20.08.2021 - 14:56 Uhr
AmbergSport

FC Amberg gegen SpVgg SV Weiden: Treffen der ungleichen Konkurrenten

Nach dem bisherigen Verlauf der Fußball Landesliga Mitte wird die SpVgg SV Weiden wohl aufsteigen, der FC Amberg wäre froh, die Liga zu erhalten. Am Samstag treffen die beiden ungleichen Konkurrenten aufeinander.

Die Tribüne im Stadion des FC Amberg dürfte am Samstag gut gefüllt sein, wenn die SpVgg SV Weiden zum Derby aufkreuzt.
von Klaus HöglProfil

Man soll bekanntlich das Fell des Bären nicht verteilen bevor er erlegt ist, aber einiges spricht schon für Weiden: Am Samstag um 16 Uhr kommt es zu in der Landesliga Mitte zum Derby zwischen dem Aufsteiger FC Amberg und einem der Liga- Favoriten, der SpVgg SV Weiden. Und darin liegt dann wohl auch die Chance des FC Amberg: Er kann nur überraschen in diesem Derby. Das war einst ein bedeutendes Sportereignis in der Region, da pilgerten Tausende hüben wie drüben ins Stadion. Mittlerweile spielt sich das Nachbarschaftstreffen auf niedrigerer Ebene ab, letztmals in der Bayernliga standen sie sich in Amberg am 2.8.2016 gegenüber. Der FC Amberg gewann 3:2, Andre Karzmarczyk erzielte in der 80. Minute den Siegtreffer, Andreas Wendl sah die Rote Karte. Das Interesse (750 Zuschauer damals) war längst nicht mehr so groß. Kurios: Im Hinspiel im November verlor Amberg mit 0:2, Andreas Wendl sah hatte auch die Rote Karte gesehen. Nur eine von unsäglich vielen Sonderlichkeiten in der sportlichen Vita Amberg gegen Weiden.

Matthias Götz nicht dabei

Ein Keeper namens Matthias Götz stand 2016/17 in beiden Spielen zwischen den Pfosten – zwischen den gelb-schwarzen. Jetzt steht er in Diensten der SpVgg SV Weiden – und doch nicht dabei. Soll heißen: Matthias Götz spielt nicht, weil er sich in der Partie gegen Bad Abbach das hintere Kreuzband des linken Knies gerissen hat. Marko Smodlaka steht für ihn im Tor, hinter der stärksten Abwehr des 18er Feldes. Auch wenn die Zuschauer nicht mehr zu Tausenden kommen, für Matthias Götz ist „das Derby noch immer eine extrem spannende Angelegenheit“, wie er sagte. „Ich hätte sehr gerne gespielt, ist halt nicht machbar“, bedauert der Ex-Amberger Keeper, über die Verteilung der Favoritenrolle ist er sich so sicher nicht: „Amberg wird alles versuchen, Weiden zu schlagen“.

In Bestbesetzung antreten kann Weiden auch nicht, da fehlt Torjäger Benjamin Werner länger, aber prompt ist ein anderer da. Nico Argauer hat in der vergangenen Saison auch gegen den FC Amberg gespielt, mit dem SC Luhe-Wildenau in der Bezirksliga und getroffen. Wieder kommts zum Treffen Torjäger gegen Torjäger – Vorteil Argauer. Beweis: Während Argauer gegen die mit 15 Gegentoren belastete FC Deckung antritt, muss Dennis Kramer gegen Weidens Deckung (2 Gegentore) schon mehr Widerstand brechen. „Argauer geht auch dahin, wo es wehtut“, sagt Matthias Götz: „Der hat zwei Aktionen, macht zwei Tore.“

Wieder nicht in Idealbesetzung

Ambergs Deckung wird also höllisch aufzupassen haben, Trainer Karl-Heinz Wagner wird die wohl verstärken „Unsere Chancen werden wir bekommen, die haben wir in jedem Spiel gehabt“. Aber wie seine Stürmer zuletzt in Lam (1:1) ihre Chancen versemmelt haben, das hat ihm die Zornesröte ins Gesicht getrieben. „Meine Mannschaft ist auch heiß auf dieses Spiel“, sagt Wagner. In Idealbesetzung kann der FC nicht antreten, da fehlen Witzel, Bosser, Herrndobler, Greger, Jawara – aber komplett antreten konnte ja der FC Amberg in dieser Saison noch nie.

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"Argauer geht auch dahin, wo es wehtut. Der hat zwei Aktionen, macht zwei Tore.“

Matthias Götz, Torwart der SpVgg SV Weiden, über den top-Stürmer

Matthias Götz, Torwart der SpVgg SV Weiden, über den top-Stürmer

 

 

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