30.10.2020 - 18:37 Uhr
AmbergSport

Teil-Lockdown: Ungewisse Zukunft für Volleyballer

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Vier Spiele, vier Siege. Die Hahnbacher-Volleyballfrauen hatten einen perfekten Saisonstart. Aber jetzt geht vier Wochen gar nichts mehr. Training und Spielbetrieb sind ab Montag untersagt. Wie es danach weitergeht ist unklar.

Die Bälle der Volleyballer bleiben in den nächsten vier Wochen liegen.
von Armin Eger Kontakt Profil

Mit Spannung hatte Volleyballbezirksvorsitzender Werner Schmitt am Mittwoch die Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, und die mit dem Teil-Lockdown verbundenen Einschränkungen für den Amateursport, verfolgt. "Es war eigentlich klar, dass es so kommt. Es ist richtig, aber auch schade", sagt Schmitt.

Er hatte gehofft, dass wenigstens der Trainingsbetrieb noch erlaubt ist. So gibt es für die Volleyballamateurvereine ab Montag Corona-bedingt eine Zwangspause bis zum 30. November. Kein Training und kein Spielbetrieb sind bis zu diesem Datum erlaubt.

"Weil es nicht verständlich ist"

"Alles was Spaß macht, muss momentan aufhören, und da gehört Volleyball dazu", sagt der Bezirksvorsitzende. Dass es nur die Amateurvereine trifft und nicht auch die Proficlubs möchte er nicht kommentieren: "Weil es nicht verständlich ist." Schmitt ist jedoch optimistisch, dass die Saison doch noch weitergehen könnte, wenn es nur bei diesen vier Wochen Pause bleibt. "Es ist möglich und es wäre schön."

Auch Siegfried Meier, Trainer der Frauen des SV Hahnbach, hatte sich gewünscht, dass wenigstens noch das Training möglich ist. "Wir treffen uns jetzt nochmal und ich werde den Mädels ans Herz legen, was sie trainingsmäßig in den nächsten vier Wochen alleine machen können", sagt der Coach des Regionalligisten. Mit vier Siegen waren die Hahnbacherinnen in die Saison gestartet und führen die Tabelle an. "Ich bin mir sicher, dass wir auch die nächsten Spiele gewonnen hätten und dann wären wir bis Ende des Jahres ganz vorne gewesen", so Meier.

Schwierig, Termine zu finden

Selbst wenn der Teil-Lockdown Anfang Dezember vorbei sein sollte, werde es nicht möglich sein, sofort wieder mit den Ligaspielen zu beginnen. "Alle Vereine brauchen etwas Zeit, um wieder auf Stand zu kommen. Der Verband hatte das beim letzten Mal auch so gehandhabt und uns Zeit gegeben."

Aber es werde dann irgendwann mal schwierig, Termine für die ganzen Spiele zu finden. Deshalb zweifelt Meier daran, ob die Saison regulär zu Ende gespielt werden kann. "Es ist einfach bitter, dass jetzt wieder nichts geht. Wir haben alles getan und auch die Hygienekonzepte umgesetzt", meint der Hahnbacher Coach.

Für Gerd Spies war klar, dass es so kommen wird. "Ich habe damit gerechnet", sagt der Manager des VC Amberg. "Wir sind super in die Saison gestartet und die Mannschaft hatte einen richtig guten Schwung, den wir gerne mitgenommen hätten. Aber die Gesundheit geht vor." Trotz der Zwangspause ist Spies sicher, dass sich die Herren der Regionalligamannschaft in den nächsten vier Wochen mit eigenem Training fit halten werden.

Spannend werde sein, wie es dann Anfang Dezember mit der Saison weitergehen wird. "Der Verband muss sicher einen neuen Spielplan erstellen, denn wir können ja nach der Pause nicht sofort wieder mit den Spielen weitermachen, da die Hallen für das Training gesperrt waren." Für den Manager sei durchaus möglich, dass Doppelspieltage oder nur eine Partie ohne Rückrunde die Saison retten könnten.

Bisher erfolgreiche Saison

Hahnbach

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