07.10.2020 - 16:36 Uhr
AmbergSport

Kein Wort zum Sport: Daniel Wagner

Diesen Artikel lesen Sie mit
Was ist OnetzPlus?

In unserer wöchentlichen Rubrik verrät der Handballer der HG Amberg, warum er gerne mal mit Campino einen Kaffee trinken würde und warum er einen Tageslichtprojektor manipulierte.

Troja in Thailand: Daniel Wagner während der Flitterwochen beim Wandern auf Koh Samui .
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Als Kind spielte er beim SV Köfering Fußball, merkte aber schnell, „dass bei mir Fuß und Ball überhaupt nicht zusammenpassten.“ Nach ein paar Jahren Judo kam er als Spätberufener mit 15 Jahren zum Handball. Zunächst mit überschaubarem Talent, „ich habe keinen richtigen Wurf zusammengebracht und bin öfter mal über meine eigenen Füße gestolpert“. Aus dieser Zeit stammt auch sein Spitzname: „Ich hatte damals schulterlange Haare, bin wie Brad Pitt im Film ,Troja’ durch die Reihen und habe in bester Rugby-Manier alles umgeräumt.“ Mit 21 Jahren schaffte der Rückraumspieler den Sprung in die Herrenmannschaft (Bezirksoberliga) der HG Amberg, ehe er vor vier Jahren an den Bodensee zog und dort beim TSV Lindau (Kreisliga A, Bezirksklasse) spielte. Im Sommer ging es für den angehenden Mittelschullehrer zurück nach Amberg, wo der 28-Jährige mit Frau und dem vier Wochen alten Sohn Quirin wohnt und künftig wieder für die HG Amberg spielen wird.

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Daniel Wagner: Am liebsten in Lindau. Man hat den Bodensee, kann dort baden, kann Schiffchen fahren, man ist gleich in den Bergen zum Wandern und Skifahren. Perfekt wäre es, wenn Amberg näher liegen würde. So waren es 360 Kilometer zur Familie. Und die ist uns sehr wichtig, deswegen sind wir auch wieder zurück. Amberg ist gerade genau der richtige Ort für uns.

ONETZ: Was sind Ihre persönlichen Stärken?

Daniel Wagner: Die Empathiefähigkeit. Ich kann mich gut in andere Leute hineinversetzen, kann dann auch Probleme angehen und lösen.

ONETZ: Was war Ihr größter Fehler?

Daniel Wagner: Ich habe bestimmt den einen oder anderen Fehler gemacht, aber keiner war so groß, dass ich sagen würde, den würde ich nicht mehr machen. Und auf eine Eigenschaft bezogen: Die Fähigkeit, nein zu sagen, wäre manchmal ganz schön.

ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?

Daniel Wagner: Sportlich war Oliver Roggisch ein Vorbild. Ich wollte auch so ein guter Handballer werden. Ansonsten waren eher Leute in meinem Umfeld Vorbilder, gute Freunde und auf jeden Fall meine Eltern.

ONETZ: Was war Ihr schlimmster/bester Schulstreich?

Daniel Wagner: In der 8. Klasse hatten wir einen Wirtschaftslehrer, der ziemlich viel und oft den Tageslichtprojektor benutzt hat. Ohne den war kein Unterricht möglich. Vor einer Stunde habe ich den Projektor aufgeschraubt und die Glühbirne schwarz angemalt. Was ich nicht wusste, dass sie dadurch irgendwann überhitzt und zerreißt. Es hat kurz gequalmt, dann hat es peng gemacht, und das Licht war aus. Und die Stunde dann natürlich rum.

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Daniel Wagner: Mit Campino von den Toten Hosen, einfach weil das mein Musikgeschmack ist und ich mich gerne mal mit ihm über seine Jugend unterhalten würde.

ONETZ: Welchen Satz hassen Sie am meisten?

Daniel Wagner: Beruflich bedingt "ich war's nicht" und "aber der hat angefangen". Das höre ich auf dem Pausenhof bestimmt zwei-, dreimal am Tag, wenn ich mal wieder einen Streit schlichten muss.

ONETZ: Was haben Sie sich von Ihrem ersten Gehalt/Ihrer ersten Siegprämie gekauft?

Daniel Wagner: Mit Siegprämien sieht es im Handball wirklich mau aus. Ich habe noch nie Geld dafür bekommen, dass ich Handball spiele. Von meinem ersten Gehalt als Werkstudent habe ich einen Pfeil und Bogen gekauft. Hobbymäßig schieße ich ein bisschen mit dem Feldbogen.

ONETZ: Bei welcher Nachspeise können Sie einfach nicht widerstehen?

Daniel Wagner: Ich kann bei keiner widerstehen, ich bin ein leidenschaftlicher Nachspeisenesser, am liebsten würde ich nur Nachspeisen essen. Tiramisu, Kuchen, Torten, leckeres Eis mit Eierlikör …

ONETZ: Welche Fernsehsendung ist für Sie Pflicht, bei welcher schalten Sie sofort weg?

Daniel Wagner: Ich versuche jeden Tag die Tagesschau und die Tagesthemen anzuschauen, hoch im Kurs sind „Big Bang Theory“ und „How I met your mother“, bei so etwas wie „Berlin Tag und Nacht“ oder „Krass Schule“ muss ich sofort wegschalten.

ONETZ: Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Daniel Wagner: Zeit mit meiner Familie verbringen, spaziergehen, einen Bummel in die Stadt machen, einen Kaffee trinken und die Seele baumeln lassen.

ONETZ: Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich ...

Daniel Wagner: ... das Lehramtsstudium etwas schneller durchziehen und das Staatsexamen nicht so auf die leichte Schulter nehmen.

Letzte Woche bei "Kein Wort zum Sport": Basketballer Sebi Weich

Amberg

Alle Teile unserer Rubrik "Kein Wort zum Sport" finden Sie hier.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Videos

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.