Die erste Runde im bayerischen Toto-Pokal steht an diesem Wochenende an. Von den beteiligten Bayern- und Landesliga-Vereinen weiß aber so gut wie keiner, wie er den Wettbewerb in Sachen Wichtigkeit einzuordnen hat. Für das große Los, die Qualifikation zur 1. DFB-Pokal-Hauptrunde, wird’s angesichts der Konkurrenz von Dritt- und Regionalligisten sowieso kaum reichen. Was bleibt, ist die vage Aussicht, vielleicht in Runde drei oder vier einmal gegen die „Löwen“ oder Jahn Regensburg antreten zu dürfen. Kein Wunder, dass der Pokal im Vergleich zur Punkterunde in der Prioritätenskala ein Stück weiter hinten runterfällt.
„Insgesamt ist das Spiel schon anders zu bewerten als ein Punktspiel“, gibt Trainer Tobias Rösl vor dem Pokal-Derby seiner DJK Ammerthal gegen die Spvgg SV Weiden zu. „Hier kann man schon noch mal dem einen oder anderen, der zuletzt nicht so zum Zug kam, Spielpraxis geben.“
DJK will es seriös angehen
Was aber nicht heißt, dass die Grün-Schwarzen am Samstag (Anstoß 17.30 Uhr) mit angezogener Handbremse spielen werden. Dem Bayernliga-Aufsteiger ist am Mittwochabend mit dem 1:0-Heimsieg gegen den ASV Neumarkt ein verheißungsvoller Start in die Punkterunde gelungen. Den Schwung daraus möchte er in den Pflichtspielvergleich mit dem Ligakollegen aus Weiden mitnehmen: „Wir werden das schon seriös angehen und wollen auch weiterkommen.“ Vielleicht, so Rösl, „wartet ja dann in der nächsten Runde bei der Auslosung ein dicker Fisch auf uns.“
Auf den spekuliert sicherlich auch die SpVgg SV, wenngleich der große Fang erneut den jeweiligen Kreispokalsiegern vorbehalten sein wird. Sie haben dann, wie bereits bei der Auslosung zur ersten Runde, ein zweites Mal den Erstzugriff auf die attraktiven Gegner.
In einen Flow kommen
In Weiden ist man grundsätzlich froh, dass die durchaus erfreulich verlaufene Vorbereitungsphase abgeschlossen ist. Anders als in Testspielen geht es endlich wieder um etwas – am Samstag zunächst um Pokal-Lorbeeren, drei Tage später dann erstmals wieder um Punkte. „Natürlich freuen wir uns auf den Saisonauftakt am Dienstag beim FC Eintracht Bamberg“, sagt Cheftrainer Michael Riester, der aber in Ammerthal keinen Schlendrian sehen will. „Unser Fokus liegt zunächst ganz klar auf dem Pokalspiel.“ Für Riester sind die 90 Minuten am Samstag aus einem ganz bestimmten Grund wichtig: „Es geht darum, den nötigen Rhythmus zu holen. Wir möchten von Beginn an mit Leidenschaft, Einsatz und der richtigen Mentalität auftreten, um in einen Flow zu kommen und dann mit einem positiven Gefühl in die Liga zu starten.“
Dass seine Mannschaft bereits am 7. August, dem vierten Spieltag der Bayernliga Nord, am Weidener Wasserwerk die Klingen kreuzt, ist für Riester ohne Bedeutung: „Ich finde es nicht so schlimm, dass wir in kurzer Zeit zweimal aufeinandertreffen. Jeder, der den kleinen Platz in Ammerthal kennt, weiß, dass das zwei grundverschiedene Spiele mit komplett anderen Voraussetzungen und Herangehensweisen sein werden.“
Die Schwarz-Blauen können bis auf eine Ausnahme in Bestbesetzung antreten. Mittelfeldspieler Martin Ruda laboriert noch an einer Sprunggelenksverletzung.













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