20.10.2021 - 11:43 Uhr
AmbergSport

Kein Wort zum Sport: Handballerin Jésula Thomas

Die Spielerin des Handball-Bezirksoberligisten HG Amberg verrät in unserer Rubrik, warum sie gerne einmal mit Rihanna singen würde und warum Handballer doch mal Ballett ausprobieren sollten.

Jésula Thomas an einem ihrer Lieblingsplätze im Erdinger Stadtpark. Die 21-Jährige wohnt zeitweise auch in der oberbayerischen Stadt und spielt neben der HG Amberg auch für die SpVgg Altenerding Handball.
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Wegen des Studiums kam sie aus Schwaben in die Oberpfalz: Seit 2018 studiert Jésula Thomas an der OTH in Amberg Medienproduktion und Medientechnik. Und seit dieser Zeit spielt sie für die HG Amberg in der Bezirksoberliga. Auf der Rückraum-Mitte-Position, als Aushilfe auch mal auf Außen. Geboren wurde Jésula in Port-au-Prince, der Hauptstadt von Haiti. Mit sieben Monaten wurde sie adoptiert und kam nach Lauingen in Bayerisch Schwaben.

Mit Handballspielen begann sie mit fünf, sechs Jahren. "Meine ganze Familie hat gespielt, ich bin da früh hineingewachsen – und bin davon nicht mehr weggekommen", sagt Thomas. Die 21-Jährige wohnt in Amberg und bei ihrem Freund in Erding, wo sie mit einem Doppelspielrecht auch für die SpVgg Altenerding, ebenfalls ein Bezirksoberligist, spielt.

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Jésula Thomas: In Deutschland, weil es eines der sichersten Länder ist. Am besten gefällt es mir in Bayern, das ist meine Heimat, da habe ich meine Familie, da studiere ich. Deswegen ist Bayern meine Ecke. Wenn woanders, dann könnte ich mir Hollywood vorstellen. Und dort als Regisseurin arbeiten... Aber das ist natürlich eine Träumerei. (lacht)

ONETZ: Über was können Sie so richtig lachen?

Jésula Thomas: Ich mag schlechte Witze. Schlechte Flachwitze. Allerdings kann ich keine spontan erzählen. Und worüber ich auch lachen kann: Wenn jemand komplett falsch singt. Ich habe ein sehr sensibles Ohr für sowas.

ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?

Jésula Thomas: Mein großes Vorbild war Hannah Montana. Weil ich auch singe und früher auch immer so getanzt habe. Ich wollte wie sie auf der Bühne stehen. Ich habe schon in mehreren Bands mitgesungen, auch bei Hochzeiten und Taufen gesungen, hatte auch ein paar Jährchen Gesangsunterricht.

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Jésula Thomas: Mit Rihanna. Sie ist einfach eine Mega-Sängerin. Ich könnte so viel von ihr lernen. Mich interessiert alles. Wie es so ist als Promi, oder als Superstar, und als Profisängerin. Was man alles machen muss, wie so der Alltag aussieht. Noch besser wäre, mit ihr zu singen.

ONETZ: Bei welcher Nachspeise können Sie einfach nicht widerstehen?

Jésula Thomas: Bei allen Arten von Keksen! Das ist ganz schwierig, da kann ich gar nicht aufhören. Sahnetorten zum Beispiel mag ich gar nicht. Ich bin eher so der "Trocken-Gebäck-Typ". (lacht)

ONETZ: Welche App darf auf Ihrem Smartphone auf keinen Fall fehlen?

Jésula Thomas : Bei mir ist es "Whatsapp". Für mich ist es das Wichtigste, mit meinen Freunden und meiner Familie in Kontakt zu stehen. Wenn ich mir vorstelle, dass ich früher E-Mails geschrieben habe, um jemanden mal zu erreichen, kommt mir das jetzt ziemlich absurd vor. Diese App würde mir wohl am meisten fehlen, wenn ich sie nicht mehr hätte.

ONETZ: Hotel oder Campingplatz? Berge oder Meer? Wie sieht der perfekte Urlaub für Sie aus?

Jésula Thomas: Wandern ist mir zu viel des Guten. Und wenn es mir zu heiß ist, ist es auch zu viel des Guten. Deswegen bin ich eher der Städtetrip-Typ. Berlin fand ich toll, oder auch Wien. Paris und London sind die nächsten zwei auf meiner Bucket-List. Und was ich auch cool finde, sind Freizeitparks. Ich mag Adrenalin.

ONETZ: Welchen Traum würden Sie sich gerne erfüllen?

Jésula Thomas: Dass ich mit Musik mein Geld verdienen kann. Ich studiere ja Medientechnik, das ist so eher der sichere Beruf. Die Musik ist ein Traum.

ONETZ: Gibt es etwas in Ihrem Leben, das Sie bereuen?

Jésula Thomas: Ich bin jemand, der Entscheidungen so oft überdenkt, und auch wieder umwirft. Und wenn ich dann etwas entschieden habe, habe ich so oft darüber nachgedacht, dass ich's fast nicht bereuen kann.

ONETZ: Wenn Sie sich ein Talent aussuchen könnten, welches wäre das?

Jésula Thomas: Ich wäre mega gerne noch beweglicher. So richtig beweglich, dass man Ballett tanzen könnte. Ich würde das gerne können, ich kanns nur leider nicht. Grundsätzlich Tanzen, oder auch Moderndance. Ich habe auch Respekt vor den Leuten, die das beherrschen. Da jammern immer die Handballer, was sie für Schmerzen haben (lacht). Die sollten mal Ballett tanzen, ich glaube, da hören sie mal auf zu heulen.

ONETZ: Was haben Sie sich von Ihrem ersten Gehalt/Ihrer ersten Siegprämie gekauft?

Jésula Thomas: Ich bin ja Schwäbin. Und Studentin. Das ist eine miese Kombination (lacht). Ich bin ultra-sparsam. Deswegen habe ich von meinem ersten Geld Sachen gekauft, die schon längst nötig waren. Wie eine neue Handballhose. Wofür ich davor einfach zu geizig war

ONETZ: Welche Fernsehsendung ist für Sie Pflicht, bei welcher schalten Sie sofort weg?

Jésula Thomas: Bei "Let's dance" schalte ich an! Das begeistert mich jedes Mal. "Voice of Germany" finde ich auch gut. Was ich mir nicht anschauen kann, ist "Deutschland sucht den Superstar". Wenn Leute absichtlich nichts können. Das kann ich mir nicht antun.

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