01.11.2021 - 10:52 Uhr
AmbergSport

ERSC Amberg startet Aufholjagd viel zu spät

Der ERSC Amberg liegt in Schongau am Sonntag schon mit 0:4 zurück, startet im letzten Drittel eine Offensivaktion nach der anderen, die bis zu den letzten Sekunden andauern.

Symbolbild
von Autor PAProfil

Der ERSC Amberg bleibt weiterhin in der Eishockey-Bayernliga auswärts ohne jeden Punktgewinn. Beim nun Tabellendritten in Schongau gingen die Wild Lions am Halloween-Abend abermals leer aus, verloren unnötig mit 3:5, wobei die Gastgeber erst mit einem Empty-Net-Treffer in den Schlusssekunden den Deckel draufpackten. Die Aufholjagd nach einem 0:4-Rückstand, bedingt durch individuelle Fehler, wurde vom ERSC zu spät gestartet.

Die Hoffnung von Ambergs Coach Dan Heilman, endlich einmal das erste Tor zu erzielen, erfüllte sich auch in Schongau nicht. Dabei ließ der ERSC eine erste Überzahlmöglichkeit ungenutzt, und nach knapp fünf Minuten eröffneten die Mammuts ihrerseits in Überzahl den Torreigen. Gegen den Schlagschuss von Matthias Schuster war Löwen-Goalie Carsten Metz machtlos. Die Partie war eigentlich über die gesamte Spielzeit ausgeglichen, aber Schongau vor allem im ersten Drittel aufmerksamer. So auch beim 2:0 wo Amberg einen Scheibenverlust in der Vorwärtsbewegung hatte und Richard Schratt den Zwei-gegen-Eins-Konter verwertete. Und: In Amberger Überzahl begünstigte ein Fehlpass den Break der Mammuts über Jason Lavallee, den Marius Klein zum 3:0 abschloss.

So stand der ERSC, bei dem sich die Ausfallliste bereits am Freitag mit Kapitän Kevin Schmitt erweiterte hatte, schon nach dem Anfangsdrittel mit dem Rücken zur Wand. Dass es mit einem Vorsprung im Rücken einfacher geht, zeigten die Gastgeber. Nach einem Schuss prallte die Scheibe von der Plexyglasscheibe direkt vor den Schläger von Lavalle, der zum 4:0 abstaubte. Was man den Löwen keinesfalls vorwerfen konnte, war fehlendes Engagement. Das sollte sich im Schlussdrittel zeigen, wo sie Schongau erheblich unter Druck setzten. Als idealer Einstieg half hier nach nicht einmal zwei Minuten der Anschlusstreffer durch Brett Mennear, der zudem ein Powerplay zum 4:2 abschloss. Da waren noch keine fünf Minuten gespielt, Amberg war am Drücker und die Partie schien auf die Seite der Löwen kippen zu können. Erst recht, als Daniel Krieger ein Powerplay mit einem Schlagschuss zum 4:3 abschloss.

EAS-Trainer Rainer Höfler nahm eine Auszeit, und die Schlussphase brachte Chancen auf beiden Seiten. Fünf Sekunden vor dem Ende schob Florian Höfler dann die Scheibe zum 5:3 ins verwaiste Amberger Tor, das Carsten Metz längst zugunsten eines sechsten Amberg Feldspielers verlassen hatte.

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