15.04.2021 - 17:54 Uhr
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Kommentar zum bevorstehenden Saisonabbruch: Jetzt braucht's den Kompromiss

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In einigen Tagen sollen die bayerischen Vereine ihre Meinung zum Saisonabbruch kundtun. Der Verband steht vor der Quadratur des Kreises.

Im Fußball läuft vieles rund, in der Frage des Saisonabbruches aber längst nicht alles. Die Frage, wie der zu bewerkstelligen ist, gleicht einer Quadratur des Kreises.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil
Kommentar

Es ist die große Preisfrage: Wie kann der Bayerische Fußballverband den unvermeidlichen Saisonabbruch auf die Reihe bekommen, ohne jede Menge Vereine zu verärgern? Die ehrliche Antwort lautet: Eine Friede-Freude-Eierkuchen-Lösung gibt es nicht.

Denn wie sehr die Interessen der Klubs voneinander abweichen, weiß die BFV-Zentrale mittlerweile nur zu gut. Briefe, Faxe, Mails, Anrufe – es gab zuletzt kaum einen Tag in München, an dem nicht Vereinsvertreter massiv für ihre Belange vorsprachen. Das Recht dazu ist den Beteiligten nicht abzusprechen. Natürlich gibt es in einer so schrecklichen Pandemie wichtigere Dinge als sportliche Ziele. Aber einen Abstieg schicksalsergeben hinzunehmen oder den lange erhofften Aufstieg einfach so abzuschreiben, ist viel verlangt von gestandenen Fußballern. Vielleicht sogar zu viel.

Dabei hat sich der Verband das Ganze irgendwie selbst eingebrockt. Schon das lange Festhalten an einer Saisonweiterführung verstanden viele nicht. Mit Einführung der Quotientenregel ist das Murren an der Basis noch lauter geworden. Leise wird’s erst wieder, wenn der BFV auf alle zugeht. Mit dem bestmöglichen Kompromiss.

Saisonabbruch in Zeitlupe

Amberg

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