01.09.2021 - 11:32 Uhr
AmbergSport

Kein Wort zum Sport: Fußball-Trainer Markus Kipry

In unserer wöchentlichen Rubrik verrät der Trainer des Bezirksligisten TSV Detag Wernberg, von welchem HSV-Star jahrelang ein Bild an seiner Kinderzimmerwand hing, und warum es bei nur einer Gitarrenstunde blieb.

Markus Kipry ist seit Beginn der laufenden Saison Trainer des TSV Detag Wernberg.
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Geboren wurde er in Papenburg im Emsland, "wo die Meyer-Werft ist und die großen Kreuzfahrtschiffe gebaut werden", an der Grenze zu Ostfriesland. Im hohen Norden spielte Markus Kipry auch viele Jahre höherklassig Fußball. In der Jugend in der Oberliga Nord (heutige Bundesliga Nord) beim SV Meppen. Die Herrenmannschaft war damals in der 2. Bundesliga und hatte einen treffsicheren Stürmer aus der Oberpfalz: Rainer Rauffmann aus Ebermannsdorf. Mit 18 Jahren kehrte Kipry ("Ich spielte Zehner, oder auf der linken Außenbahn") zurück nach Papenburg (Landesliga), zwei Jahre später ging er zur SpVgg Aurich in die Oberliga Nord (jetzt Regionalliga), wo er ein halbes Jahr zusammen mit dem jetzigen Trainer des 1. FC Köln, Steffen Baumgart, zusammenspielte, und schließlich nach Nordhorn in die Niedersachsenliga.

Vor 15 Jahren kam Kipry aus privaten Gründen nach Amberg – und über einen Freund zur DJK Gebenbach. Die spielte damals in der Kreisklasse. Zehn Jahre war er dort, als Spieler und als Spielertrainer und machte alle Aufstiege bis in die Landesliga mit. Anschließend trainierte er von 2016 bis 2021 den SV Inter Bergsteig Amberg, ehe er vor der laufenden Saison zum TSV Detag Wernberg wechselte. Der 46-Jährige wohnt mit Frau und seinen drei Kindern in Amberg und arbeitet als Sales-Manager bei der Firma Stäubli WFT in Sulzbach-Rosenberg.

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Markus Kipry: Ich fühle mich in Amberg sehr wohl, hier ist mein Lebensmittelpunkt. Müsste ich mich für eine andere Stadt entscheiden, wäre es Hamburg. Da habe ich eine besondere Verbindung dazu, ich komme aus dem Norden und habe in Hamburg studiert. Besonders mag ich die Offenherzigkeit, die besondere Atmosphäre. Für mich ist Hamburg die schönste Stadt der Welt.

ONETZ: Über was können Sie so richtig lachen?

Markus Kipry: Mir gefällt "Two and a half Man", die Serie ist sarkastisch, lustig, manchmal unter der Gürtellinie. Das Verhältnis zwischen Charlie und seinem Bruder ist schon einmalig. (lacht)

ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?

Markus Kipry: Kevin Keegan vom HSV. Ich war von ihm beeindruckt und dachte mir, so wie er möchte ich auch mal sein. Als Kind hatte ich ein großes Puzzle von ihm an der Wand hängen. Das hing da, bis ich 15 oder 16 war.

ONETZ: Was war Ihr erstes Auto?

Markus Kipry: Das war ein VW Polo. In einem fiesen braun, der hatte schon ein paar Kilometer drauf. Ihn fuhr ich zwei Jahre, dann kam ein Motorschaden ...

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Markus Kipry: Bastian Schweinsteiger. Mich beeindruckt seine Karriere, wie er seine Laufbahn angegangen ist, dass er auf dem Teppich geblieben ist. Und wenn ich an das WM-Finale 2014 denke: Wie aufopferungsvoll er sich allen Widrigkeiten entgegengestellt hat, war schon beeindruckend.

ONETZ: Welche App darf auf Ihrem Smartphone auf keinen Fall fehlen?

Markus Kipry: Ohne "Whatsapp" geht heute gar nichts mehr. Und auch die "Easy2Coach"-App darf bei mir nicht fehlen. Das ist eine Mannschafts-Organisations-App, worüber ich meine Trainingstermine und Spieltermine koordiniere, wo mir die Spieler die Trainingsbeteiligung zurückmelden, ich den Kader benenne und wo ich Trainingseinheiten erstelle.

ONETZ: Hotel oder Campingplatz? Berge oder Meer? Wie sieht der perfekte Urlaub für Sie aus?

Markus Kipry: Hotel oder Campingplatz? Da bin ich völlig frei. Ich war schon mit dem Campingwagen am Gardasee, mit Kindern ist natürlich ein Hotel angenehmer. Berge oder Meer? Ich war bisher nur zum Skifahren in den Bergen und habe tatsächlich in diesem Jahr das erste Mal die Berge im Sommer erlebt. Darauf hatte ich mich gefreut.

ONETZ: Welchen Traum würden Sie sich gerne erfüllen?

Markus Kipry: Eigentlich bin ich glücklich, so wie es momentan ist. Es gibt keinen Traum, den ich unbedingt erfüllen muss. Was vielleicht mal toll wäre: Eine Bundesligamannschaft zu trainieren, einmal eine Trainingseinheit selber zu leiten und hinter die Fassaden zu schauen. Ich würde dazu den HSV nehmen.

ONETZ: Angenommen, mit Fußball hätte es nicht geklappt. In welcher anderen Sportart machen Sie eine gute Figur?

Markus Kipry: Ich war im Tennis ganz gut. Als Kind habe ich viele Meisterschaften und Turniere gespielt und musste mich dann aber im Alter von 16 Jahren entscheiden, entweder Fußball oder Tennis. Ich glaube, ich bin mit Fußball schon den richtigen Weg gegangen. Da hast du eine Truppe, da hast du Verantwortung gegenüber mehreren Leuten, dementsprechend gefällt mir der Fußball schon besser.

ONETZ: Wenn Sie sich ein Talent aussuchen könnten, welches wäre das?

Markus Kipry: Früher hätte ich gerne Gitarre spielen können. Ich war auch mal beim Gitarrenlehrer, der hat mir dann aber gesagt, ich hätte zu kurze Finger (lacht). Das werde ich nie vergessen, ich war da total enttäuscht.

ONETZ: Welchen Satz hassen Sie am meisten?

Markus Kipry: Was ich überhaupt nicht leiden kann, wenn jemand einen Satz mit "aber" beginnt. "Aber, da ist doch der andere daran schuld...", als Beispiel. Wenn sich Leute rechtfertigen wollen und andere vorschieben. Als Kind habe ich das "aber" auch oft gesagt, weil ich immer das letzte Wort haben wollte.

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