03.11.2021 - 14:20 Uhr
AmbergSport

Kein Wort zum Sport: Thomas Bärthlein, Vorsitzender des TV 1861 Amberg

In unserer wöchentlichen Rubrik verrät der Vorsitzende des TV 1861 Amberg, warum er nicht verheiratet ist und welches seltsame Gefühl ihn verfolgt, seit er das erste Mal in Spanien war.

Thomas Bärthlein ist im Hauptberuf Redakteur und Moderator bei OTV.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Thomas Bärthlein (58) ist gebürtiger Franke aus Nürnberg, er hat in Erlangen Englisch und Französisch studiert und arbeitete während des Studiums für einen Radiosender. Nebenbei lernte er eineinhalb Jahre Spanisch und ist seit 1. März 1996 ab dem Sendestart Redakteur bei OTV, ein dreiviertel Jahr später übernahm er auch die Moderation diverser Sendungen mit dem Schwerpunkt "Wetter". Seit über zehn Jahren ist er Vorsitzender des größten Amberger Sportvereins, des TV 1861 Amberg, seit 2008 sitzt er auch im Amberger Stadtrat.

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Thomas Bärthlein: In Spanien. Zu meiner Studienzeit wollte ich mit einem Studienkollegen eine Frankreichtour machen. Daraus wurde eine dreiwöchige Spanien- und Portugaltour. Als ich damals das erste Mal in Spanien war (wir waren mit einem VW-Bus unterwegs), hatte ich ein seltsames Gefühl, das mich seitdem begleitet. Ich fühlte, dass ich hier schon einmal gelebt habe. Ein seltsames Gefühl. Die Liebe zum Land und zur Sprache sind mir geblieben.

ONETZ: Über was können Sie so richtig lachen?

Thomas Bärthlein: Oh mei, ich lache über so Vieles, weil ich nun mal gerne lache. Und ich denke, dass sich auch manche meiner Kollegen oft fragen: Was hat er jetzt schon wieder? Letztendlich kommt es aber auch auf die Situation an. 

ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?

Thomas Bärthlein: Als Kind wollte ich tatsächlich mal der Mann meiner Kindergartentante sein. Heute sind es natürlich die Erzieherinnen. Eine der Erzieherinnen in meinem Kindergarten hat gut ausgesehen und war immer sehr nett zu mir. Zu meinen Eltern sagte ich damals, dass ich sie mal heiraten werde, wenn ich größer bin. Dazu ist es natürlich nie gekommen. 

ONETZ: Was war Ihr erstes Auto?

Thomas Bärthlein: Ein Opel Kadett, nachdem ich anfangs mit dem VW-Käfer meiner Mutter gefahren war. Der Käfer war damals schon mehr als 20 Jahre alt. Ein Autoexperte wurde ich allerdings nie. Für mich war und ist es wichtig, dass mich das Auto von A nach B bringt und vier Reifen hat. Allerdings fahre ich in Amberg fast nur mit dem Rad und es gibt tatsächlich Leute, die sich gewundert haben, dass ich überhaupt ein Auto besitze.

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Thomas Bärthlein: Naja, ich bin Teetrinker. Aber vielleicht ließen sich ja Jennifer Lopez, Scarlett Johannson oder Megan Fox zu einer Tasse Tee überreden. Übrigens: Emma Watson finde ich auch sehr süß, auch wenn sie deutlich jünger ist als ich. Naja, der erste  Harry Potter-Film ist jetzt auch schon wieder 20 Jahre her. Emma ist richtig attraktiv geworden.

ONETZ: Wo sehen Sie sich in 30 Jahren?

Thomas Bärthlein: Ich hoffe, noch nicht im Grab. Am liebsten wäre es mir, wenn ich mich bis dorthin zu einem unsterblichen Highlander entwickelt hätte. Aber das ist ja nicht möglich. Umgekehrt ist es auch nicht möglich, wie Benjamin Button (das ist auch ein verfilmter Roman, Anm.d.Red.) jünger zu werden. Hm, schade eigentlich.

ONETZ: Wenn Sie sich ein Talent aussuchen könnten, welches wäre das?

Thomas Bärthlein: Hm, eine schwierige Frage. Ich denke, das ist Risikobereitschaft. Dieses Talent geht mir irgendwie ab. Ich war schon immer auf Sicherheit getrimmt. Ich könnte es beispielsweise nicht haben, völlig selbstständig zu sein. Ich hätte immer Angst, irgendwann ohne Einkünfte dazustehen. Und dieser Gedanke würde mich sicherlich in manchen Nächten um den Schlaf bringen. Wer weiß, wohin mich die Freude zur Risikobereitschaft gebracht hätte.

ONETZ: Welche App darf auf Ihrem Smartphone auf keinen Fall fehlen?

Thomas Bärthlein: Eindeutig das Wetter. Wetter ist eine Leidenschaft. Und es ist tatsächlich so, dass ich in manchen Nächten zum Fenster gehe, wenn ich aufwache, um zu sehen, ob meine Wettervorhersage stimmt. Also beispielsweise, wenn Wetterdienste im Sommer in der Nacht keinen Regen oder kein Gewitter vorhersagen und ich diese Möglichkeit zumindest einräume. Auf dem Wetterradar kann ich dann zudem sofort sehen, ob in den folgenden Stunden noch Regen oder ein Gewitter aufkreuzt.

ONETZ: Kreuzfahrt oder Individualreisen?  Wie sieht der perfekte Urlaub für Sie aus?

Thomas Bärthlein: Individualreisen. Kreuzfahrten mit vielen anderen Menschen und einem vorgegebenen Programm würden mir nicht gefallen. Ich war schon immer der Neugierige, der auf eigene Faust was unternimmt. Dadurch habe ich im Ausland viel besser Land und Leute kennenlernen können. Auf Ibiza bin ich beispielsweise an einer Bushaltestelle mit einem älteren Mütterchen ins Gespräch gekommen, die sich beschwert hatte, dass durch den Euro alles so teuer geworden ist. Die Menschen freuen sich, wenn sie in ihrer Landessprache angesprochen werden. Derartige Erlebnisse habe ich auf Kreuzfahrten mit eventuellen „Landgängen“ nicht.

ONETZ: Welchen Traum würden Sie sich gerne erfüllen?

Thomas Bärthlein: Ich würde zum einen mal gerne eine größere Hüttentour im Gebirge machen und zum anderen tatsächlich in einer Finca mit Meerblick Urlaub machen: Dabei jeden Abend den Sonnenuntergang bei einem guten Glas Rotwein genießen.

ONETZ: Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?

Thomas Bärthlein: Es waren die Bücher von Carlos Ruiz Zafón, in denen es um den Friedhof der vergessenen Bücher geht. Angefangen von „Der Schatten des Windes“ bis hin zu „Das Labyrinth der Lichter“.

ONETZ: Gibt es etwas in Ihrem Leben, das Sie bereuen?

Thomas Bärthlein: Ja. Am meisten bereue ich es, 14 Jahre einer gewissen Frau vertraut zu haben, deren Namen ich hier aber nicht nenne. Sie hat mich nur als Spielball genommen und ich hatte ihr in meiner Naivität vertraut. Deshalb bin ich auch nicht verheiratet und habe keine Kinder.

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