03.10.2021 - 21:16 Uhr
AmbergSport

ERSC Amberg legt Fehlstart hin

Ryan Murphy schießt das erste Tor für den ERSC Amberg in Peißenberg, aber dann werden die Löwen leichtsinnig. Zu leichtsinnig, und Coach Dan Heilman beklagt "geschenkte Gegentore."

Der ERSC Amberg (in der Mitte Marco Pronath) verlor zum Auftakt der Eishockey-Bayernliga in Peißenberg mit 2:5.
von Autor PAProfil

Der ERSC Amberg ist mit einer Niederlage in die Saison der Eishockey-Bayernliga gestartet. Bei den Peißenberg Miners verlor die Mannschaft von Coach Dan Heilman mit 2:5, dem Spielverlauf nach unnötig, aber anhand der Fehlerquote verdient.

Dabei hatten die Löwen einen gelungenen Auftakt, gingen früh durch einen Treffer von Ryan Murphy in Führung. Das verleitete womöglich zu Leichtsinn und das beantworteten die Miners per Doppelschlag mit einer 2:1-Führung. Amberg wirkte in dieser Phase alles andere als gefestigt und kassierte in eigener Überzahl 25 Sekunden vor der Drittelsirene sogar noch den dritten Gegentreffer.

Das Tor hatte sogar noch Nachwirkungen in den Mittelabschnitt, denn beim ERSC lief nur selten etwas zusammen. Peißenberg hatte sogar in Unterzahlsituationen mehr Spielanteile, wirkte bissiger und scheibensicherer. Das 4:1 durch Andrä war beinahe eine logische Folge, weckte die Löwen aber auf. Trotz weiterhin hoher Fehlerquote im Passspiel kam Amberg stärker auf. Alleine zu Drittelende hin zählte man drei bis vier Großchancen für die Löwen, die aber nichts einbrachten – teils wegen viel Pech, aber auch mit Eigenverschulden.

Das laufintensive Spiel der Gastgeber forderte bei den Miners im Schlussdrittel beinahe Tribut. Amberg kam deutlich besser ins Spiel und durch Michael Kirchberger zum 4:2-Anschlusstreffer. Peißenberg hatte nun deutlich Probleme, aber die Amberger im Abschluss nicht das nötige Glück. In einer unübersichtlichen Szene schien kurz vor dem Ende der Anschlusstreffer durch Felix Köbele gefallen – aber in der Eishockey-Bayernliga gibt es eben keinen Videobeweis. Letztendlich kassierten die Löwen noch zwei Strafzeiten und fast folgerichtig in der Schlussminute den fünften Gegentreffer bei einem verdienten Erfolg der Gastgeber.

Für Miners-Coach Christian Kratzmeir war die spielentscheidende Szene der Unterzahltreffer zum 3:1 seiner Mannschaft: „Amberg hatte im zweiten Abschnitt Riesenchancen und das letzte Drittel hätte dadurch noch sehr eng werden können“. ERSC-Coach Dan Heilman beklagte „geschenkte Gegentore“, gesteht seinem Team aber noch eine Anlaufphase zu.

TSV Peißenberg Miners – ERSC Amberg Wild Lions 5:2 (3:1,1:0,1:1)

Tore: 0:1 (6.) Murphy (Köbele, Mennear), 1:1 (8.) Hörndl (Andrä), 2:1 (9.) Fissekis (Malzatz), 3:1 (20.) Krabbat (Fissekis/4-5), 4:1 (29.) Andrä (Hörndl), 4:2 (49.) Kirchberger (Schmitt, Frank), 5:2 (60.) Krabbat (Reusch/5-3) – Strafen: Peißenberg 10, Amberg 10 Minuten – Zuschauer: 370

ERSC Amberg zum Auftakt nach Peißenberg

Amberg

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