07.10.2021 - 11:54 Uhr
AmbergSport

Kein Wort zum Sport: Fußballtrainer Rudi Pongratz

In unserer Rubrik verrät der Trainer der SpVgg Ebermannsdorf, warum sein erstes Auto ein richtiger Fehlkauf war, und was über ihn im Abschlusszeugnis der 5. Klasse stand.

Rudi Pongratz.
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Eine seiner Maximen lautet: "Nie länger als zwei, drei Jahre bei einem Verein." Entsprechend lange ist die Liste der Clubs, die Rudi Pongratz trainierte. Der – noch wenige Tage – 68 Jahre alte Amberger ist seit 39 Jahren Trainer. Ohne Pause, für einige Monate betreute er sogar eine Herren- und eine Jugendmannschaft parallel. "Um die 750 Spieler", schätzt Pongratz, habe er in dieser Zeit trainiert.

Als Kind spielte er bei Germania Amberg und der SGS Amberg, später dann beim TV Amberg, beim Bayernligisten 1. FC Amberg und beim TuS Rosenberg, ehe er 1982 beim SV Etzelwang als Spielertrainer begann. In den darauffolgenden Jahren war Pongratz bei 18 Vereinen "von der B-Klasse bis zur Bezirksliga" im Amberg-Sulzbacher Raum, beim SV Kauerhof und dem SV Raigering je dreimal, und auch jenseits der Landkreisgrenze beim SV Alfeld und FC Schwarzenfeld. In der aktuellen Saison betreut er die SpVgg Ebermannsdorf in der A-Klasse und ist Trainer am DFB-Stützpunkt in Amberg . Rudi Pongratz arbeitete 40 Jahre in der Verwaltung des Klinikums St. Marien in Amberg und ist seit drei Jahren in Rente. An einen Trainer-Ruhestand denkt er indes noch nicht.

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Rudi Pongratz: Hier in Amberg bei der Familie und den Freunden. Dazu zwei, drei Wochen im Jahr Urlaub im Süden. Das reicht mir.

ONETZ: Über was können Sie so richtig lachen?

Rudi Pongratz : Über gute Witze und Fernsehserien wie "Two and a half Men" und "King of Queens". Momentan schauen sich meine Frau und ich abends gerne eine Folge von "King of Queens" als "Betthupferl" an.

ONETZ: Welches war Ihr erstes Auto?

Rudi Pongratz: Ein weißer 600er Fiat. Den habe ich gebraucht gekauft, allerdings habe ich da richtig daneben gelangt. Der war alle Augenblick kaputt, ich musste viel Geld reinstecken. Nach einem Jahr habe ich ihn dann wieder hergegeben.

ONETZ: Mit welchem Prominenten würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Rudi Pongratz: Ich setze mich lieber mit Freunden zusammen. Aber wenn es ein Prominenter sein muss, dann würde ich mich gerne mit Peter Maffay unterhalten. Weil ich seine Musik mag.

ONETZ: Sie sind einen Tag lang Bundeskanzler. Was würden Sie machen?

Rudi Pongratz: Das möchte ich lieber nicht sein. Denn du kannst es keinem recht machen.

ONETZ: Hotel oder Campingplatz? Berge oder Meer? Wie sieht der perfekte Urlaub für Sie aus?

Rudi Pongratz: Ganz klar Hotel. Und: Berge und Meer! Zum Wandern sind wir am liebsten in Ramsau bei Berchtesgaden und in Oberstdorf. Und am Meer in Griechenland. Da waren wir bestimmt schon auf zehn, zwölf Inseln. Wir mieten uns dort oft Roller und machen Tagestouren.

ONETZ: Welchen Traum würden Sie sich gerne erfüllen?

Rudi Pongratz: Eine Kreuzfahrt mit Frau, Kindern, Enkel und meinem Urenkel auf dem Traumschiff "Amadea" zum Nordkap. Meine Frau und ich waren mit diesem Schiff schon mal eine Woche unterwegs in Skandinavien. Das war so toll.

ONETZ: Wenn Sie sich ein Talent aussuchen könnten, welches wäre das?

Rudi Pongratz: Ein besseres handwerkliches und technisches Geschick. Ich bin da nämlich sehr unbegabt, ich kann keinen Fernseher einstellen, habe größte Probleme, ein Bild gerade aufzuhängen. Wenn eine Lampe kaputt ist, kann ich eine Glühbirne rausschrauben und eine neue reinschrauben. Das bringe ich noch zusammen. (lacht)

ONETZ: Was war Ihr schlimmster/bester Schulstreich?

Rudi Pongratz: Im Abschlusszeugnis der 5. Klasse stand: "Rudi lenkt sich und andere Mitschüler ab, weil er häufig Späße macht." Ich habe das Zeugnis extra rausgesucht, um es wörtlich vorlesen zu können. Ich glaube, das sagt alles darüber aus, wie ich in der Schule war. Ich war nicht böse, ich habe halt viel rumgeblödelt.

ONETZ: Welchen Satz hassen Sie am meisten?

Rudi Pongratz: Es gibt einen Satz, der mich richtig nervt: "Die Seele baumeln lassen!" Ich kann damit nichts anfangen.

ONETZ: Was haben Sie sich von Ihrem ersten Gehalt/Ihrer ersten Siegprämie gekauft?

Rudi Pongratz: Mein erstes Lehrlingsgehalt mit 15 waren 70 Mark in der Woche. Vom ersten habe ich mir eine Jeans für 50 Mark gekauft. Als jüngstes von zwölf Kindern gab es nicht so oft neue Klamotten.

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