29.10.2021 - 22:23 Uhr
AmbergSport

ERSC Amberg: Ein Eishockey-Krimi der besten Sorte

Ein "Zeichen" wollte Chris Spanger, der Sportliche Leiter des ERSC Amberg sehen. Am Freitagabend im Spiel gegen den ESC Dorfen sah er eines, und was für eines.

Benjamin Frank (rechts) vom ERSC Amberg geht hier zur Sache.
von Autor PAProfil

Der ERSC Amberg setzte am Freitag ein Zeichen: Nach einem 1:3-Rückstand im zweiten Drittel am Freitagabend gegen den ESC Dorfen drehten die Löwen auf und das Spiel: Mit 5:3 schossen sie die Eispiraten aus der Halle, die rund 400 Zuschauer tobten.

Der Beginn war eher zerfahren, wobei die Löwen des ERSC Amberg zunächst ein bisschen mehr Anteile hatten, aber zumeist waren dies Einzelaktionen. Mit der Zeit stieg so langsam die Zahl der Chancen, aber diese waren nicht unbedingt zwingend, und dies auch bei der einzigen Überzahlgelegenheit. Die Gäste agierten hier nur noch per Konter und hatten nur eine einzige Möglichkeit: Und die erste wirklich gute Chance war prompt drin. Für das 0:1 zeichnete Urban Sodja verantwortlich, nicht zu halten für ERSC-Keeper Carsten Metz. Auf der anderen Seite war der Ex-Weidener Luca Endres im Tor der Eispiraten zwar mehr beschäftigt, wurde aber vor keine besonderen Probleme gestellt.

Im zweiten Drittel wurde das Amberger Spiel nicht wirklich besser. Nach nur 81 Sekunden nutzen Gäste ihre erste Powerplay-Chance zum 0:2 durch Rosenkranz, der Metz den Puck durch die Schoner schob. Der ESC Dorfen wirkte dadurch sicherer, auch wenn Brett Mennear das 1:2 (25./Vorlage Arlt, Schmitt) gelang. Denn erneut war der Treffer eher eine Einzelaktion und kein Knotenlöser für den ERSC. Im Gegenteil, Dorfen blieb weiter gefährlicher und war auch bei der zweiten Überzahlsituation zum 1:3 erfolgreich (33.) – erneut war Sodja der Schütze. Amberg hatte in der Schlussminute noch eine hundertprozentige Chance durch Ryan Murphy, der aber an Keeper Endres scheiterte.

Dann ging's rund im Eisstadion am Schanzl, der ERSC drehte die Partie komplett im letzten Drittel. Ausschlaggebend dafür waren drei "Premierentorschützen": Zunächst verwandelte Felix Köbele mit seinem ersten Saisontor ein Powerplay zum 2:3 (45.), dann setzte Campbell einen Konter in den Winkel zum 3:3-Ausgleich. In Überzahl lochte Mario Strobel (55.) zum 4:3 ein, und 150 Sekunden vor dem Ende machte Felix Köbele mit dem 5:3 den Deckel drauf. Letztendlich war es ein Sieg des Willens, nach dem es zwei Drittel lang so gar nicht ausgesehen hatte.

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