20.01.2019 - 20:02 Uhr
AmbergSport

Erst überheblich, dann überlegen

Nach zähem Start werden die Bayernliga-Volleyballer des VC Amberg doch noch ihrer Favoritenrolle gerecht. Sie tun sich aber gegen den TSV Lengfeld lange Zeit weit schwerer als erwartet - und legen erst mal einen klassischen Fehlstart hin.

Wuchtiger Schmetterball durch Mittelblocker Florian Wachler vom VC Amberg (Mitte), dem MVP, gegen den blockenden Lengfelder Diagonalspieler Martin Wolz (rechts), beobachtet vom jungen Amberger Zuspieler Marco Nanka (links hinten).
von Gerd SpiesProfil

"Arbeitssieg" würde man bei den Fußball-Profis sagen, was die Bayernliga-Volleyballer des VC Amberg an diesem Wochenende abgeliefert haben. Wichtig sind aber die drei Punkte, die durch den 3:1-Sieg gegen den TSV Lengfeld in Amberg blieben.

Lengfeld zunächst top

Einen klassischen Fehlstart legten die Jungs von Spielertrainer David Fecko beim ersten Heimspiel in diesem Jahr hin. Vielleicht spielte anfangs auch ein wenig Überheblichkeit mit, schließlich ist es ja schon zwei Monate her, dass das VC-Team das letzte Mal verloren hat. Man muss aber auch neidlos anerkennen, dass Lengfeld im ersten Satz eine Top-Leistung zeigte, weit besser als ihr Tabellenplatz vermuten ließ.

Besonders ihr Außenangreifer Thomas Göb, der auch nach dem Spiel zum MVP seiner Mannschaft gewählt wurde, war in dieser Phase des Spiels nicht zu halten. Zudem kam Ambergs Diagonalspieler Severin Groha, normalerweise eine Bank im Angriff, an dessen Block nicht vorbei. Beim Stande von 9:15 musste Spielertrainer David Fecko bereits die zweite Auszeit nehmen, doch die Abstimmungsprobleme besserten sich kaum.

Erschwerend kam hinzu, dass Zuspieler Marco Nanka gesundheitlich angeschlagen ins Spiel ging. Als beim Stande von 10:18 Spielführer Basti Barth eingewechselt wurde, kam man wenigstens noch etwas heran, mit 21:25 ging der Satz aber an Lengfeld.

Spätestens jetzt war klar, dass mit halber Kraft und hoher Eigenfehlerquote Lengfeld an diesem Tag nicht zu bezwingen war. Und mit zunehmender Spieldauer kam auch die gewohnte Angriffsmaschinerie des VC auf Touren. Besonders die Angriffe über die Mitte, mit David Fecko und Flo Wachler, der auch völlig zu Recht nach dem Spiel zum MVP seines Teams gewählt wurde, erwiesen sich als das richtige Rezept. Mit 25:20 und 25:19 holte Amberg eine beruhigende 2:1-Satzführung heraus.

Neun Punkte vorne

Als dann im vierten Satz der VC auch noch eine schnelle 10:6-Führung herausspielte, war der Widerstand bei Lengfeld endgültig gebrochen. Mit 25:16 fuhr man am Ende doch noch einen überzeugenden Sieg ein. Durch die überraschende 0:3-Niederlage des TV Bad Windsheim zu Hause gegen den TSV Abensberg konnte man damit den Vorsprung auf den Tabellendritten auf neun Punkte ausbauen. Den Tabellenzweiten Regenstauf hält man weiter mit sechs Punkten auf Distanz.

Am kommenden Sonntag steht nun gleich das nächste Heimspiel an. Für Spielertrainer David Fecko wird es wieder ein besonderes Spiel werden: Es geht gegen seinen Ex-Verein, den ASV Neumarkt, der vor drei Jahren noch in der zweiten Liga spielte.

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