16.03.2021 - 13:49 Uhr
AmbergSport

Saisonabbruch? Oberpfälzer Fußballerinnen haben weniger Zeitdruck

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Der Termin steht: Auch die Fußballerinnen müssen die wegen der Corona-Pandemie derzeit unterbrochene Saison bis zum 30. Juni zu Ende bringen. Im Vergleich zu den Männern haben sie aber einen Vorteil.

Wann es wieder Zweikämpfe um den Ball geben wird, ist auch bei den Fußballerinnen (im Bild rechts Lena Götz vom TSV Theuern) völlig ungewiss. Zumindest in den Oberpfälzer Ligen ist jedoch der Zeitdruck nicht ganz so groß.
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Das im Sommer 2019 begonnene und zwischenzeitlich verlängerte Fußball-Spieljahr 2019/20 muss bis zum 30. Juni 2021 beendet sein. Bei den Frauen genauso wie bei den Männern. Bei den Frauen sind es jedoch zahlenmäßig kleinere Ligen und damit auch überschaubarere Restprogramme. Zudem gibt es bei den Frauen keine Relegation. „Es erscheint tatsächlich machbarer als bei den Männern“, sagt Sandra Hofmann aus Neumarkt, die Vorsitzende des Verbands-Frauen- und Mädchenausschusses. „Wir haben etwas mehr Spielraum, doch auch trotzdem Druck, weil wir nicht wissen, wie es weitergeht.“

Für den Fall, dass es nicht weitergehen kann, hat der Verband in Paragraf 93 seiner Spielordnung bereits die Regelungen geschaffen, unter anderem werden die Abschlusstabellen nach der Quotientenregel (Punkte geteilt durch Anzahl der Spiele) errechnet. „Das wäre der Worst Case“, sagt Hofmann, „natürlich wollen wir die Aufsteiger und Absteiger sportlich ermitteln.“

Spiele an sechs Wochenenden

Während das in den Landesligen mit dem TSV Theuern und dem SV Neusorg – hier haben die Mannschaften noch zwischen vier und neun Spiele auszutragen – zeitlich ähnlich schwer machbar scheint wie bei den Männern, haben die Oberpfälzer Fußballerinnen etwas weniger Terminstress. "Es sind noch vier Spieltage offen, und zwei Spieltage werden für Nachholspiele benötigt", erklärt Kerstin Costa, die Bezirks-Frauen- und Mädchenausschuss-Vorsitzende. "Hier werden sechs Wochenenden in der Bezirksoberliga beziehungsweise Bezirksliga benötigt. Die Kreisligen und Freizeitligen haben zum Teil noch weniger offene Spiele."

Klar sei, dass eine Fortsetzung der Verbandsrunde einen Vorlauf brauche, betont Costa. Eingeplant seien vier Wochen Training und Vorbereitungsspiele, ehe das erste Punktspiel angepfiffen werden könne. "Bei einem Start ab Mitte Mai könnte die Saison bis zum 30. Juni abgeschlossen werden. Bei den Kreisligen und Freizeitligen würde man es auch noch ab Anfang Juni schaffen." Die Frage, ob die Saison zu Ende gespielt wird, kann Kerstin Costa derzeit nicht beantworten, "weil wir nicht wissen, ab wann Mannschaftstraining mit Körperkontakt erlaubt ist und Fußballspiele wieder zugelassen sind."

"Völlig falsches Zeichen"

Dass es mit der Meisterschaft "insgesamt schwierig wird, ist uns allen klar", sagt die BFMA-Vorsitzende aus Traitsching. Allerdings störe sie in der aktuellen Diskussion die vorschnellen Forderungen nach einem Saisonabbruch. Das sei ein "völlig falsches Zeichen an unsere Gesellschaft". Und: "Unsere Arbeit ist das Nachdenken, wie man den Sport ausüben kann. Wenn Fußball gespielt werden darf, dann sollte auch Fußball gespielt werden."

Bei Saisonabbruch gilt die Quotientenregel

Amberg
Hintergrund:

Aktueller Stand nach Quotientenregel

  • Landesliga Süd – Meister: TSV Theuern. Absteiger: TSV Gilching, SSV Anhausen, SpVgg Deggendorf, SC Biberbach
  • Landesliga Nord – Meister: Schwabthaler SV. Absteiger: TSV Frickenhausen, FC Karsbach, SpVgg Bayreuth, FC Pegnitz
  • Bezirksoberliga – Meister: SC Regensburg II. Absteiger: SV Altenstadt/Voh., SV 08 Auerbach
  • Bezirksliga Nord – Meister: 1. FC Schwarzenfeld, Absteiger: DJK Gebenbach
  • Bezirksliga Süd – Meister: TSV Brunn. Absteiger: SV Mitterkreith
  • Kreisliga 1 – Meister: DJK Dürnsricht
  • Kreisliga 2 – Meister: SF Weidenthal-Guteneck
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