22.06.2018 - 18:15 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Der Kultusminister und sein WM-Drama

Bayerns Kultusminister Bernd Sibler ist großer Fußballfan. Bei dieser WM ist ihm aber das Tippen schon vergangen.

Bayerns Kultusminister Bernd Sibler.
von Josef Maier Kontakt Profil

Schwarzenfeld. (mr) Er kennt sich nicht nur mit G8 und G9 aus, er ist auch ein Kenner der Dreier- oder Viererkette. Bayerns Kultusminister Bernd Sibler (47) war am Donnerstag beim Tag der „Ballhelden“ in Schwarzenfeld. Da ging es um die Fußballbasis, um die Freude der Kinder am Kicken. Aber der Niederbayer, der lange Pressesprecher des Ex-Bayernligisten SpVgg Plattling war, verfolgt auch den großen Fußball bei der WM ganz intensiv.

ONETZ: Herr Sibler, wie haben Sie die Pleite gegen Mexiko miterlebt?

Bernd Sibler: Dieses Drama habe ich beim Public Viewing in Plattling erlebt. Die erste Halbzeit war richtig schlimm.

ONETZ: Es gab viel zu kritisieren. Was besonders?

Bernd Sibler: Gerade über die rechte Abwehrseite, wo ja mit Joshua Kimmich unser stärkerer Außenverteidiger spielte, sind alle Angriffe der Mexikaner gelaufen. Khedira wurde meiner Meinung nach nicht ohne Grund ausgewechselt. Und bei Özil habe ich mich gefragt, warum er überhaupt gespielt hat – bei dieser Leistung.

ONETZ: Manche Fußballfans haben an so einer Niederlage zu knabbern. Wie geht es Ihnen da?

Bernd Sibler: So etwas verfolgt mich schon ein bisschen.

ONETZ: Jetzt steht das vorentscheidende Spiel gegen Schweden an. Wo werden Sie das Spiel verfolgen?

Bernd Sibler: Ich werde bei Bekannten mitfiebern. Dort kann ich das Trikot, das ich von meinen Plattlinger Stadtratskollegen bekommen habe, anziehen. Im Privaten geht das.

ONETZ: Wie geht’s gegen Schweden aus?

Bernd Sibler: Ich habe gegen Mexiko ein 4:0 getippt. Es ist verständlich, dass ich jetzt nicht mehr tippe.

ONETZ: Aber Sie glauben an einen Sieg?

Bernd Sibler: Die deutsche Mannschaft hat das Potenzial, das ist ganz klar. Aber mal schauen, ob sie das auf die Straße bringen kann. Das ist jetzt auch eine mentale Sache.

ONETZ: Vorausgesetzt die Deutschen werden Gruppenzweiter, dann würde wohl Brasilien warten. Die undankbarste Aufgabe?

Bernd Sibler: Die Brasilianer haben sich auch nicht mit Ruhm bekleckert. Sie werden nicht automatisch Erster. Aber wenn’ es so käme, wäre es hart. Das wäre dann ähnlich wie das Spiel 1990 Deutschland gegen Holland im Achtelfinale. Das war ja eigentlich auch ein Endspiel.

ONETZ: Wie verfolgen Sie die WM? Schauen Sie alle wichtigen Partien?

Bernd Sibler: Ich halte mich über Radio oder Online-Angebote auf dem Laufenden. Und wichtige Spiele habe ich geblockt. Aber das letzte Gruppenspiel gegen Südkorea kann ich nicht sehen, da bin ich unterwegs.

ONETZ: Dieses Spiel müssten die Deutschen auch ohne Sie gewinnen ...

Bernd Sibler: (Lacht) Sicher ist da gar nichts.

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