18.07.2021 - 13:45 Uhr
AmbergSport

FC Amberg im Pech: Niederlage in den Schlussminuten

Der FC Amberg sieht zum vorgezogenen Saisonauftakt in der Landesliga Mitte bereits wie der Sieger aus. Doch dann schlägt der SC Ettmannsdorf zurück – und Aufsteiger Amberg steht mit leeren Händen da.

Lange Zeit stand die Amberger Abwehr, wie hier bei einem Freistoß vor dem Tor von Michael Heisig sicher. In der Schlussphase drehte allerdings der SC Ettmannsdorf die Partie und entschied das vorgezogene Landesligaspiel noch mit 3:2 für sich.n
von Klaus HöglProfil

Mit einem finale furioso endete das erste Punktspiel vor 450 hin- und hergerissenen Zuschauern. Und wenn diese Begegnung Maßstab für die kommende Saison war, sind künftig im FC-Stadion starke Nerven gefragt. Das Match gegen den favorisierten SC Ettmannsdorf stand sieben Minuten vor dem Ende beim Stand von 2:1 für Amberg kurz vor einer faustdicken Überraschung.

Amberg hatte zu diesem Zeitpunkt gar das 3:1 auf dem Fuß, dann allerdings trieb SC-Trainer Mario Albert seine Ettmannsdorfer gnadenlos nach vorne und die bei den FC-Fans aufkeimende Euphorie wurde jäh beendet. Die vorher durchwegs souverän arbeitende FC-Deckung kam aus dem eigenen Strafraum nicht mehr heraus, hielt dem Druck nicht stand, verlor den Überblick und kassierte in der 90. Minute durch Timo Vollath den 2:2-Ausgleich. Selbst das wäre für den Aufsteiger ein Erfolg gewesen.

Unfassbar dann, dass die Gäste in der 94. Minute sogar noch zum 3:2 kamen, der Referee pfiff gar nicht mehr an. Alle lagen auf dem Boden: die Ettmannsdorfer über ihrem Siegtorschützen, die Amberger vor grenzenloser Enttäuschung. Die FC-Fans schlugen mit Entsetzen die Hände vors Gesicht. Gleichwohl gab es auch Beifall von der Tribüne angesichts des ersten Auftritts des Landesliga-Rückkehrers.

Ambergs Trainer Karl Heinz Wagner konnte zumindest in kämpferischer Hinsicht voll zufrieden sein, rein spielerisch gesehen dominierten aber die Schwandorfer Vorstädter die Begegnung über weite Strecken. Der Heimelf war ein gewisses Maß an Unerfahrenheit schon anzumerken. Ettmannsdorf hatte klar mehr Ballbesitz, allerdings nur bis zum Strafraum, dann fehlte die Präzision. Und was dennoch aufs Tor kam, parierte der beste Amberger, Keeper Michael Heisig.

Die Wagner-Elf war stets durch ihre Konter gefährlich, hatte zudem das Handicap, mit Torjäger Dennis Wagner den wichtigsten Mann im Angriff ersetzen zu müssen. Und dennoch: Benjamin Burger erzielte kurz vor der Pause die gefeierte FC-Führung, als sich seine Hereingabe fast von der Torauslinie und noch leicht abgefälscht hinter Torhüter Hesl ins rechte Ecke senkte. Die Führung hielt, bis Alexander Grill in der 66. Minute nach einem weiten Pass über die Abwehr allein vor Heisig verwandeln konnte. Durch den besten Angriff der Amberger fiel sogar das 2:1 – was dann kam, ist bereits erzählt. Amberg stand an der Kasse an, an der das Lehrgeld bezahlt wird.

FC Amberg: Heisig, Schmien, Witzel, Haller, Greger (70. Hack), Bosser (70. T.Götz), Brinster, Müller, Götz P (83. Ram) Sperlich (86. Heinrich)

SC Ettmannsdorf: Hesl, Grill, Schreyer, Schmid, Koc (42. Hummel), Masimaliyev, Rothut, Yalcin, Müller, Vollath, Tausendpfund (46. Schreiner)

Tore: 1:0 (41.) Benjamin Burger 1:1 (66.) Alexander Grill 2:1 (83.) Philipp Götz 2:2 (90.) Timo Vollath, 2:3 (90.+4) Maximilian Schreyer – SR: Jonas Beinhofer (Nürnberg) – Zuschauer: 450

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