11.08.2021 - 16:24 Uhr
AmbergSport

Wasserski: Jugend-Europameister im Slalom kommt aus Schwandorf

Tim Wild ist gerade mal 14 Jahre alt und schon Europameister. In einer Sportart, in der sein Vater Steffen Wild einen Titel nach dem anderen abgeräumt hat. Und er hat ein klares Ziel: "Ich will Profi werden wie er."

Tim Wild vom WSC Haidweiher.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Slalom, Trickski und Springen – das sind die drei Disziplinen, die im Wasserski bei Wettbewerben gefahren werden. Einer der Besten war und ist Steffen Wild (51) vom WSC Haidweiher, der bei deutschen Meisterschaften bisher 46 Titel im Springen holte und dreimal bei Europameisterschaften die Nummer eins war. Jetzt zeigt Sohn Tim, dass er das Talent von seinem Vater geerbt hat: Der 14-Jährige, der ebenfalls für den WSC Haidweiher startet, wurde bei der Jugend-EM in Spanien zweifacher Europameister im Slalom, und in der Kombination der drei Disziplinen Vizemeister. "Weil wegen Corona die EM letztes Jahr abgesagt wurde, sind heuer die Meisterschaften von 2020 und 2021 zusammen ausgetragen worden", erzählt der 14-Jährige, der mit seinen Eltern in Schwandorf wohnt und die achte Klasse des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums besucht.

50 Starter in der U14

Bei der Doppel-Europameisterschaft vergangene Woche in Sesena in der Nähe von Madrid siegte Tim Wild zweimal im Slalom, hinter ihm landeten einmal Georgy Malinovskiy aus Russland auf Platz zwei und einmal Andrea Schonauer (Italien) im mit 50 Startern international gut besetztem Feld der U14. Vater Steffen Wild glänzte vor allem in der Disziplin Springen, der Sohn im Slalom. Tim trainiert auf dem Haidweiher - und in Italien am Gardasee, bei Matteo Luzzeri. "Er ist weltbekannt, er macht Podcasts über Wasserski, interviewt die Fahrer", erklärt Tim. Warum Training in Italien und nicht beim Vater? "Slalom liegt mir mehr", sagt der 14-Jährige. Außerdem habe sich die Technik geändert, und am Steinberger See, wo seine Eltern eine Wakeboard-Anlage betreiben, ist das Fahren mit Motorbooten nicht erlaubt. Die brauchen die Wasserski-Fahrer aber, um mit hoher Geschwindigkeit übers Wasser gezogen zu werden.

Julius Auer zur WM in die USA

Tim Wild reist mit seinen Eltern - wenn es zeitlich geht - immer wieder Mal zu einem verlängerten Wochenende an den Gardasee, in den Osterferien war er zwei Wochen dort und eine Woche im Mai. Er trainiert alle drei Disziplinen, denn in den Jugendklassen werden alle drei bei Wettbewerben gefahren. "Dann spezialisiert man sich", erzählt Tim, der "die Gene von meinem Vater" geerbt hat. Und: "Ich will Profi werden wie er." Bis dahin ist es noch eine weiter Weg, und ein bisschen bedauert er, dass er nicht zur Weltmeisterschaft nach Florida in die USA darf - in seiner Altersklasse gibt es da keine Wettbewerbe. Dafür fliegt ein anderer vom WSC Haidweiher hin: Julius Auer (16) hat sich für die WM, die ab dem 23. August beginnt, qualifiziert. In Spanien bei der EM erreichte der Wasserski-Fahrer aus Aschach bei Amberg das Finale im Slalom und belegte den zehnten Platz. In Santa Rosa Beach am Golf von Mexiko startet er in der Jugend U17.

Der ewige Deutsche Meister: Der 46. Titel für Steffen Wild

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"Ich habe die Gene von meinem Vater geerbt."

Tim Wild

 

 

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