05.06.2020 - 10:26 Uhr
AmbergSport

Ein Spieler des ERSC Amberg und seine Tattoos: Vier Buchstaben, die richtig wehtun

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Ein Tattoo im Gesicht kommt für ihn nicht infrage - denn da trägt Andreas Hampl einen anderen Blickfang: Seinen Bart. Tätowierungen hat er an den Fingern - das war eine besonders schmerzhafte Sitzung.

Andreas Hampl trägt an vier Fingern der linken Hand vier Anfangsbuchstaben seiner Familie: A für Andreas; N für Nicole, seine Schwester; R für Radka, seine Mutter und P für Peter, den Vater.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Andreas Hampl kam durch den Eishockeysport vor neun Jahren nach Amberg. Geboren ist er zwar in Bad Tölz, aber aufgewachsen in Tschechien. Erst vor ein paar Tagen verlängerte er seinen Vertrag beim ERSC Amberg und ist ganz heiß auf die neue Bayernliga-Saison: "Die Stimmung beim Play-off-Spiel in Amberg war Bombe, das war traumhaft." Der gelernte Mittelstürmer musste in den ersten beiden Jahren bei den Wild Lions als Verteidiger ran, danach rückte er wieder in den Angriff. Der 29-Jährige arbeitet beim Fahrzeugbau in Ursensollen, ab September beginnt er eine Umschulung als Bürokaufmann.

Ritter auf der Schulter

Sein ältestes Tattoo ist ein Motiv aus dem Film "The Last Witch Hunter" von 2015, ein US-amerikanisch-chinesischer Fantasyfilm, in dem Vin Diesel in der Hauptrolle einen Hexenjäger spielt. Ein Ritterbild auf der Schulter. "Das gefällt mir am besten, eine super Arbeit."

Das zweite Motiv ziert seine Finger an der linken Hand. "Ich habe mich davor nie getraut, auf den Fingern etwas machen zu lassen", sagt Hampl. Vier Finger, vier Anfangsbuchstaben seiner Familie: A für Andreas; N für Nicole, seine Schwester; R für Radka, seine Mutter und P für Peter, den Vater. Wobei das A auf dem Zeigefinger seit einem Jahr gleich drei Bedeutungen hat: "Ich habe da geheiratet, meine Frau heißt Anna. Wir haben einen zehn Monate alten Sohn, er heißt Antonin", erklärt Andreas Hampl. Die vier Buchstaben hat er in einer Sitzung machen lassen: "Das hat zwar nur 20 Minuten gedauert, aber es waren die schmerzhaftesten 20 Minuten meines Lebens", erklärt der ERSC-Stürmer. "Am Finger ist die Haut nicht so dick, da geht es direkt an den Knochen. Mein Tätowierer hat mit dem A angefangen, das war heftig. Aber ich habe gesagt: Das ziehen wir jetzt durch."

Das dritte Tattoo trägt er auf dem Oberschenkel: Ein Mandala. Bei seinem Stamm-Tätowierer Rusty hatte eine neue Stech-Künstlerin angefangen, "und ich war wild auf neue Tattoos. Sie war damals noch zur Probe im Studio, und ich habe gesagt: Komm, du kannst etwas an mir testen. Das ist ziemlich gut gelungen. Die Farbe sieht heute noch so aus, als wäre das Tattoo gestern erst gestochen worden", lobt Hampl.

Motiv Nummer vier stammt von einem Tattoo-Konvention in Schwandorf, und da ließ sich der 29-Jährige seine Leidenschaft abbilden: "Ein Eishockey-Schläger durch einen Helm, der auf einem Totenkopf sitzt." Auf der linken Wade.

Das hat zwar nur 20 Minuten gedauert, aber es waren die schmerzhaftesten 20 Minuten meines Lebens.

Andreas Hampl

Andreas Hampl

Moskito und T-Rex

Auf das rechte Bein kommen demnächst Bilder aus der Filmserie Jurassic Park oder Jurassic World: "Da bin ich ein Riesenfan." Mehrere Dinosaurier sollen es werden. Ein Raptor, ein T-Rex und so weiter. Und ein Moskito auf die Kniescheibe, denn aus so einer Stechmücke in Bernstein konserviert stammt das Blut, aus dem die Dinos gezüchtet wurden. Anna Hampl ist ebenfalls tätowiert, trägt sechs Motive auf der Haut. "Sie hat den Buchstaben A zwischen den Schulterblättern, in der gleichen Schrift wie auf meinen Fingern", sagt Andreas.

Apropos Familie und Frau: Bei der Hochzeit im vergangenen Jahr hat er seinen Bart gestutzt - als Markenzeichen in der gesamten Landesliga bekannt. Weihnachten dann ein zweites Mal. "Wegen meinen Eltern. Das sind die einzigen, die ständig jammern, dass er viel zu lang ist. Dann habe ich gesagt: Okay, wenn wir die Feiertage nach Tschechien zu meinen Eltern fahren, dann stutze ich ihn ein bisschen." Regelmäßig gepflegt wird das haarige Teil schon: "Ich wasche ihn, kämme ihn, aber den Rest des Jahres lasse ich ihn wachsen."

"Die Stimmung war Bombe" - Andreas Hampl über das zweite Play-off-Spiel gegen Buchloe

Amberg
Ein Ritter aus dem Fantasyfilm „The Last Witch Hunter“ von 2015 ziert die linke Schulter.
Totenkopf mit Helm und Eishockeyschläger.

ERSC Amberg: Ein Ex-Verteidiger bleibt - als Stürmer

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