitspielern. Ich selber bin nicht so empfindlich und überhöre schon mal den ein oder anderen Zuruf. Von den Gegenspielern kommt ab und zu mal "alter Mann", wenn wir miteinander Stress haben.

ONETZ: 7. Mit welchem Vergehen haben Sie die Mannschaftskasse bereichert?

Norbert Braun: Überwiegend Unpünktlichkeit (lacht). Ich bin immer eher knapp dran, wobei das früher schon schlimmer war als jetzt. In den Anfangsjahren im Herrenbereich musste ich auch wegen Roter Karten zahlen. Das ist aber schon ewig her. Zu Zeiten in Ensdorf und Wackersdorf habe ich fünf Rote bekommen, wegen Revanchefouls oder Tätlichkeiten. Seitdem keine mehr.

ONETZ: 8. Zu welchem Gegner fahren Sie am liebsten?

Norbert Braun: Sehr gerne spiele ich in Schmidmühlen, weil ich dort fünf Jahre lang eine super Zeit hatte, dort Spielertrainer war, Aufstiege feiern durfte, ich die Leute dort noch alle kenne und der Platz einer der besten im Landkreis ist.

ONETZ: 9. Gelbe Fußballschuhe sind für mich...

Norbert Braun: ... gelb! Mir ist völlig egal, ob jemand schwarz oder bunt trägt. Ich spiele am liebsten in schwarzen Tausendfüßlern.

ONETZ: 10. Ein Erlebnis in Ihrer Karriere, das Ihnen heute noch stinkt.

Norbert Braun: Im Endspiel der bayerischen Meisterschaft der B-Junioren 1994 mit dem 1. FC Amberg hat Bayern München kurz vor Schluss das 2:1-Siegtor geschossen - allerdings nach einem glasklaren Foul an unserem Torhüter. Das war richtig bitter und ärgert mich noch heute. Als kleiner Trost blieb uns, dass wir einige Monate zuvor in der Halle die Bayern besiegt hatten und Bayerischer Meister geworden waren.

ONETZ: 11. Ihre Rückennummer ist die 9. Warum?

Norbert Braun: Als Mittelstürmer hatte ich meist die 9. Ich hatte aber auch schon mal die 10 und die 3. Ich bin da nicht abergläubisch.

Elf Fragen an Sabrina Zitzmann (TV Nabburg)

Nabburg

Für Sie empfohlen

 

 

Videos

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.